EINLEITUNG
Seit Jahrtausenden sucht der Mensch nach einer Antwort auf eine Frage, die niemals an Aktualität verloren hat: Was ist tatsächlich die Wurzel des seelischen Leids und des körperlichen Schmerzes, mit denen der Mensch konfrontiert ist?
Obwohl es sich um denselben Menschen und dasselbe Leid handelt, haben jede Epoche, jede Kultur und jedes Denksystem unterschiedliche Sichtweisen und Erklärungsansätze hervorgebracht.
Im Rahmen einer Auseinandersetzung mit der Beziehung zwischen Psychologie und Buddhismus hatte der Verfasser die Gelegenheit, den Vortrag „Dialog zwischen dem Buddha und Carl Jung“ des Autors Đặng Thái Cường anzusehen. Das Bild zweier Wanderer, die von zwei verschiedenen Berghängen aufbrechen und sich scheinbar nahe dem Gipfel begegnen, eröffnete einen neuen Denkansatz für diese Untersuchung.
Wenn Carl Gustav Jung die Tiefe des Menschen über das UNBEWUSSTE erforscht, während der Buddha den Menschen über das NICHT-SELBST (anattā) untersucht, begegnen sich diese beiden Zugänge tatsächlich? Und wenn ja, worin begegnen sie sich?
Aus dieser Fragestellung erkannte der Verfasser, dass Carl Gustav Jung nicht untersucht werden kann, ohne Sigmund Freud einzubeziehen, der die Grundlage der Theorie des UNTERBEWUSSTSEINS geschaffen hat. Ebenso kann die Untersuchung nicht bei Freud und Jung stehen bleiben, ohne auch die buddhistische Lehre vom Nicht-Selbst zu erforschen, ein Denksystem, das bereits mehr als zweitausend Jahre vor der Entstehung der modernen Psychologie bestand.
Drei Lehrsysteme, drei historische Hintergründe und drei unterschiedliche Begriffssysteme, die jedoch alle einen tiefgreifenden Einfluss darauf ausgeübt haben, wie der Mensch sich selbst versteht und wie Ansätze entwickelt werden, um dem Menschen bei der Bewältigung seines seelischen Leids und seines körperlichen Schmerzes zu helfen.
Gerade aus diesem Anlass ist dieses Grundlagen-Gutachten entstanden.
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INHALTSVERZEICHNIS
EINLEITUNG
KAPITEL A – DAS UNTERBEWUSSTSEIN nach Sigmund Freud
I. Die Entstehungsidee der Theorie.
II. Wie das Unterbewusstsein begründet wurde.
III. Aufbau der Theorie.
IV. Wie erfolgt die Methode der Diagnose – Indikationsstellung – Therapie?
V. Anwendung in der klinischen Praxis.
VI. Gegenwärtiger Stand.
VII. Zusammenfassende Übersicht über das UNTERBEWUSSTSEIN.
VIII. Quellen und Literatur.
KAPITEL B – DAS UNBEWUSSTE nach Carl Gustav Jung
I. Die Entstehungsidee der Theorie.
II. Wie das Unbewusste begründet wurde.
III. Aufbau der Theorie.
IV. Wie erfolgt die Methode der Diagnose – Indikationsstellung – Therapie?
V. Anwendung in der klinischen Praxis.
VI. Gegenwärtiger Stand.
VII. Zusammenfassende Übersicht über das UNBEWUSSTE.
VIII. Quellen und Literatur.
KAPITEL C – DAS NICHT-SELBST (Anatta) im Buddhismus
I. Die Entstehungsidee der Lehre.
II. Wie das Nicht-Selbst begründet wurde.
III. Aufbau der Lehre.
IV. Wie erfolgt die Methode der Diagnose – Indikationsstellung – Therapie?
V. Anwendung in der klinischen Praxis.
VI. Gegenwärtiger Stand.
VII. Zusammenfassende Übersicht über das NICHT-SELBST (anattā).
VIII. Quellen und Literatur.
KAPITEL D – Die Eigenständigkeit der TÁC-Ý-KUNDE der P.E.R.G.® nach NGOs auf der Grundlage der 4-SÄULEN, 3-DIAGNOSEN und 4-MEDIZINEN
I. Allgemeiner Überblick.
II. Die 4-SÄULEN.
III. Die 3-DIAGNOSEN.
IV. Die 4-Y.
KAPITEL E
Vergleichstabelle der Theorie des UNTERBEWUSSTSEINS nach Sigmund Freud – des UNBEWUSSTEN nach Carl Gustav Jung – des NICHT-SELBST (Anattā) im Buddhismus auf der Grundlage der 4-SÄULEN, der 3-DIAGNOSEN und der 4-Y der TÁC-Ý-Kunde P.E.R.G.® nach NGOs
I. Wissenschaftliche Einordnung nach den 4-SÄULEN: Inhalte des Vergleichs.
II. Wissenschaftliche Einordnung nach den 4-SÄULEN: Grundlegende Fragestellungen.
III. Vergleich nach den 3-DIAGNOSEN.
1. Diagnose: Wonach wird diagnostisch gesucht?
2. Indikationsstellung: Welche Ursache wird bestimmt?
3. Diagnose – Indikationsstellung – Therapie
IV. Vergleich nach den 4-Y.
1. Y-LÝ: Grundlegende Fragestellungen.
2. Y-HỌC: Diagnose – Indikationsstellung – Therapie
3. Y-THUẬT: Medizinische Technik.
4. Y-HÀNH: Führt der Patient die Schritte selbst aus oder erfolgt die Einwirkung von außen?
V. Grundlegende Fragestellungen nach dem Wechselwirkungsprinzip des INPUT–OUTPUT-Prinzips gemäß der Wirk-Ordnung.
VI. Abschließende zusammenfassende Übersicht.
KAPITEL F
SCHLUSSFOLGERUNG DES GRUNDLAGEN-GUTACHTENS
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KAPITEL A – DAS UNTERBEWUSSTSEIN nach Sigmund Freud
I. Die Entstehungsidee der Theorie
Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts begegneten zahlreiche klinisch tätige Ärzte im Zuge der Entwicklung der europäischen Medizin und Psychiatrie Patienten, bei denen Symptome wie Lähmungen der Arme oder Beine, Gefühlsverlust, Bewegungsstörungen, Schmerzen, Angst oder viele andere auffällige Erscheinungen auftraten, ohne dass entsprechende organische Schädigungen nachgewiesen werden konnten. Diese Situation stellte die damalige Medizin vor eine grundlegende Frage.
Wenn der Körper keine eindeutig nachweisbare Schädigung aufweist, wodurch entstehen dann die Symptome, die der Patient tatsächlich erlebt?
Während der Behandlung und Beobachtung seiner Patienten stellte Sigmund Freud fest, dass viele psychische Erscheinungen und körperliche Symptome nicht zufällig auftreten. Sie stehen häufig in Zusammenhang mit Erinnerungen, Gefühlen, Konflikten oder Erfahrungen, an die sich der Patient nicht mehr erinnert oder derer er sich im täglichen Leben nicht mehr bewusst ist.
Aus diesen Beobachtungen entwickelte Freud eine neue Hypothese:
Das psychische Leben des Menschen besteht nicht nur aus dem Teil, der dem Bewusstsein zugänglich ist, sondern es existiert darüber hinaus ein weiterer Bereich außerhalb der unmittelbaren bewussten Wahrnehmung, der den Menschen dennoch weiterhin beeinflusst.
Diese Idee wurde zur Grundlage seines gesamten Forschungsweges. Anstatt sich ausschließlich mit den unmittelbar sichtbaren Erscheinungen zu befassen, richtete Freud seine Aufmerksamkeit auf psychische Vorgänge, die dem Bewusstsein nicht unmittelbar zugänglich sind, jedoch mit den Gedanken, Gefühlen, Verhaltensweisen und den Symptomen des Patienten in Zusammenhang stehen können. Aus diesem Forschungsansatz entwickelte sich schrittweise die Theorie des Unterbewusstseins.
II. Wie das Unterbewusstsein begründet wurde
Die Theorie des Unterbewusstseins von Sigmund Freud entstand aus langjähriger klinischer Beobachtung, Behandlung und Gesprächen mit Patienten. Freud stellte fest, dass es Erinnerungen, Gefühle und Konflikte gibt, an die sich der Patient nicht mehr bewusst erinnert, die jedoch durch geeignete Methoden allmählich wieder hervortreten können. Dieses Wiederauftreten ging häufig mit bestimmten Veränderungen des psychischen Zustandes oder der Symptome des Patienten einher. Aus diesen sich wiederholenden Erscheinungen schloss Freud, dass scheinbar verlorene Erfahrungen weiterhin bestehen und das gegenwärtige Leben des Menschen beeinflussen.
Zur Untersuchung seiner Hypothese verwendete Freud verschiedene Methoden, darunter die freie Assoziation, die Traumdeutung, die Untersuchung unbeabsichtigter Äußerungen und Handlungen sowie den Vergleich psychischer Konflikte mit den klinischen Erscheinungen seiner Patienten. Auf der Grundlage der dabei gewonnenen Erkenntnisse entwickelte er schrittweise die Theorie des Unterbewusstseins.
Darauf aufbauend entwarf Freud ein Modell des psychischen Lebens, das aus drei Bereichen besteht: dem Bewusstsein, dem Vorbewusstsein und dem Unterbewusstsein.
Nach diesem Modell ist das Unterbewusstsein der Bereich, in dem Erinnerungen, Wünsche, Konflikte und verdrängte Inhalte gespeichert sind, die weiterhin Gefühle, Gedanken und das Verhalten des Menschen beeinflussen. Dieses Modell wurde zur Grundlage der Psychoanalyse und übte während des gesamten 20. Jahrhunderts einen weitreichenden Einfluss auf die Psychologie und die Psychotherapie aus.
III. Aufbau der Theorie
Im weiteren Verlauf seiner Untersuchungen über das psychische Leben des Menschen entwickelte Sigmund Freud seine Theorie des Unterbewusstseins schrittweise weiter. Parallel zur Erweiterung seiner klinischen Beobachtungen und seiner therapeutischen Erfahrungen entwickelte er zwei Modelle zur Erklärung der Funktionsweise des psychischen Lebens. Diese beiden Modelle widersprechen sich nicht, sondern ergänzen sich aus zwei unterschiedlichen Betrachtungsperspektiven.
1. Das erste Modell ist das topographische Modell
Nach diesem Modell gliederte Freud das psychische Leben in drei Bereiche: das Bewusstsein, das Vorbewusstsein und das Unterbewusstsein.
. Das Bewusstsein ist der Bereich, dessen sich der Mensch in jedem Augenblick unmittelbar bewusst ist.
. Das Vorbewusstsein umfasst Inhalte, die sich gegenwärtig nicht im Bewusstsein befinden, jedoch bei Bedarf erinnert werden können.
. Das Unterbewusstsein ist der Bereich, in dem Erinnerungen, Gefühle, Wünsche und verdrängte Konflikte gespeichert sind, die weiterhin Gedanken, Gefühle und das Verhalten des Menschen beeinflussen.
2. Im weiteren Verlauf seiner Forschungen erkannte Freud, dass das topographische Modell nicht ausreichte, um sämtliche in der klinischen Praxis beobachteten Phänomene zu erklären. Deshalb entwickelte er das Strukturmodell, in dem das psychische Leben anhand von drei funktionellen Instanzen erklärt wird: dem Es (Id), dem Ich (Ego) und dem Über-Ich (Superego).
. Das Es (Id) repräsentiert die ursprünglichen Triebe und Bedürfnisse.
. Das Ich (Ego) übernimmt die Aufgabe, zwischen den Bedürfnissen der Triebe und den Anforderungen der Realität zu vermitteln.
. Das Über-Ich (Superego) spiegelt die moralischen Normen, Werte und Ideale wider, die der Mensch im Verlauf seiner Entwicklung übernimmt.
Diese beiden Modelle ersetzen einander nicht, sondern werden parallel verwendet, um das psychische Leben aus zwei unterschiedlichen Perspektiven zu erklären. Das topographische Modell erklärt, auf welcher Ebene des Bewusstseins sich ein psychischer Inhalt befindet, während das Strukturmodell erklärt, welche funktionellen Instanzen an der Funktionsweise des psychischen Apparates beteiligt sind. Die Verbindung dieser beiden Modelle bildet die theoretische Grundlage der Theorie des Unterbewusstseins und wurde zur Basis für die weitere Entwicklung der Psychoanalyse in den nachfolgenden Phasen.
IV. Methode der Diagnose – Indikationsstellung – Therapie nach der Theorie des Unterbewusstseins
Auf der Grundlage der Theorie des Unterbewusstseins vertrat Sigmund Freud die Auffassung, dass psychische Symptome nicht nur Erscheinungen sind, die sich in der Gegenwart zeigen, sondern auch Ausdruck psychischer Konflikte sein können, die bereits früher entstanden sind und im Unterbewusstsein weiterhin wirksam bleiben. Daher richtet sich das Ziel der Psychoanalyse nicht nur auf die Verminderung der Symptome, sondern auch auf die Erforschung jener psychischen Prozesse, die zur Entstehung dieser Symptome beigetragen haben.
Im Prozess der Diagnose und Bestimmung sammelte Freud Daten, indem er den Patienten über ihr Leben, ihre Erfahrungen in der Vergangenheit, ihre zwischenmenschlichen Beziehungen, ihre Gefühle, ihre Träume sowie ihre Gedanken sprechen ließ, die während der Therapie auftraten. Nach seiner Auffassung können Äußerungen, Erinnerungen, Gefühle oder auch vermiedene Inhalte Daten liefern, die das Erkennen der Aktivität des Unterbewusstseins ermöglichen.
Um Zugang zu diesen Inhalten zu erhalten, entwickelte Freud mehrere charakteristische Methoden wie die Freie Assoziation, die Traumanalyse sowie die Beobachtung der Phänomene der Übertragung und des Widerstands innerhalb der therapeutischen Beziehung. Diese Methoden wurden eingesetzt, um psychische Konflikte und jene Inhalte zu erkennen, die im Unterbewusstsein verdrängt worden waren.
Auf der Grundlage der gewonnenen Daten führte Freud die Interpretation (Interpretation) durch, um dem Patienten schrittweise zu helfen, den Zusammenhang zwischen seinen Erfahrungen der Vergangenheit und seinen gegenwärtigen Gedanken, Gefühlen, Verhaltensweisen sowie den aktuell auftretenden Symptomen zu erkennen.
Nach Freuds Auffassung können psychische Konflikte allmählich gelöst werden, wenn verdrängte Inhalte in den Bereich des bewussten Erkennens gelangen und im Verlauf der Therapie bearbeitet werden. Dadurch besteht auch die Möglichkeit, dass sich die Symptome verändern.
Die gesamte Methode der Diagnose – Indikationsstellung – Therapie Freuds beruht auf der Annahme, dass viele psychische Störungen ihren Ursprung in Konflikten haben, die im Unterbewusstsein weiterhin wirksam sind. Daher besteht der Schwerpunkt der Psychoanalyse darin, dem Patienten schrittweise zu helfen, diese psychischen Prozesse zu erkennen, zu verstehen und durch den Prozess der Analyse und Therapie zu bearbeiten.
V. Anwendung in der klinischen Praxis
Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Theorie des Unterbewusstseins von Sigmund Freud durch die Methode der Psychoanalyse in die klinische Praxis eingeführt. Anfangs wurde diese Methode hauptsächlich bei psychischen Störungen und bei Symptomen angewendet, für die keine eindeutig nachweisbaren organischen Schädigungen gefunden werden konnten. Später wurde ihr Anwendungsbereich schrittweise auf zahlreiche weitere Gruppen psychischer und psychiatrischer Störungen ausgeweitet.
In der klinischen Praxis richtet der Therapeut seine Aufmerksamkeit nicht nur auf die gegenwärtig auftretenden Symptome, sondern untersucht auch den Entwicklungsverlauf des Patienten, einschließlich seiner Kindheitserfahrungen, seiner zwischenmenschlichen Beziehungen, seiner Lebensereignisse und seiner psychischen Konflikte. Nach der Theorie des Unterbewusstseins können diese Erfahrungen das gegenwärtige Leben weiterhin beeinflussen, obwohl sie dem Bewusstsein nicht mehr unmittelbar zugänglich sind.
Die Therapie erfolgt in der Regel über zahlreiche Sitzungen zwischen dem Therapeuten und Patient. Dabei werden Methoden wie die Freie Assoziation, die Traumanalyse sowie die Beobachtung von Übertragung und Widerstand eingesetzt, um jene psychischen Prozesse zu erkennen, die als mit dem Unterbewusstsein verbunden angesehen werden und den therapeutischen Prozess zu unterstützen.
Neben ihrer Anwendung in der Behandlung wurde die Theorie des Unterbewusstseins im gesamten 20. Jahrhundert zu einer der wichtigen Grundlagen der Psychologie und Psychotherapie. Zahlreiche von Freud entwickelte Begriffe wurden in den später entstandenen Schulen der Psychoanalyse und Psychotherapie weiter erforscht, gelehrt und weiterentwickelt.
Heute wird die klassische Psychoanalyse nicht mehr in demselben Umfang angewendet wie in ihrer Anfangszeit. Auf der akademischen Grundlage Freuds haben sich jedoch zahlreiche neue Ansätze entwickelt, darunter die Ich-Psychologie, die Objektbeziehungstheorie, die Selbstpsychologie sowie die Psychodynamische Psychotherapie. Trotz ihrer Unterschiede übernehmen diese Ansätze die Auffassung, dass psychische Prozesse außerhalb des Bewusstseins einen wesentlichen Einfluss auf Gefühle, Verhalten und das psychische Leben des Menschen ausüben.
Nach mehr als einem Jahrhundert ihrer Entwicklung nimmt die Theorie des Unterbewusstseins weiterhin die Stellung einer der einflussreichsten Grundlagen in der Geschichte der modernen Psychologie und Psychotherapie ein und bildet zugleich die Grundlage dafür, dass zahlreiche Schulen neue therapeutische Modelle weiter erforschen und entwickeln.
VI. Gegenwärtiger Stand
Mehr als ein Jahrhundert nach der Veröffentlichung der Theorie des Unterbewusstseins durch Sigmund Freud gilt die Psychoanalyse weiterhin als eine der bedeutenden Grundlagen der modernen Psychologie und Psychotherapie. Obwohl viele der ursprünglichen Hypothesen Freuds im Verlauf der wissenschaftlichen Entwicklung ergänzt, verändert oder kontrovers diskutiert wurden, werden Begriffe wie das Unterbewusstsein, Abwehrmechanismen, Übertragung und Widerstand weiterhin in zahlreichen Ausbildungsprogrammen der Psychologie und Psychotherapie weltweit erforscht und gelehrt.
In der heutigen klinischen Praxis wird die klassische Psychoanalyse mit mehrjährigen Behandlungsverläufen nicht mehr so häufig angewendet wie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Stattdessen wurden auf der Grundlage der Gedanken Freuds zahlreiche neue Ansätze entwickelt, insbesondere die Psychodynamische Psychotherapie, deren Behandlungsdauer kürzer ist und die an die Bedingungen der modernen klinischen Praxis angepasst wurde. In vielen europäischen Ländern wie Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in den Vereinigten Staaten und Argentinien sind Ausbildungsprogramme und psychoanalytische Fachgesellschaften weiterhin aktiv. Gleichzeitig werden bestimmte Formen der psychodynamischen Psychotherapie in das Gesundheitssystem einbezogen und bei entsprechenden Indikationen von den Krankenversicherungen übernommen.
Nach internationalen wissenschaftlichen Datenbanken nimmt die Zahl der Forschungsarbeiten über Freud, die Psychoanalyse und die psychodynamischen Therapien von Jahr zu Jahr weiter zu.
Bis heute besteht innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft keine vollständige Übereinstimmung darüber, ob das Unterbewusstsein nach der ursprünglichen Definition Freuds unmittelbar überprüfbar ist. Viele Inhalte seiner Theorie werden gegenwärtig vor allem als theoretische Konzepte der Psychologie und der klinischen Praxis verstanden und weniger als ein Modell, das durch die experimentelle Wissenschaft vollständig bestätigt worden ist.
Darüber hinaus wurden zahlreiche Systematische Übersichten und Meta-Analysen veröffentlicht, um die Wirksamkeit dieser Therapieformen bei einzelnen Gruppen psychischer und psychiatrischer Störungen zu bewerten. Die Ergebnisse zeigen, dass die therapeutische Wirksamkeit zwischen den verschiedenen Krankheitsgruppen unterschiedlich ausfällt. Gleichzeitig wird die Notwendigkeit betont, geeignete Indikationen auszuwählen und die Behandlung mit anderen Verfahren zu kombinieren, die auf der gegenwärtigen wissenschaftlichen Evidenz beruhen.
Aus wissenschaftlicher Sicht wird Sigmund Freud von den meisten Universitäten und Ausbildungsprogrammen der Psychologie weiterhin als Begründer der modernen Psychoanalyse angesehen. Obwohl viele seiner Auffassungen durch neue Erkenntnisse der Neurowissenschaften und der experimentellen Psychologie weiterhin diskutiert und überprüft werden, wird der Einfluss der Theorie des Unterbewusstseins auf die Entstehung und Entwicklung der psychologischen und psychotherapeutischen Schulen während der vergangenen mehr als hundert Jahre allgemein anerkannt.
VII. Zusammenfassende Übersicht über das UNTERBEWUSSTSEIN
| Inhalt | Zusammenfassung |
| Begründer | Sigmund Freud (1856–1939) |
| Entstehungszeit | Ende des 19. Jahrhunderts – Anfang des 20. Jahrhunderts |
| Wissenschaftliche Grundlage | Psychoanalyse |
| Zentraler Begriff | Unterbewusstsein |
| Erstes Modell | Bewusstsein – Vorbewusstsein – Unterbewusstsein |
| Forschungsfrage | Nach der Theorie des Unterbewusstseins: WAS ist das gegenwärtig fortlaufend wirkende Subjekt, das das Bewusstsein, das Vorbewusstsein und das Unterbewusstsein steuert? |
| Zweites Modell | Es (Id) – Ich (Ego) – Über-Ich (Superego) |
| Forschungsfrage | Nach der Theorie des Unterbewusstseins: WAS ist das gegenwärtig fortlaufend wirkende Subjekt, das das Es (Id), das Ich (Ego) und das Über-Ich steuert? |
| Auffassung über die Ursache | Konflikte und verdrängte Inhalte im Unterbewusstsein |
| Methode der Diagnose und Bestimmung | Anamnese – Freie Assoziation – Traumanalyse – Übertragung – Widerstand |
| Behandlungsmethode | Psychoanalyse – Deutung – Erkennen unbewusster Konflikte |
| Anwendungsbereiche | Psychotherapie – Psychiatrie – Psychologie – Pädagogik – Sozialwissenschaften |
| Wissenschaftlicher Einfluss | Grundlage zahlreicher Schulen der Psychologie und Psychotherapie |
| Gegenwärtiger Stand | Weiterhin erforscht – gelehrt – weiterentwickelt – wissenschaftlich diskutiert |
VIII. Quellen und Literatur
. Freud, S. (1895). Studies on Hysteria. (cùng Josef Breuer).
. Freud, S. (1900). The Interpretation of Dreams.
. Freud, S. (1901). The Psychopathology of Everyday Life.
. Freud, S. (1905). Three Essays on the Theory of Sexuality.
. Freud, S. (1915). The Unconscious.
. Freud, S. (1916–1917). Introductory Lectures on Psychoanalysis.
. Freud, S. (1920). Beyond the Pleasure Principle.
. Freud, S. (1923). The Ego and the Id.
. Freud, S. (1933). New Introductory Lectures on Psychoanalysis.
. Laplanche, J., & Pontalis, J.-B. (1973). The Languag of Psycho-Analysis.
. Gay, P. (1988). Freud: A Life for Our Time.
. Ellenberger, H. F. (1970). The Discovery of the Unconscious.
. American Psychiatric Association.
. World Psychiatric Association.
. Oxford Handbook of Psychodynamic Psychotherapy.
. DSM-5-TR (American Psychiatric Association).
. ICD-11 (WHO).
KAPITEL B – DAS UNBEWUSSTE nach Carl Gustav Jung
I. Die Entstehungsidee der Theorie
Carl Gustav Jung (1875–1961), Schweizer Psychiater, war zunächst Schüler und Mitarbeiter von Sigmund Freud. Im Verlauf seiner Forschungen und seiner klinischen Praxis stellte Jung fest, dass zahlreiche psychische Phänomene nicht allein durch Freuds Theorie des persönlichen Unterbewusstseins vollständig erklärt werden konnten.
Darauf aufbauend entwickelte Jung die Theorie des Unbewussten weiter und erweiterte den Forschungsbereich von den Erfahrungen des einzelnen Menschen auf psychische Faktoren mit universellem Charakter für die gesamte Menschheit.
Er vertrat die Auffassung, dass unterhalb des Bewusstseins zwei Ebenen des Unbewussten bestehen: das persönliche Unbewusste und das kollektive Unbewusste. Beide Ebenen enthalten psychische Inhalte, die Gedanken, Gefühle und das Verhalten des Menschen beeinflussen können.
Ziel seiner Theorie war es, den Ursprung zahlreicher psychischer Phänomene, Träume, Symbole, Mythen, Religionen sowie den Prozess der Persönlichkeitsentwicklung zu erklären.
II. Wie das Unbewusste begründet wurde
Jung entwickelte seine Theorie des Unbewussten auf der Grundlage langjähriger klinischer Beobachtungen sowie der Analyse von Träumen, der Erforschung von Symbolen, Mythen, Religionen, Kulturen und antiken Zivilisationen.
Er stellte fest, dass zahlreiche Bilder, Symbole und psychische Muster bei verschiedenen Individuen, Völkern und Kulturen wiederholt auftreten, obwohl zwischen ihnen keine unmittelbare Verbindung besteht.
Aus diesen Beobachtungen leitete Jung die Existenz des kollektiven Unbewussten ab – einer gemeinsamen psychischen Ebene der gesamten Menschheit, welche die Archetypen wie die Mutter, den Vater, den Helden, den Schatten, Anima, Animus und das Selbst enthält.
Nach Jung bewahrt das Unbewusste nicht nur vergessene oder verdrängte Erfahrungen des einzelnen Menschen auf, sondern bildet zugleich eine universelle psychische Grundlage, welche die Entstehung und Entwicklung der Persönlichkeit beeinflußt.
III. Aufbau der Theorie
Nach Carl Gustav Jung setzt sich die menschliche Psyche aus zwei großen Ebenen zusammen: dem Bewusstsein und dem Unbewussten.
1. Das Bewusstsein
Es ist der Bereich der Psyche, dessen sich der Mensch im täglichen Leben unmittelbar bewusst ist. Dazu gehören Gedanken, Gefühle, Wahrnehmungen, Wille und das Bewusstsein der eigenen Person. Das Zentrum des Bewusstseins ist das Ich (Ego).
2. Das persönliche Unbewusste
Es ist die Ebene des Unbewussten, welche vergessene Erinnerungen, verdrängte Erfahrungen oder Inhalte enthält, die sich nicht mehr im Bewusstsein befinden, jedoch weiterhin bestehen und das psychische Leben jedes einzelnen Menschen beeinflussen können.
3. Das kollektive Unbewusste
Es ist die tiefere Ebene des Unbewussten, die nach Jung allen Menschen gemeinsam ist. Das kollektive Unbewusste entsteht nicht aus den individuellen Erfahrungen des Einzelnen, sondern enthält universelle psychische Muster, die als Archetypen bezeichnet werden.
4. Die Archetypen
Nach Jung sind Archetypen universelle psychische Grundmuster, die im kollektiven Unbewussten vorhanden sind.
Einige bedeutende Archetypen sind:
. Persona (Maske)
. Shadow (Schatten)
. Anima
. Animus
. Self (Selbst)
Jung vertrat die Auffassung, dass sich die Archetypen in Träumen, Symbolen, Mythen, Religionen, Kunst und zahlreichen weiteren kulturellen Erscheinungen ausdrücken.
IV. Wie erfolgt die Methode der Diagnose – Indikationsstellung – Therapie?
Jung begegnete dem Patienten, indem er dessen gesamtes psychisches Leben untersuchte, wobei er Träumen, Symbolen, Vorstellungen, Gefühlen und persönlichen Erfahrungen besondere Aufmerksamkeit schenkte.
Im Prozess der Diagnose und Bestimmung untersuchte Jung die Beziehung zwischen dem Bewusstsein, dem persönlichen Unbewussten und dem kollektiven Unbewussten, um psychische Konflikte, die aktuell wirksamen Archetypen sowie den Prozess der Persönlichkeitsentwicklung des Patienten zu erkennen.
Die therapeutische Methode Jungs zielt darauf ab, dem Patienten zu helfen, die Inhalte des Unbewussten zu erkennen und in das Bewusstsein zu integrieren sowie den Prozess der Individuation (Individuation) zu fördern, damit sich eine harmonischere und vollständigere Persönlichkeit entwickeln kann.
V. Anwendung in der klinischen Praxis
Die Theorie des Unbewussten nach Jung wird in der Analytischen Psychologie angewendet, insbesondere bei Persönlichkeitskrisen, Angststörungen, Depressionen, psychischen Traumata, Anpassungsstörungen sowie Problemen im Zusammenhang mit dem Sinn des Lebens.
Neben der psychotherapeutischen Anwendung findet Jungs Theorie auch Verwendung in der Traumforschung, der Symbolforschung, der Mythologie, der Religionswissenschaft, der Pädagogik, der Kunst, der Literatur sowie in zahlreichen weiteren geisteswissenschaftlichen Bereichen.
VI. Gegenwärtiger Stand
Mehr als ein Jahrhundert nach ihrer Entwicklung durch Carl Gustav Jung nimmt die Theorie des Unbewussten weiterhin einen bedeutenden Platz in der Geschichte der Psychologie und Psychotherapie ein.
Die Analytische Psychologie nach Jung wird heute weiterhin an zahlreichen Universitäten, Forschungsinstituten und psychotherapeutischen Zentren weltweit gelehrt, erforscht und angewendet.
Viele Begriffe Jungs wie das kollektive Unbewusste, die Archetypen, die Individuation, Persona, Shadow, Anima, Animus und Self werden weiterhin in den Bereichen Psychologie, Psychotherapie, Pädagogik, Religionswissenschaft, Kunst, Literatur, Mythologie und Kulturforschung verwendet.
Obwohl die empirische Grundlage einiger Begriffe der Theorie Jungs weiterhin Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen ist, wird sein Einfluss auf die Entwicklung der modernen Psychologie allgemein anerkannt.
VII. Zusammenfassende Übersicht über das UNBEWUSSTE
| Inhalt | Theorie des Unbewussten nach Carl Gustav Jung |
| Begründer | Carl Gustav Jung (1875–1961) |
| Entstehungszeit | Anfang des 20. Jahrhunderts |
| Wissenschaftliche Grundlage | Analytische Psychologie |
| Zentrales Konzept | Das Unbewusste |
| Aufbau der Theorie | Bewusstsein – Persönliches Unbewusstes – Kollektives Unbewusstes |
| Forschungsfrage | Nach der Theorie des Unbewussten: WAS ist das gegenwärtig fortlaufend wirkende Subjekt, das das Bewusstsein, das persönliche Unbewusste und das kollektive Unbewusste steuert? |
| Charakteristische Bestandteile | Die Archetypen |
| Forschungsfrage | Nach der Theorie des Unbewussten: WAS ist das gegenwärtig fortlaufend wirkende Subjekt, das die Archetypen steuert? |
| Methode der Diagnose – Bestimmung – Behandlung | Traumanalyse, Symbolanalyse, Imagination, Archetypen sowie der Prozess der Individuation |
| Anwendungsbereiche | Psychotherapie, Pädagogik, Religionswissenschaft, Kunst, Literatur, Mythologie und Kulturwissenschaft |
| Gegenwärtiger Stand | Wird weiterhin erforscht, gelehrt und in zahlreichen Bereichen der Psychologie und der Geisteswissenschaften angewendet. |
VIII. Quellen und Literatur
1. Jung, C. G. (1912/1952). Symbols of Transformation. Princeton University Press.
2. Jung, C. G. (1921). Psychological Types. Princeton University Press.
3. Jung, C. G. (1933). Modern Man in Search of a Soul. Harcourt, Brace & World.
4. Jung, C. G. (1953–1979). The Collected Works of C. G. Jung (20 Bände). Herausgegeben von Herbert Read, Michael Fordham, Gerhard Adler & William McGuire. Princeton University Press.
5. Jung, C. G. (1959). The Archetypes and the Collective Unconscious. (Collected Works, Band 9, Teil I). Princeton University Press.
6. Jung, C. G. (1964). Man and His Symbols. Aldus Books.
7. Jung, C. G. (1961). Memories, Dreams, Reflections. Aufgezeichnet und herausgegeben von Aniela Jaffé. Vintage Books.
8. Samuels, A., Shorter, B., & Plaut, F. (1986). A Critical Dictionary of Jungian Analysis. Routledge.
9. Stevens, A. (1994). Jung: A Very Short Introduction. Oxford University Press.
10. Stein, M. (1998). Jung’s Map of the Soul: An Introduction. Open Court Publishing.
11. American Psychological Association (APA). Dokumente und Forschungsarbeiten zur Geschichte und Entwicklung der Analytischen Psychologie (Analytical Psychology).
12. Forschungsarbeiten, Lehrbücher und wissenschaftliche Publikationen über Carl Gustav Jung und die Analytische Psychologie, veröffentlicht von Universitäten, Forschungsinstituten und wissenschaftlichen Verlagen.
KAPITEL C –NICHT-SELBST (anattā) nach dem Buddhismus
I. Die Entstehungsidee der Lehre
Die Lehre vom Nicht-Selbst (Anattā, Anātman) ist eines der drei grundlegenden Merkmale der buddhistischen Lehre, zusammen mit der Vergänglichkeit (Anicca) und dem Leiden (Dukkha).
Nach der buddhistischen Überlieferung erkannte der Buddha Śākyamuni nach seiner Erleuchtung unter dem Bodhi-Baum unmittelbar das Wesen aller Daseinsphänomene und lehrte, dass kein dauerhaftes, unabhängiges und unveränderliches „Ich“ oder „Selbst“ existiert.
Aus dieser Erkenntnis wurde die Lehre vom Nicht-Selbst als Grundlage des gesamten buddhistischen Lehrsystems begründet. Ihr Ziel ist es, den Menschen das wahre Wesen von Körper und Geist erkennen zu lassen, dadurch das Festhalten am Ich zu beenden und den Weg zur Befreiung zu eröffnen.
II. Wie wurde das NICHT-SELBST begründet?
Nach dem Buddhismus wurde das Nicht-Selbst weder durch philosophische Hypothesen noch durch metaphysische Spekulationen begründet, sondern auf der Grundlage der unmittelbaren Beobachtung und direkten Erkenntnis des Wesens aller Daseinsphänomene.
Der Buddha lehrte, dass das, was der Mensch als „Ich“ oder „Selbst“ bezeichnet, in Wirklichkeit lediglich die Verbindung der fünf Daseinsgruppen (Pañcakkhandha) ist, nämlich:
. Form (Rūpa)
. Gefühl (Vedanā)
. Wahrnehmung (Saññā)
. Geistesformationen (Saṅkhāra)
. Bewusstsein (Viññāṇa)
Diese fünf Daseinsgruppen entstehen, vergehen und verändern sich fortwährend. Keine von ihnen besitzt nach dem Prinzip von „Ursache – Bedingung – Entstehen“ eine dauerhafte, unabhängige oder unveränderliche Existenz, die als ein „Selbst“ bezeichnet werden könnte.
Aus dieser Beobachtung begründet der Buddhismus das Prinzip des Nicht-Selbst als eine Eigenschaft aller Daseinsphänomene und legt zugleich die Grundlage für den Übungsweg, der in den Vier Edlen Wahrheiten (Leiden – Ursache des Leidens – Aufhebung des Leidens – Weg) dargelegt wird, um das Leiden zu beenden und die Befreiung zu erlangen.
III. Aufbau der Lehre
Die Lehre vom Nicht-Selbst des Buddhismus beruht auf mehreren eng miteinander verbundenen Lehrinhalten, die zusammen ein vollständiges System zur Erklärung des Wesens des Menschen und aller Erscheinungen bilden.
Die wesentlichen Bestandteile der Lehre sind:
. Nicht-Selbst (Anattā / Anātman):
Es existiert in keinem Daseinsphänomen ein dauerhaftes, unabhängiges und unveränderliches Selbst.
. Fünf Daseinsgruppen (Pañcakkhandha):
Form, Gefühl, Wahrnehmung, Geistesformationen und Bewusstsein sind die fünf Gruppen von Erscheinungen, aus denen das besteht, was als „Mensch“ bezeichnet wird.
. Vergänglichkeit (Anicca):
Alle Daseinsphänomene entstehen, vergehen und verändern sich unaufhörlich.
. Leiden (Dukkha):
Das Anhaften an Körper, Geist und allen Daseinsphänomenen führt zu Leiden.
. Bedingtes Entstehen (Paṭiccasamuppāda):
Alle Erscheinungen entstehen durch das Zusammenwirken zahlreicher Ursachen und Bedingungen; keine Existenz besteht unabhängig für sich allein.
. Karma (Kamma/Karma):
Körper, Sprache und Geist schaffen Karma und führen zu den entsprechenden Folgen.
. Wiedergeburtenkreislauf (Saṃsāra):
Der fortlaufende Strom von Entstehen und Vergehen wird durch Unwissenheit, Begehren, Anhaften und Karma aufrechterhalten.
. Befreiung (Nibbāna/Nirvāṇa):
Die Beendigung von Unwissenheit, Begehren und Ich-Anhaftung führt zum Zustand des Nirvāṇa, der nicht mehr von Geburt, Tod und Leiden bestimmt wird.
IV. Wie erfolgt die Methode der Diagnose – Indikationsstellung – Therapie?
Nach dem Buddhismus besteht das Ziel der spirituellen Übung nicht darin, Symptome des Körpers oder des Geistes im medizinischen Sinne zu behandeln, sondern das wahre Wesen aller Daseinsphänomene zu erkennen, um das Leiden zu beenden.
1. Diagnose
Der Buddhismus bestimmt die Ursache des Leidens als in der Unwissenheit (Avijjā), dem Begehren (Taṇhā) und der Ich-Anhaftung (Attavāda) begründet.
Die Beobachtung erfolgt unmittelbar am gegenwärtig vorhandenen Körper und Geist durch:
. Form (Rūpa)
. Gefühl (Vedanā)
. Wahrnehmung (Saññā)
. Geistesformationen (Saṅkhāra)
. Bewusstsein (Viññāṇa)
Dadurch werden Entstehen und Vergehen, Vergänglichkeit und Nicht-Selbst aller Daseinsphänomene erkannt.
2. Indikationsstellung
Nachdem die Ursache des Leidens erkannt wurde, richtet der Übende den Weg der Transformation durch Rechte Anschauung und Rechtes Denken aus und erkennt klar:
. Es gibt kein dauerhaftes Selbst.
. Alle Daseinsphänomene entstehen aufgrund von Ursachen und Bedingungen.
. Alle Daseinsphänomene sind vergänglich und befinden sich in ständigem Wandel.
3. Therapie
Der Weg der Transformation wird durch die Ausübung der buddhistischen Lehre verwirklicht, insbesondere durch den Edlen Achtfachen Pfad, um Unwissenheit, Begehren und Ich-Anhaftung schrittweise zu überwinden.
Dieser Prozess umfasst:
. Die Wahrung der sittlichen Disziplin (Sīla).
. Die Entwicklung der Sammlung des Geistes (Samādhi).
. Die Entfaltung der Weisheit (Paññā).
Wenn sich die Weisheit, welche Vergänglichkeit, Leiden und Nicht-Selbst der Wirklichkeit entsprechend erkennt, vollständig entwickelt, wird die Ich-Anhaftung allmählich überwunden, das Leiden endet und der Weg zum Nirvāṇa (Nibbāna) eröffnet.
V. Anwendung in der klinischen Praxis
Obwohl die Lehre vom Nicht-Selbst nicht als Methode der medizinischen Behandlung oder Psychotherapie entwickelt wurde, sind zahlreiche Grundprinzipien des Buddhismus im Bereich der körperlichen Gesundheitsversorgung, der psychischen Gesundheit und der Palliativversorgung erforscht und angewendet worden.
Einige Anwendungsbereiche umfassen:
. Unterstützung beim Stressabbau
. Unterstützung bei der Regulation von Angststörungen
. Unterstützung bei der Behandlung von Depressionen
. Unterstützung von Menschen mit chronischen Schmerzen
. Unterstützung von Menschen mit unheilbaren Erkrankungen und in der Palliativversorgung
. Unterstützung bei der Verbesserung der Anpassungsfähigkeit an Krankheiten und belastende Lebensereignisse.
In der heutigen klinischen Praxis erfolgt die Anwendung buddhistischer Grundprinzipien häufig im Rahmen psychologischer Interventionsprogramme, der spirituellen Begleitung oder unterstützender Verfahren, die auf Achtsamkeit, Mitgefühl und der Entwicklung von Weisheit beruhen.
Ziel dieser Anwendungen ist es nicht, die Lehre vom Nicht-Selbst zu beweisen oder zu ersetzen, sondern ausgewählte Grundprinzipien des Buddhismus zu nutzen, um zur Förderung der psychischen Gesundheit, zur Verbesserung der Lebensqualität und zur besseren Anpassung des Patienten an Krankheit und Leiden beizutragen.
VI. Gegenwärtiger Stand
Nach mehr als 2.500 Jahren ihrer Entstehung und Entwicklung bleibt die Lehre vom Nicht-Selbst eine der grundlegenden geistigen Grundlagen des Buddhismus und wird in nahezu allen buddhistischen Traditionen der Welt bewahrt, darunter im Theravāda-Buddhismus, Mahāyāna-Buddhismus und Vajrayāna-Buddhismus.
Heute wird die Lehre vom Nicht-Selbst nicht nur im Bereich der Buddhismusforschung untersucht, sondern findet auch in zahlreichen wissenschaftlichen Disziplinen Beachtung, darunter Philosophie, Psychologie, Kognitionswissenschaft, Neurowissenschaften und Verhaltensmedizin.
Zahlreiche Universitäten, Forschungsinstitute und Ausbildungseinrichtungen weltweit haben Inhalte zur buddhistischen Philosophie, zum Verständnis des Selbst sowie zu buddhistischen Anwendungsansätzen in ihre Forschungs- und Lehrprogramme aufgenommen.
Im Bereich der Gesundheitsversorgung wurden zahlreiche Grundprinzipien des Buddhismus genutzt, um Programme zur Förderung der psychischen Gesundheit, zur Stressbewältigung, zur Palliativversorgung und zur Verbesserung der Lebensqualität zu entwickeln.
Dennoch wird die Lehre vom Nicht-Selbst überwiegend als philosophisches System und als spiritueller Übungsweg verstanden. Bis heute wurde sie nicht zu einem standardisierten System der Diagnose – Bestimmung – Behandlung entwickelt, wie es in der modernen Medizin oder in den klinischen psychotherapeutischen Schulen besteht.
Die Erforschung und Anwendung der Lehre vom Nicht-Selbst in den modernen Wissenschaften wird weiterhin ausgeweitet, insbesondere in den Bereichen Erkenntnis, Bewusstsein, psychische Gesundheit sowie der Beziehung zwischen Körper und Geist.
Neben der wissenschaftlichen Forschung wurden zahlreiche Grundprinzipien des Buddhismus in psychologische Interventionsprogramme und Programme der Gesundheitsversorgung übertragen, die heute in vielen Krankenhäusern, Universitäten und therapeutischen Einrichtungen weltweit angewendet werden.
Einige repräsentative Verfahren sind:
. MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction): Ein auf Achtsamkeit basierendes Programm zur Stressreduktion, das 1979 von Jon Kabat-Zinn an der University of Massachusetts (USA) entwickelt wurde und heute breit zur Behandlung von Stress, chronischen Schmerzen sowie zahlreichen psychosomatischen Erkrankungen eingesetzt wird.
. MBCT (Mindfulness-Based Cognitive Therapy): Eine achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie, welche die Kognitive Verhaltenstherapie (CBT) mit Achtsamkeitspraxis verbindet, um Rückfälle bei Depressionen zu verhindern.
. DBT (Dialectical Behavior Therapy): Die von Marsha Linehan entwickelte Dialektisch-Behaviorale Therapie, in der die Achtsamkeitspraxis eine der vier Kernfertigkeiten zur Emotionsregulation und Verhaltensverbesserung bildet.
. ACT (Acceptance and Commitment Therapy): Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie, welche zahlreiche dem Buddhismus nahestehende Grundprinzipien nutzt, wie die Annahme gegenwärtiger Erfahrungen, die Beobachtung von Gedanken ohne Identifikation mit ihnen sowie das Leben entsprechend den selbst gewählten Werten.
. MSC (Mindful Self-Compassion): Ein Programm für Achtsamkeit und Selbstmitgefühl, das Achtsamkeit mit Mitgefühl verbindet, um Selbstkritik, Angst und psychische Erschöpfung zu verringern.
Obwohl die genannten Verfahren von zahlreichen Grundprinzipien des Buddhismus beeinflusst sind, wurden sie sämtlich nach den Modellen der Psychologie und der symptomorientierten Medizin standardisiert. Daher stellen sie weder eine unmittelbare Ausübung der buddhistischen Lehre noch der Lehre vom Nicht-Selbst dar, sondern klinische Interventionsmodelle, die auf einer wissenschaftlich-empirischen Grundlage entwickelt wurden.
VII. Zusammenfassende Übersicht über ANATTĀ (NICHT-SELBST)
| Inhalt | Lehre vom Nicht-Selbst |
| Begründer | Der Buddha (nach buddhistischer Überlieferung) |
| Entstehungszeit | Etwa 5. Jahrhundert v. Chr. |
| Wissenschaftliche Grundlage | Buddhistische Lehre |
| Zentrales Konzept | Nicht-Selbst (Anattā) |
| Forschungsfrage | WAS ist das gegenwärtig fortlaufend wirkende SUBJEKT, das erkennt und bestimmt, dass alle bedingten und unbedingten Daseinsphänomene „Nicht-Selbst“ sind? |
| Methode der Diagnose – Bestimmung – Behandlung | Übung auf dem buddhistischen Weg mit dem Ziel, die Ich-Anhaftung zu erkennen und schrittweise zu überwinden. |
| Anwendung | Studium, Ausübung des Buddhismus und buddhistische Forschung. |
| Gegenwärtiger Stand | Wird weiterhin erforscht, gelehrt und in zahlreichen buddhistischen Traditionen weltweit umfassend praktiziert. |
VIII. Quellen und Literatur
1. Buddhistische Lehrtexte
. Anattalakkhaṇa Sutta (Lehrrede über das Nicht-Selbst, SN 22.59)
. Dhammacakkappavattana Sutta (Lehrrede vom Ingangsetzen des Rades der Lehre, SN 56.11)
. Mahāsatipaṭṭhāna Sutta (Große Lehrrede über die Grundlagen der Achtsamkeit, DN 22)
. Saṃyutta Nikāya
. Majjhima Nikāya
. Dīgha Nikāya
. Vinaya Piṭaka
. Abhidhamma Piṭaka
2. Forschungsliteratur
. Walpola Rahula. What the Buddha Taught.
. Bhikkhu Bodhi. The Connected Discourses of the Buddha.
. Nyanaponika Thera. The Heart of Buddhist Meditation.
. Rupert Gethin. The Foundations of Buddhism.
. Peter Harvey. An Introduction to Buddhism.
. Richard Gombrich. What the Buddha Thought.
. Damien Keown. Buddhism: A Very Short Introduction.
. Jon Kabat-Zinn. Full Catastrophe Living.
. Zindel V. Segal, Mark Williams & John Teasdale. Mindfulness-Based Cognitive Therapy for Depression.
. Steven C. Hayes. Acceptance and Commitment Therapy.
3. Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen
. Universität Oxford (Oxford Mindfulness Centre)
. University of Massachusetts Medical School – Center for Mindfulness
. Bangor University (Centre for Mindfulness Research and Practice)
. American Psychological Association (APA)
. Weltgesundheitsorganisation (WHO)
KAPITEL D – Die Eigenständigkeit der TÁC-Ý-KUNDE der P.E.R.G.® nach NGOs auf der Grundlage der 4-SÄULEN, 3-DIAGNOSEN und 4-MEDIZINEN
I. Allgemeiner Überblick
Die TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs ist das vollständigste und in sich schlüssigste wissenschaftliche System der „Psychosomatischen Energetischen Reflexzonentherapie am Gesicht P.E.R.G.® nach NGOs“.
P.E.R.G.® nach NGOs ist eine Marke, die seit dem 11.06.2012 beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) in der Bundesrepublik Deutschland unter der Registrierungsnummer 30 2012 025 325 eingetragen und rechtlich geschützt ist.
Die vollständige Bezeichnung der Methode lautet „Psychosomatische Energetische Reflexzonentherapie am Gesicht nach NGOs (P.E.R.G.® nach NGOs) – abgekürzt als Psychosomatische P.E.R.G.® nach NGOs oder „P.E.R.G.® nach NGOs“.
Inhaber der Marke ist Ngô Ngọc Diệp.
Wird P.E.R.G.® nach NGOs jedoch lediglich als eine Reflexzonenmethode am Gesicht, als eine energetische Entspannungsmethode, als eine körperlich wirkende physikalische Methode oder als eine Form der psychologischen Unterstützung betrachtet, so spiegelt dies das eigentliche Wesen dieser Therapie keineswegs vollständig wider. Deshalb gilt:
. P.E.R.G.® nach NGOs ist nicht nur eine Bezeichnung.
. P.E.R.G.® nach NGOs ist auch nicht nur eine Technik.
. P.E.R.G.® nach NGOs ist erst recht nicht nur eine Reihe physikalischer Handgriffe oder einzelne beratende Gespräche zur psychologischen Unterstützung.
Vielmehr ist P.E.R.G.® nach NGOs in erster Linie ein eigenständiges System. Auf dieser wissenschaftlichen Grundlage entstanden das gesamte System der medizinischen Theorie, der Medizin, der Heiltechnik und der medizinischen Praxis sowie die besondere Fachterminologie mit ihrem eigenständigen Verfahren der Untersuchung, Diagnostik–Indikationsstellung–Therapie der praktischen Anwendung, der Ausbildungslehrgänge und der eigenen Anwendungsmethodik, die der Autor während der Behandlung seiner eigenen Erkrankungen sowie durch Lernen, Forschung, Lehre und praktische Tätigkeit entwickelt hat.
Weiter ist zu wissen, dass der Inhaber während der Gründung, Entwicklung und praktischen Entfaltung von P.E.R.G.® nach NGOs zahlreiche Methoden erlernt, praktisch angewendet und verschiedene Physiotherapien praktiziert hat. Dadurch sammelte er umfangreiche klinische Erfahrungen mit Verfahren wie der Physiotherapie, verschiedenen Reflexmethoden – insbesondere der Gesichtsreflexzonentherapie, der Energielehre, den Fünf Wandlungsphasen und dem I Ging, dem Muskeltest, der buddhistischen Satipaṭṭhāna-Praxis, verschiedenen Techniken zur Aktivierung des Gehirns, klinischen Beobachtungsverfahren sowie zahlreichen weiteren physiotherapeutischen und praktisch-psychologischen Methoden.
Diese Verfahren dienten jedoch lediglich als Mittel und Werkzeuge, die integriert und für die Anwendung der wissenschaftlichen Grundlage sowie der Heiltechnik der P.E.R.G.® nach NGOs angepasst wurden.
Deshalb sind diese Mittel und Werkzeuge an sich nicht P.E.R.G.® nach NGOs.
So wie ein Rad nicht das Fahrzeug ist.
Ein Motor ist nicht das Fahrzeug.
Ein Lenkrad ist nicht das Fahrzeug.
Deshalb stellt die Gleichsetzung der integrierten, modifizierten und angepassten Werkzeuge mit der gesamten Grundlage der medizinischen Theorie, der Medizin, der Heiltechnik und der medizinischen Praxis der P.E.R.G.® nach NGOs eine wesentliche Verwechslung zwischen Mittel und System, zwischen Werkzeug und Lehre sowie zwischen Teil und Ganzem dar.
Diese Eigenständigkeit bildet den grundlegenden Kern der P.E.R.G.® nach NGOs und besteht aus:
4-SÄULEN, 3-DIAGNOSEN und 4-MEDIZINEN.
Diese drei Grundlagen können nicht voneinander getrennt bestehen, sondern stehen in wechselseitiger Abhängigkeit und gegenseitiger Wechselwirkung wie die drei Beine eines Bronze-Dreifußes.
Fehlt bei medizinischen Anwendungen auch nur eine dieser drei Grundlagen, dann gehört jede Darstellung, Bewerbung oder Anwendung unter der Bezeichnung P.E.R.G.® nach NGOs ausdrücklich nicht zum System der TÁC-Ý-Kunde der „Psychosomatischen Energetischen Reflexzonentherapie am Gesicht P.E.R.G.® nach NGOs“ mit ihrer rechtlichen Grundlage und ihrem geschützten geistigen Eigentum, sondern nicht zur „TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs“.
II. 4-SÄULEN
Dies ist das System der Medizinischen Theorie (Y-Lý), das zur Betrachtung und Erforschung jeder gegenwärtig und fortlaufend wirkenden logisch-natürlichen Ordnung dient, die in allen bedingten und unbedingten Phänomenen vorhanden ist.
Die Vier SÄULEN bestehen aus:
1. TÂM (Lebens-Daten-Bank) ist die erste SÄULE.
Nach der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs wird TÂM weder als Gefühl, noch als Gedanke oder psychischer Zustand verstanden, sondern ausschließlich als ein Werkzeug, vergleichbar mit einem Speicher, der sämtliche vergangenen und gegenwärtig wirkenden Lebensdaten aufnimmt und speichert. Deshalb gilt:
. TÂM verursacht weder unmittelbar Krankheiten noch unmittelbar Symptome.
. TÂM speichert ausschließlich Daten; deren Verwendung gehört nicht zur Funktion von TÂM.
. Darüber hinaus hat TÂM die Aufgabe, der TÁC-Ý die Daten bereitzustellen, welche das Verhalten in jeder gegenwärtig bestehenden Situation ausrichten.
Daher besteht das Wesen von TÂM aus den „Drei NICHT“: „kein Erkennen“ – „kein Bewusstsein“ – „kein Gewahrsein“
2. TÁC-Ý (Gegenwärtig fortlaufend wirkender Wille) ist die zweite SÄULE
TÁC-Ý wird auch als der HANDLUNGSWILLE bezeichnet. Er ist das gegenwärtig und fortlaufend wirkende Subjekt, das auf Grundlagen der aus dem Speicher TÂM bereitgestellten Daten alle bedingten und unbedingten Phänomene ausrichtet und hervorbringt. Hier beginnt jede gegenwärtige fortlaufende Wirkung. TÁC-Ý ist weder das Vergangene noch das Zukünftige. TÁC-Ý wirkt immer gegenwärtig fortlaufend.
Gerade weil TÁC-Ý stets gegenwärtig fortlaufend wirkt, besitzt er
jederzeit die Möglichkeit, genau im gegenwärtigen fortlaufenden Augenblick des DASEIN erneuert zu werden.
3. NĂNG (psychisch-energetische Intensität) ist die dritte SÄULE
NĂNG ist keine Energie im physikalischen Sinn, sondern die dem gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ý entsprechende psychisch-energetische Intensität beziehungsweise Schwere. NĂNG ist nicht statisch, sondern erneuert sich gegenwärtig fortlaufend entsprechend der TÁC-Ý.
Deshalb ist NĂNG nicht der Ausgangspunkt einer Krankheit, sondern ausschließlich die vermittelnden Ebene zwischen der gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ý und dem, was gegenwärtig fortlaufend im SOMA (Körper) geschieht.
4. THÂN (Soma) ist die vierte SÄULE
THÂN ist der ORT des gegenwärtig fortlaufend Geschehens, an dem alles entsprechend der Intensität von NĂNG gegenwärtig fortlaufend geschieht. Alles, was am und im SOMA geschieht, kann gewogen, gemessen, gezählt sowie gesehen, gehört, gerochen, geschmeckt, ertastet, gedacht, untersucht und diagnostiziert werden.
Alle Organe, alle Zellen, alle biologischen Reaktionen, alle Symptome, alle Syndrome und sämtliche Krankheitsbezeichnungen befinden sich auf dieser SÄULE und treten hier auf. Deshalb beschäftigt sich die gesamte symptomorientierte Medizin hauptsächlich mit dem, was am und im SOMA geschieht.
Nach diesem System werden alle gegenwärtig fortlaufend erscheinenden Phänomene in folgender Reihenfolge untersucht:
die gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý führt zu der gegenwärtig fortlaufend erscheinenden NĂNG und zu dem, was entsprechend am und im SOMA gegenwärtig fortlaufend geschieht.
Der grundlegende Unterschied dieses Systems zu allen anderen besteht darin, dass niemals bei den Symptomen oder den sichtbaren (Soma) beziehungsweise unsichtbaren (Psyche) Erscheinungen stehen geblieben wird, sondern die Betrachtung gegenwärtig fortlaufend vertieft wird, um klar zu erkennen und zu wissen:
WAS gegenwärtig fortlaufend wirkt und zu diesen Symptomen oder Erscheinungen gegenwärtig fortlaufend führt.
Diese Methode der betrachtenden Erkenntnis von WAS wird durch die 3-DIAGNOSEN durchgeführt.
III. 3-DIAGNOSEN
Dies ist das Untersuchungsverfahren zur Bestimmung der gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ý, welche zu den am oder im SOMA auftretenden Symptomen führt.
Dieses Verfahren wird als 3-DIAGNOSEN bezeichnet.
1. SƠ Chẩn (ERST-Diagnose):
Anwendung der Gesichtsreflexzonen-Technik zur Ausschließung einer somatischen Erkrankung.
2. TIỀN Chẩn (VOR-Diagnose):
Anwendung des Muskeltests zur Feststellung, dass das Symptom am oder im Soma tatsächlich eine psychosomatische Erkrankung ist, das heißt eine somatische Erkrankung, die durch die Psyche beziehungsweise durch NĂNG verursacht wird.
3. CHÁNH Chẩn (HAUPT-Diagnose):
Anwendung des Muskeltests und der Fünf-Elemente-Lehre zur Indikationsstellung der gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ý, welche den gegenwärtig fortlaufend erscheinenden Zustand von NĂNG ausrichtet und dadurch die am oder im SOMA (Körper) gegenwärtig fortlaufend geschehenden Zustände hervorruft.
Mit diesem Verfahren sind sämtliche Krankheitsbezeichnungen oder Symptome nicht die ursprüngliche Ursache, sondern die gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý ist die eigentliche KERN-Ursache des Diagnose- und Indikationsstellungs – Prozesses.
IV. 4-MEDIZINEN
Dies ist das Interventionsverfahren, nachdem die gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý bestimmt wurde, welche zu den gegenwärtig fortlaufend erscheinenden Zuständen und den gegenwärtig fortlaufend geschehenden Vorgängen am und im SOMA führt.
1. Y-Lý (Medizinische Theorie) ist die Grundlage der 4-SÄULEN.
2. Y-Học (Medizinische Lehre) ist der Prozess zur Etablierung einer NEUEN gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ý.
3. Y-Thuật (Medizinische Technik) umfasst die praktischen Techniken.
4. Y-Hành (Medizinische Anwendung) umfasst die Methoden, welche den Betroffenen befähigen, die Technik SELBSTSTÄNDIG anzuwenden.
Im gesamten System ist die medizinische Technik (Y-Thuật) lediglich ein Teil des gesamten 4-MEDIZINEN-Prozesses.
Techniken wie
. die Gehirnaktivierung „PERG-BS“ mit der transkraniellen Fingerstimulation „tCFS“ (transCranial Finger Stimulation), der transfazialen Fingerstimulation „tFFS“ (transFacial Finger Stimulation) und
. das Aussprechen der Programmierung einer neuen TÁC-Ý „mPERG/New“ (messenger P.E.R.G.) während der „PERG-BS“ sowie
. weitere unterstützende Maßnahmen
gehören sämtlich zum Bereich der medizinischen Technik (Y-Thuật) der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs.
Wird ausschließlich die medizinische Techniken (Y-Thuật) angewendet, ohne Medizinische Theorie (Y-Lý), ohne Medizinische Lehre (Y-Học) und ohne Medizinische Anwendung (Y-Hành), dann bleibt die medizinische Technik lediglich eine Anwendung einzelner fremder Techniken und stellt überhaupt nicht das System der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs dar.
Deshalb muss bei der Untersuchung jedes medizinischen oder gedanklichen Systems, das die Bezeichnung P.E.R.G.® nach NGOs verwendet, nicht gefragt werden, ob der Vortragende den Begriff P.E.R.G.® nach NGOs benutzt oder nicht, sondern vielmehr:
. Beruht der Inhalt auf der Grundlage der 4-SÄULEN?
. Wird bei der Indikationsstellung das Verfahren der 3-DIAGNOSEN angewendet?
. Entspricht die Interventionsmethode der Reihenfolge der 4-MEDIZINEN?
Sind diese drei Grundlagen im dargestellten Inhalt nicht gegenwärtig fortlaufend wirkend, dann entspricht das Beschriebene auch dann nicht der offiziellen TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs, auch wenn die Bezeichnung P.E.R.G.® nach NGOs verwendet wird.
Somit wurde das gesamte System der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs nicht aus einzelnen zusammengefügten Techniken aufgebaut, sondern auf der wissenschaftlichen Grundlage der 4-SÄULEN, 3-DIAGNOSEN und 4-MEDIZINEN entwickelt. Diese drei Grundlagen bilden das offizielle Bezugssystem zur Untersuchung, zum Vergleich und zur Begutachtung sämtlicher Inhalte, die die Bezeichnung P.E.R.G.® nach NGOs verwenden.
Nach der Darlegung der wissenschaftlichen Grundlage der 4-SÄULEN, 3-DIAGNOSEN und 4-MEDIZINEN der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs folgt im nächsten Abschnitt die Anwendung genau dieser Grundlage als Ordnungssystem zur Untersuchung, zum Vergleich und zur Begutachtung der Theorien des Unterbewusstseins nach Freud, des Unbewussten nach Carl Gustav Jung sowie des Nicht-Selbst nach dem Buddhismus.
KAPITEL E
VERGLEICHSTABELLE der Theorien des UNTERBEWUSSTSEINS nach Freud – des UNBEWUSSTEN nach Carl Gustav Jung – des NICHT-SELBST nach dem Buddhismus auf der Grundlage der 4-SÄULEN, 3-DIAGNOSEN und 4-MEDIZINEN der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs
| Inhalt | UNTERBEWUSSTSEIN (Freud) | UNBEWUSSTES (Carl Gustav Jung) | NICHT-SELBST (Buddhismus) | Nach den 4-SÄULEN der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs |
| Begründer | Sigmund Freud | Carl Gustav Jung | Buddha | Ngọc-Diep NGO |
| Entstehungszeit | Ende des 19. Jahrhunderts – Anfang des 20. Jahrhunderts | Anfang des 20. Jahrhunderts | Etwa 5. Jahrhundert v. Chr. | 2012 |
| Wissenschaftliche Grundlage | Psychoanalyse | Analytische Psychologie | Buddhistische Lehre | TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs |
| Zentrales Konzept | Unterbewusstsein | Unbewusstes | Nicht-Selbst | 4-SÄULEN: TÂM – TÁC-Ý – NĂNG – THÂN |
| Untersuchungsgegenstand | Unterbewusstsein | Persönliches Unbewusstes und kollektives Unbewusstes | Nicht-Selbst | Das gegenwärtig fortlaufend wirkende SUBJEKT |
| Forschungsfrage | WAS ist das gegenwärtig wirkende SUBJEKT, das das Unterbewusstsein ausrichtet? | WAS ist das gegenwärtig wirkende SUBJEKT, das das Bewusstsein, das persönliche Unbewusste und das kollektive Unbewusste ausrichtet? | WAS ist das gegenwärtig wirkende SUBJEKT, das erkennt und bestimmt, dass alle bedingten und unbedingten Phänomene „Nicht-Selbst“ sind? | WAS ist das gegenwärtig fortlaufend wirkende SUBJEKT, das alle gegenwärtig fortlaufend erscheinenden und gegenwärtig fortlaufend geschehenden Phänomene auf, am und im sowie außerhalb des KÖRPERS ausrichtet? |
| Wissenschaftliches Ziel | Erklärung des Ursprungs der Symptome aus dem Unterbewusstsein | Erklärung des psychischen Lebens durch das Unbewusste und die Archetypen | Erklärung des Menschen und aller Phänomene anhand des Nicht-Selbst | Erforschung des gegenwärtig fortlaufend wirkenden SUBJEKTS |
| Methode | Psychoanalyse | Psychologische Analyse | Studium und Praxis der buddhistischen Lehre | Wissenschaftliches System der 3-DIAGNOSEN und 4-MEDIZINEN |
| Anwendung | Psychotherapie | Psychotherapie und Geisteswissenschaften | Studium und Praxis des Buddhismus | Wissenschaftliches System der 3-DIAGNOSEN und 4-MEDIZINEN |
| Gemeinsamer Untersuchungsansatz | Verwendung eines zentralen Konzepts zur Erklärung psychischer Phänomene oder des menschlichen Lebens | Verwendung eines zentralen Konzepts zur Erklärung psychischer Phänomene oder des menschlichen Lebens | Verwendung eines zentralen Konzepts zur Erklärung psychischer Phänomene oder des menschlichen Lebens | Es wird nur eine einzige Forschungsfrage an alle Theorien gestellt: WAS ist das gegenwärtig fortlaufend wirkende SUBJEKT, das ausrichtet? |
I. Wissenschaftliche Einordnung nach den 4-SÄULEN: Inhalte des Vergleichs.
| Vergleichsinhalt | Freud | Jung | Buddhismus | TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® |
| Was ist der Untersuchungsgegenstand? | Unterbewusstsein | Persönliches und kollektives Unbewusstes | Nicht-Selbst | Gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý |
| Was ist das angenommene INPUT? | Verdrängte Inhalte | Unbewusste Inhalte und Symbole | Ich-Anhaftung | Gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý |
| Was ist das OUTPUT? | Psychische Symptome | Verhalten und Symbole | Leiden | Gegenwärtig fortlaufend wirkender TÂM–THÂN-Zustand |
| Wird INPUT oder OUTPUT beobachtet? | Vorwiegend OUTPUT | OUTPUT | OUTPUT | INPUT ist OUTPUT |
| Wird das handelnde Subjekt bestimmt? | Nein | Nein | Nicht als handelndes Subjekt bestimmt | Ja |
| Wird die Wirk-Ordnung bestimmt? | Nein | Nein | Teilweise | Vollständig |
Anmerkung
WIRK-Ordnung bedeutet: Logisch-natürliche gegenwärtig fortlaufend wirkende Ordnung
II. Wissenschaftliche Einordnung nach den 4-SÄULEN: Grundlegende
| Grundfrage | Freud | Jung | Buddhismus | P.E.R.G.® nach NGOs |
| Gehört zur Medizinischen Theorie (Y-Lý)? | Teilweise | Teilweise | Ja | Vollständig |
| Gehört zur Medizin (Y-Học)? | Ja | Ja | Keine Medizin | Vollständig |
| Gehört zur Medizinische Technik (Y-Thuật)? | Psychoanalyse | Psychologische Analyse | Meditationspraxis | „PERG-BS/tCFS-tFFS“ + „mPERG/New“ |
| Gehört zur Medizinischen Praxis (Y-Hành)? | Gering | Gering | Ja | Vollständig |
III. Vergleich nach den 3-DIAGNOSEN
1. DIAGNOSE: Wonach wird diagnostisch gesucht?
| Inhalt | Freud | Jung | Buddhismus | P.E.R.G.® nach NGOs |
| Wonach wird diagnostisch gesucht? | Symptome, aus denen auf das Unterbewusstsein geschlossen wird | Symbole | Ich-Anhaftung | Gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý |
| Kann das INPUT direkt bestimmt werden? | Nein | Nein | Nein | Ja |
| Ist das INPUT nachweisbar? | Nein | Nein | Nein | Ja, klinisch überprüfbar |
2. INDIKATIONSSTELLUNG: Welche Ursache wird bestimmt?
| Inhalt | Freud | Jung | Buddhismus | P.E.R.G.® nach NGOs |
| Welche Ursache? | Unterbewusstsein | Unbewusstes | Unwissenheit | Gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý |
| Gegenwärtig wirkende Ursache? | Nein | Nein | Teilweise | Ja |
| Kann die Wirk-Ordnung bestimmt werden? | Nein | Nein | Nicht vollständig | Ja |
3. DIAGNOSE – INDIKATIONSSTELLUNG – THERAPIE
| Inhalt | Freud | Jung | Buddhismus | P.E.R.G.® nach NGOs |
| Was wird behandelt? | Psychische Inhalte | Symbole | Anhaftung | ERNEUERUNG der gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ý „mPERG/New“ |
| Direkte Behandlung des INPUT? | Indirekt | Indirekt | Indirekt | Direkt |
| Behandlung nur auf der OUTPUT-Ebene? | Ja | Ja | Indirekt | Ja |
IV. Vergleich nach den 4-MEDIZINEN
1. MEDIZINISCHE THEORIE (Y-LÝ): Grundlegende Fragestellungen.
| Grundfrage | Freud | Jung | Buddhismus | P.E.R.G.® nach NGOs |
| Gibt es ein Ursachenmodell? | Ja | Ja | Ja | Vollständig |
| Wird das gegenwärtig wirkende SUBJEKT, das ausrichtet, bestimmt? | Nein | Nein | Nicht als Modell entwickelt | Vollständig |
| Gibt es eine Wirk-Ordnung? | Nein | Nein | Nicht vollständig | Vollständig |
2. MEDIZINISCHE LEHRE (Y-HỌC): Diagnose – Indikationsstellung – Therapie
| Inhalt | Freud | Jung | Buddhismus | P.E.R.G.® nach NGOs |
| Diagnose – Indikationsstellung – Therapie | Relativ | Relativ | Nicht im medizinischen Sinne | Ja |
| Behandlung | Ja | Ja | Spirituelle Praxis | Ja |
| Klinische Verlaufskontrolle | Ja | Ja | Nein | Ja |
3. MEDIZINISCHE TECHNIK (Y-Thuật)
| Inhalt | Freud | Jung | Buddhismus | P.E.R.G.® nach NGOs |
| Methode | Psychoanalyse | Analyse | Meditation | Techniken: Gehirnaktivierung (PERG-BS/tCFS/tFFS) + Programmierung einer NEUEN gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ý (mPERG/New) |
| Direkter Eingriff in das INPUT | Nein | Nein | Nein | Ja |
4. MEDIZINISCHE ANWENDUNG (Y-Hành): Führt der Patient die Schritte selbst aus oder erfolgt die Einwirkung von außen?
| Inhalt | Freud | Jung | Buddhismus | P.E.R.G.® nach NGOs |
| Selbständige Durchführung durch den Betroffenen | Gering | Gering | Ja | Vollständig selbständig |
| Standardisiertes Verfahren | Nein | Nein | Verschiedene Traditionen | Vollständig |
V. Grundfragen nach dem Wechselwirkungsprinzip von INPUT und OUTPUT gemäß der Wirk-Ordnung
1. Wird das INPUT oder das OUTPUT beobachtet?
2. Falls das OUTPUT beobachtet wird, was ist dann das INPUT?
3. Welches SUBJEKT erzeugt das INPUT?
4. Wird das INPUT direkt bestimmt oder lediglich erschlossen?
5. Wirkt das INPUT gegenwärtig fortlaufend oder gehört es der Vergangenheit an?
6. Verändert sich das OUTPUT gegenwärtig fortlaufend entsprechend dem INPUT?
7. Kann der Prozess der Wirk-Ordnung nachgewiesen werden?
8. Kann die Position der Ursache innerhalb der INPUT-OUTPUT-Wechselwirkung bestimmt werden?
9. Richtet sich die Diagnose auf das INPUT oder auf das OUTPUT?
10. Greift die Behandlung am INPUT oder am OUTPUT an?
11. Verändert sich das INPUT nach der Behandlung?
12. Wenn sich das INPUT nicht verändert, kann sich das OUTPUT dauerhaft verändern oder tritt ein Rückfall auf?
13. Ist eine unmittelbare klinische Überprüfung möglich?
14. Ist das Verfahren reproduzierbar?
15. Kann ein vollständiges System aus Medizinischer Theorie (Y-Lý), Medizinischer Lehre (Y-Học), Medizinischer Technik (Y-Thuật) und Medizinischer Anwendung (Y-Hành) aufgebaut und bestimmt werden?
VI. Abschließende Zusammenfassung
| Inhalt | Freud | Jung | Buddhismus | TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® |
| Position innerhalb der Wirk-Ordnung | Beobachtung des OUTPUT | Beobachtung des OUTPUT | Beobachtung des Prozesses von Leiden und Befreiung | Direkte Erforschung des INPUT als gegenwärtig fortlaufend wirkendes SUBJEKT, das die gegenwärtig fortlaufend erscheinenden oder gegenwärtig fortlaufend geschehenden OUTPUTs am, im sowie auch außerhalb des SOMA ausrichtet. |
| Bestimmung des gegenwärtig fortlaufend wirkenden SUBJEKTS | Nein | Nein | Kein medizinisches Modell | Vollständig |
| Diagnose des INPUT | Nein | Nein | Nein | Vollständig |
| Behandlung des INPUT | Indirekt | Indirekt | Indirekt | Direkt |
| Vollständige 4-SÄULEN | Nein | Nein | Teilweise | Ja |
| Vollständige 3-DIAGNOSEN | Nein | Nein | Nein | Ja |
| Vollständige 4-MEDIZINEN | Nein | Nein | Kein medizinisches Modell | Ja |
KAPITEL F – GUTACHTLICHE SCHLUSSFOLGERUNG
Nach dem vollständigen Vergleich der Theorie des Unterbewusstseins von Sigmund Freud, der Theorie des Unbewussten von Carl Gustav Jung, der Lehre des Nicht-Selbst im Buddhismus und der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs anhand desselben Bezugssystems der 4-SÄULEN, 3-DIAGNOSEN und 4-MEDIZINEN nach der Wahrheit der WIRK-Ordnung der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs gelangt dieses Grundlagengutachten zu folgenden Schlussfolgerungen.
I.
Die Theorie des Unterbewusstseins von Freud besitzt einen historischen Wert für die Grundlegung der Erforschung des psychischen Lebens.
Dieses Gutachten stellt jedoch fest, dass diese Theorie überwiegend
. das OUTPUT, also das gegenwärtig fortlaufend Erscheinen oder gegenwärtig fortlaufend Geschehen untersucht, um daraus auf das INPUT als dessen KERN-Ursache zu schließen,
. das gegenwärtig fortlaufend wirkende INPUT nicht unmittelbar bestimmt,
. und das gegenwärtig fortlaufend wirkende SUBJEKT, das den gesamten Ablauf entsprechend der Wirk-Ordnung der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs ausrichtet, nicht bestimmt.
Daher hat die Theorie des Unterbewusstseins noch kein vollständiges System auf der Grundlage der 4-SÄULEN, 3-DIAGNOSEN und 4-MEDIZINEN aufgebaut.
II.
Die Theorie des Unbewussten von Carl Gustav Jung erweiterte den Forschungsbereich auf das persönliche und das kollektive Unbewusste und trug damit wesentlich zum Verständnis des menschlichen Seelenlebens bei.
Dieses Gutachten stellt jedoch fest, dass diese Theorie weiterhin
. das OUTPUT untersucht, um auf das INPUT zu schließen,
. das gegenwärtig fortlaufend wirkende INPUT nicht unmittelbar bestimmt,
. und das gegenwärtig fortlaufend wirkende SUBJEKT, das den gesamten Ablauf entsprechend der Wirk-Ordnung der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs ausrichtet, nicht bestimmt.
Daher hat die Theorie des Unbewussten noch kein vollständiges System auf der Grundlage der 4-SÄULEN, 3-DIAGNOSEN und 4-MEDIZINEN aufgebaut.
III.
Die buddhistische Lehre des Nicht-Selbst bestimmt den TÂM (citta) als das Objekt, das erkannt werden soll, um Leiden und den Wiedergeburtskreislauf zu überwinden.
Dieses Gutachten stellt jedoch fest, dass diese Lehre
. das gegenwärtig fortlaufend wirkende SUBJEKT, das den Ablauf der fünf Skandhas als Ausdruck des Nicht-Selbst innerhalb der Wirk-Ordnung ausrichtet, nicht bestimmt,
. und zugleich kein medizinisches System nach dem Modell der Medizinischen Theorie (Y-Lý), Medizinischen Lehre (Y-Học), Medizinischer Technik (Y-Thuật) und Medizinischen Anwendung (Y-Hành) aufbaut.
Daher begründet die Lehre des Nicht-Selbst kein vollständiges medizinisches System auf der Grundlage der 4-SÄULEN, 3-DIAGNOSEN und 4-MEDIZINEN entsprechend der Wirk-Ordnung der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs.
Außerdem:
1. Das Nicht-Selbst ist abwesend, solange die gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý anwesend ist.
Dieses Gutachten stellt fest, dass nach der Wirk-Ordnung mit dem INPUT-OUTPUT-Wechselwirkungsprinzip der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs
. solange die gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý anwesend ist, auch die INPUT-OUTPUT-Wechselwirkung weiterhin nach dem Prinzip „nicht GLEICH – nicht VERSCHIEDEN“ fortbesteht,
. und die gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý selbst das SUBJEKT, also das gegenwärtig fortlaufend wirkende wahre Selbst innerhalb der Wirk-Ordnung der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs ist,
dann ist das Nicht-Selbst abwesend
Deshalb, solange die gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý anwesend ist, ist die Wirkungsfolge des Nicht-Selbst weder gegenwärtig fortlaufend anwesend noch findet sie statt, weil die INPUT-OUTPUT-Wechselwirkung der TÁC-Ý seit anfangsloser Zeit bis in die endlose Zukunft niemals unterbrochen wurde.
2. Die gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý ist immer anwesend, unabhängig davon, ob die fünf Skandhas vorhanden sind oder nicht.
Nach dem Bezugssystem der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs kann das Nicht-Selbst nicht gleichzeitig mit der gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ý bestehen, weil gerade die gegenwärtig wirkende TÁC-Ý die Anwesenheit des SUBJEKTS innerhalb der Wirk-Ordnung bestimmt.
Diese Schlussfolgerung hängt nicht davon ab, ob die fünf Skandhas vorhanden sind oder nicht, denn die fünf Skandhas sind lediglich Untersuchungsobjekte als OUTPUT, während die gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý das unmittelbare INPUT ist, das die gesamte INPUT-OUTPUT-Wechselwirkung der fünf Skandhas hervorbringt.
Deshalb gelangt dieses Gutachten zu dem Schluss, dass der Schwerpunkt der Fragestellung nicht mehr lautet:
„Gibt es das Nicht-Selbst oder nicht?“
sondern:
„Ist die TÁC-Ý gegenwärtig fortlaufend wirkend oder nicht?“
Wenn die TÁC-Ý gegenwärtig fortlaufend wirkt, dann ist das Nicht-Selbst nicht vorhanden.
Soll das Nicht-Selbst nachgewiesen werden, muss bewiesen werden, dass
die gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý innerhalb der INPUT-OUTPUT-Wechselwirkung entsprechend der Wirk-Ordnung der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs nicht vorhanden ist.
IV. GUTACHTLICHE SCHLUSSFOLGERUNG
Auf der Grundlage aller in diesem Grundlagen-Gutachten dargelegten Inhalte wird folgende Schlussfolgerung gezogen:
. Die Theorie des Unterbewusstseins von Freud, die Theorie des Unbewussten von Carl Gustav Jung und die Lehre des Nicht-Selbst im Buddhismus haben jeweils bedeutende Beiträge zur Geistesgeschichte und zur Entwicklung des menschlichen Erkenntnisvermögens geleistet.
. Die Untersuchung auf der Grundlage der 4-SÄULEN, 3-DIAGNOSEN und 4-MEDIZINEN entsprechend der Wirk-Ordnung zeigt jedoch, dass diese Theorien die Position des gegenwärtig fortlaufend wirkenden SUBJEKTS, welches die gesamte INPUT-OUTPUT-Wechselwirkung von Psyche und Körper beziehungsweise der fünf Skandhas ausrichtet, noch nicht vollständig bestimmt haben.
Im Rahmen dieses Grundlagen-Gutachtens zeigt sich, dass die TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs GEGENWÄRTIG DAS EINZIGE der verglichenen Systeme ist, das den unmittelbaren Untersuchungsgegenstand als die gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý bestimmt und zugleich die Grundlage der 4-SÄULEN, 3-DIAGNOSEN und 4-MEDIZINEN entsprechend der Wirk-Ordnung mit dem INPUT-OUTPUT-Wechselwirkungsprinzip vollständig und widerspruchsfrei aufgebaut hat.
Denn:
Wie das INPUT, so das OUTPUT!
Abgeschlossen am Dienstag, den 28.07.2026
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