EINLEITUNG

Im Rahmen der Beschäftigung mit psychotherapeutischen Verfahren, die derzeit in Deutschland angewendet werden, hatten wir Gelegenheit, den Beitrag „Die Kraft der Selbsthypnose“ der Autorin Frau Johanna Hahn zu lesen, der in der Fachzeitschrift Freie Psychotherapie, Ausgabe 03/2026, veröffentlicht wurde. Der Beitrag stellt die Selbsthypnose als eine Methode vor, die Menschen dabei unterstützt, selbstständig Entspannung zu praktizieren sowie die Therapie und die psychische Gesundheit unmittelbar im täglichen Leben zu unterstützen.

Heutzutage ist der Begriff Selbsthypnose (Selbst-Hypnose) im Bereich der Psychologie und der Psychotherapie nicht mehr unbekannt. Viele Ausbildungsstätten, viele Therapeutinnen und Therapeuten sowie viele Fachorganisationen in Europa haben diese Methode sowohl in ihre Ausbildungsprogramme aufgenommen als auch in der klinischen Praxis übernommen. Darüber hinaus werden immer mehr Bücher, wissenschaftliche Fachartikel und Monographien veröffentlicht, um die Selbsthypnose vorzustellen sowie ihre Wirksamkeit bei verschiedenen Gruppen psychischer und psychosomatischer Erkrankungen zu beurteilen.

Ausgehend von diesem Fachartikel erscheint es notwendig, eingehend zu untersuchen, wie die Selbsthypnose entstanden ist. Auf welcher wissenschaftlichen Grundlage wurde diese Methode aufgebaut? Wie verlief ihre Entwicklung? In welchen Bereichen wird sie angewendet? Welche anerkannten Werte besitzt sie, und welche Grenzen sollten von den Anwenderinnen und Anwendern erkannt werden?

Deshalb wurde diese Literaturstudie mit dem Wunsch erstellt, gemeinsam mit den Leserinnen und Lesern die Methode der Selbsthypnose systematisch kennenzulernen und sie durch die wissenschaftliche Perspektive der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs zu untersuchen, um den Blick auf die Art und Weise von Diagnose – Indikationsstellung – Therapie anderer Verfahren innerhalb der symptomorientierten Medizin zu erweitern.

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INHALTSVERZEICHNIS

EINLEITUNG
KAPITEL A – HYPNOSE nach der symptomorientierten Medizin
I. Entstehungsgeschichte
II. Sigmund Freud in der Entwicklung der Hypnose und der Psychotherapie
III. Begriffe
IV. Theoretische Grundlagen
V. Anwendungsbereiche
VI. Wirksamkeit nach den derzeit vorliegenden Studien
VII. Grenzen
VIII. Risiken
IX. Der gegenwärtige Stand der Hypnose
X. Zusammenfassende Übersicht zur Hypnose
XI. Quellen und Literaturverzeichnis

KAPITEL B – SELBSTHYPNOSE nach der symptomorientierten Medizin
I. Was ist Selbsthypnose?
II. Was ist der hypnotische Zustand (Trance)?
III. Die angewendeten Techniken
IV. Indikationen
V. Ablauf der Selbsthypnose
VI. Klinischer Fall
VII. Grenzen
VIII. Risiken
IX. Der gegenwärtige Stand der Selbsthypnose
X. Zusammenfassende Übersicht zur Selbsthypnose
XI. Quellen und Literaturverzeichnis

KAPITEL C – TÁC-Ý-Kunde P.E.R.G.® nach NGOs
I. Allgemeines
II. Die 4-Säulen der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs

KAPITEL D – Wissenschaftliche Gegenüberstellung zwischen Hypnose und Selbsthypnose anhand der 4-Säulen der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs

KAPITEL E – Schlussbetrachtung

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KAPITEL A – HYPNOSE nach der symptomorientierten Medizin

I. Entstehungsgeschichte
Bei der wissenschaftlichen Untersuchung der Entstehungsgeschichte der Hypnose ist zwischen der Geschichte des Begriffs und der Geschichte des Hypnosephänomens selbst zu unterscheiden. Der Begriff Hypnose erschien erst im 19. Jahrhundert, das Phänomen, Menschen in einen veränderten Bewusstseinszustand (Altered State of Consciousness) zu versetzen, war jedoch bereits in vielen Hochkulturen seit sehr früher Zeit bekannt und wurde angewendet. Deshalb beginnt die Geschichte der Hypnose nicht erst mit James Braid, sondern wurde über viele Epochen hinweg aufgebaut und weiterentwickelt.

1. Das Alte Ägypten
Archäologische Quellen zeigen, dass bereits im Alten Ägypten (Ancient Egypt) sogenannte Schlaftempel (Sleep Temples) als Orte genutzt wurden, an denen religiöse Rituale und Heilbehandlungen miteinander verbunden waren. Obwohl der Begriff Hypnose damals noch nicht existierte, betrachten viele Medizinhistoriker diese Einrichtungen als eine der frühen Formen jener Hypnosetechniken, die später wissenschaftlich untersucht wurden.

2. Das Alte Griechenland
Im Alten Griechenland verband die Heilbehandlung in den Asklepieien (Asclepieia) Ruhe, Träume und klinische Beobachtung miteinander. Obwohl dies im heutigen Sinn noch nicht als Hypnose (Hypnosis) angesehen wurde, gilt es dennoch als ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung von Methoden, bei denen besondere Bewusstseinszustände zur Unterstützung der Behandlung genutzt wurden.

Während der folgenden Jahrhunderte trat dieses Phänomen weiterhin in unterschiedlichen Formen innerhalb verschiedener Kulturen und Heiltraditionen auf. Die Erklärungen beruhten jedoch überwiegend auf Glaubensvorstellungen und Überzeugungen, sodass sich noch keine eigenständige wissenschaftliche Grundlage herausbildete.

3. Franz Anton Mesmer
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts machte Franz Anton Mesmer (1734–1815) dieses Phänomen durch seine Lehre vom Animalischen Magnetismus zu einem Gegenstand systematischer Forschung. Obwohl diese Hypothese von der modernen Wissenschaft heute nicht mehr anerkannt wird, gilt Mesmer dennoch als derjenige, der die wissenschaftliche Erforschung der Hypnose in medizinischer Richtung eingeleitet hat.

4. Marquis de Puységur
In Fortführung der Arbeiten Mesmers entdeckte Marquis de Puységur den Zustand des künstlichen Somnambulismus, bei dem die hypnotisierte Person auch in einem Zustand tiefer Entspannung weiterhin kommunikationsfähig blieb. Diese Entdeckung wurde zu einer wichtigen Grundlage für das Konzept des hypnotischen Trancezustandes, das später weiterentwickelt wurde.

5. James Braid
Mitte des 19. Jahrhunderts verwarf James Braid (1795–1860) die Erklärung durch den Animalischen Magnetismus und vertrat die Auffassung, dass das Phänomen der Hypnose mit der Konzentration der Aufmerksamkeit des Menschen zusammenhänge. Er führte den Begriff Hypnose ein, obwohl er selbst später einräumte, dass diese Bezeichnung nicht völlig zutreffend sei, da der hypnotische Zustand kein physiologischer Schlaf ist. Dennoch wurde dieser Begriff von der medizinischen Fachwelt rasch übernommen und wird bis heute verwendet.

II. Sigmund Freud in der Entwicklung der Hypnose und der Psychotherapie
Bei der wissenschaftlichen Untersuchung der Entwicklungsgeschichte der Hypnose kann Sigmund Freud (1856–1939) nicht unerwähnt bleiben. Obwohl er später als Begründer der Psychoanalyse bekannt wurde, widmete Freud in der frühen Phase seiner medizinischen Laufbahn viel Zeit der Erforschung und praktischen Anwendung der Hypnose. Diese Erfahrungen wurden zu einer wichtigen Grundlage für die Entstehung seiner psychotherapeutischen Auffassungen.

Nach dem Abschluss seines Medizinstudiums und seiner Tätigkeit im Bereich der Neurologie interessierte sich Freud besonders für die Hysterie. Im Jahr 1885 ging er nach Paris, um bei Jean-Martin Charcot zu studieren, wo die Hypnose zur Erforschung und Behandlung dieser Krankheitsgruppe eingesetzt wurde. Anschließend setzte Freud seine Studien an der Schule von Nancy bei Hippolyte Bernheim und Ambroise-Auguste Liébeault fort, die die Bedeutung der Suggestion innerhalb der Hypnose hervorhoben.

Nach seiner Rückkehr nach Wien wandte Freud gemeinsam mit Josef Breuer die Hypnose bei der Behandlung zahlreicher klinischer Fälle an, besonders bekannt wurde der Fall Anna O. (Bertha Pappenheim). Aus diesen Beobachtungen erkannte er, dass das Erinnern und das Aussprechen von Erfahrungen, die mit Emotionen verbunden waren, zur Verminderung bestimmter Symptome beitragen konnten. Dies bildete den Beginn der Kathartischen Methode (Cathartic Method).

Im Verlauf seiner praktischen Arbeit erkannte Freud jedoch auch die Grenzen der Hypnose. Nicht alle Menschen verfügten über den gleichen Grad der Hypnotisierbarkeit (Hypnotizability), und die Behandlungsergebnisse waren nicht einheitlich. Deshalb wandte er sich schrittweise der Freien Assoziation (Free Association) zu und ermutigte die Patientinnen und Patienten, alle Gedanken frei auszusprechen, anstatt den hypnotischen Zustand zu nutzen. Auf dieser Grundlage entwickelte sich die Psychoanalyse Schritt für Schritt zu einem eigenständigen theoretischen und psychotherapeutischen System.

Dass Freud die Hypnose später nicht mehr weiter anwendete, bedeutet nicht, dass er den Wert dieser Methode verneinte. Im Gegenteil: Gerade die Erforschung der Hypnose trug dazu bei, grundlegende Vorstellungen über den Zusammenhang zwischen psychischen Erfahrungen, Erinnerungen, Emotionen und Krankheitssymptomen zu entwickeln und schuf damit eine Voraussetzung für die Entstehung der Psychoanalyse sowie vieler psychotherapeutischer Schulen des 20. Jahrhunderts.

Bis heute haben sich die Hypnose und die Psychoanalyse zwar zu zwei eigenständigen Fachgebieten entwickelt, aus wissenschaftshistorischer Sicht gelten die frühen Forschungen Freuds jedoch weiterhin als einer der wichtigen Meilensteine, welche die die Entwicklung beider Fachgebiete miteinander verbinden.

III. Begriffe
Bevor die theoretischen Grundlagen, die praktischen Methoden und die Anwendungsbereiche der Hypnose dargestellt werden, ist es notwendig, einige grundlegende Begriffe zu vereinheitlichen, die in der Fachliteratur häufig verwendet werden. Obwohl sich die Formulierungen zwischen den einzelnen Schulen noch unterscheiden, werden die nachstehenden Begriffe im Allgemeinen verwendet, um die während des Hypnoseprozesses beobachtbaren Phänomene zu beschreiben.

1. Hypnose
Die Hypnose wird als ein veränderter Bewusstseinszustand (Altered State of Consciousness) angesehen, in dem die Konzentration der Aufmerksamkeit erhöht und die Aufnahme von Suggestionen erleichtert wird. Sie ist weder physiologischer Schlaf noch ein Zustand der Bewusstlosigkeit.

2. Hypnotischer Trancezustand
Dies ist ein besonderer Zustand der Konzentration, der während der Hypnose auftritt. Die hypnotisierte Person kann weiterhin hören, verstehen, kommunizieren und nimmt in der Regel auch wahr, was während des therapeutischen Prozesses geschieht.

3. Suggestion
Suggestionen sind Anleitungen oder Anregungen von außen durch die Therapeutin oder den Therapeuten mit dem Ziel, der behandelten Person zu helfen, ihre Wahrnehmung, ihr Denken oder ihr Verhalten in Bezug auf ein konkretes Problem zu verändern. In der Klinischen Hypnose (Clinical Hypnosis) beruht die Suggestion stets auf der Zusammenarbeit und dem Einverständnis der behandelten Person.

4. Autosuggestion und Selbsthypnose
Die Autosuggestion ist der Vorgang, bei dem eine Person sich selbst Suggestionen gibt. Die Selbsthypnose ist das selbstständige Herbeiführen eines hypnotischen Zustandes in Verbindung mit der Autosuggestion, um das Erreichen eines therapeutischen Zieles oder die persönliche Entwicklung zu unterstützen.

5. Hypnotisierbarkeit (Hypnotizability)
Dies bezeichnet den Grad der Reaktionsfähigkeit einer Person auf Hypnose. Diese Fähigkeit ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und gehört zu den Faktoren, welche das Ergebnis des Hypnoseprozesses beeinflussen.

6. Fokussierte Aufmerksamkeit (Focused Attention)
Die fokussierte Aufmerksamkeit ist ein charakteristisches Merkmal des hypnotischen Zustandes, bei dem die Aufmerksamkeit stark auf ein bestimmtes Objekt oder eine bestimmte Erfahrung gerichtet ist. Die fokussierte Aufmerksamkeit ist jedoch nicht gleichbedeutend mit Hypnose, da dieses Phänomen auch bei vielen gewöhnlichen Tätigkeiten auftreten kann.

7. Dissoziation
Die Dissoziation ist ein Phänomen, bei dem bestimmte psychische Prozesse wie Wahrnehmung, Erinnerung, Emotion oder Bewusstsein relativ unabhängig voneinander funktionieren. Dies ist einer der Begriffe, die zur Erklärung einiger während der Hypnose beobachteter Phänomene verwendet werden, jedoch nicht die einzige Erklärung.

Die oben genannten Begriffe bilden heute die terminologische Grundlage der Hypnose in der Medizin und der Psychotherapie und zugleich die Grundlage für das Verständnis der Theorien und Anwendungsmethoden dieses Fachgebietes.

IV. Theoretische Grundlagen
Obwohl die Hypnose seit mehr als zwei Jahrhunderten in der Medizin erforscht und angewendet wird, gibt es bis heute noch keine einheitliche Theorie, welche alle während des Hypnoseprozesses beobachteten Phänomene vollständig erklären kann. Die Entwicklung der Psychologie der Psychiatrie der Neurowissenschaften und der Kognitionswissenschaft hat verschiedene Forschungsansätze hervorgebracht, von denen jeder einen eigenen Aspekt dieses Phänomens erklärt.

1. Eine der ersten Theorien ist die Zustandstheorie (State Theory). Sie geht davon aus, dass die Hypnose einen veränderten Bewusstseinszustand (Altered State of Consciousness) hervorruft, der sich vom gewöhnlichen Wachzustand unterscheidet. Demgegenüber betrachtet die Sozial-kognitive Theorie (Social-Cognitive Theory) die Veränderungen während der Hypnose als das Ergebnis des Zusammenwirkens von Erwartung (Expectation), Kooperationsbereitschaft (Motivation), Kooperationsbereitschaft (Motivation), fokussierter Aufmerksamkeit (Focused Attention) und dem therapeutischen Kontext.

2. Ein weiterer Ansatz ist die Dissoziationstheorie (Dissociation Theory). Sie geht davon aus, dass während der Hypnose bestimmte psychische Prozesse relativ unabhängig voneinander ablaufen können und dadurch Veränderungen der Wahrnehmung, der Emotionen oder des Verhaltens entstehen. Darüber hinaus betrachten viele Forschende die Suggestion (Suggestion) als den zentralen Faktor der Hypnose, wobei ihre Wirkung nicht nur von der Suggestion selbst abhängt, sondern auch von der therapeutischen Beziehung, der Zusammenarbeit und dem Ziel der behandelten Person beeinflusst wird.

3. Die Entwicklung der Neurowissenschaften hat durch Verfahren wie die Funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRI), die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und die Elektroenzephalographie (EEG) zusätzliche Erkenntnisse über die Gehirnaktivität während der Hypnose geliefert. Die Untersuchungen zeigen, dass sich die Aktivität bestimmter neuronaler Netzwerke im hypnotischen Zustand verändert. Bis heute konnte jedoch noch kein einheitliches Modell entwickelt werden, das alle beobachteten Phänomene vollständig erklärt.

4. Darüber hinaus werden auch die Erwartungstheorie (Expectation Theory) und die Lerntheorie (Learning Theory) herangezogen, um die Rolle der Erwartung, der Zusammenarbeit und des Übungsprozesses bei der Entstehung der hypnotischen Wirkung zu erklären.

Insgesamt gibt es bis heute keine Theorie, die als geeignet angesehen wird, die gesamte Struktur der Hypnose vollständig zu erklären.

Deshalb besteht die gegenwärtige Forschungsrichtung in einem multidisziplinären Ansatz, bei dem die Erkenntnisse der Psychologie, der Psychiatrie, der Neurowissenschaften, der Kognitionswissenschaft und der Klinischen Medizin  miteinander verbunden.

V. Anwendungsbereiche
Heutzutage wird die Klinische Hypnose in vielen Bereichen der Medizin (Medicine), der Psychologie und der Psychotherapie angewendet. Im Vergleich zur Anfangszeit, in der sie sich hauptsächlich auf die Psychotherapie konzentrierte, wurden die Anwendungsbereiche der Hypnose inzwischen auf zahlreiche verschiedene Fachgebiete ausgeweitet und erfolgen stets entsprechend den jeweiligen fachlichen Indikationen.

1. In der Psychotherapie wird die Hypnose eingesetzt, um die Entspannung zu unterstützen, die Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen und günstige Voraussetzungen für den therapeutischen Prozess zu schaffen.

2. In der Psychiatrie wird diese Methode bei bestimmten Angststörungen, Spezifischen Phobien, Stressbezogenen Störungen und Somatischen Belastungsstörungen mit Vorsicht angewendet; sie wird jedoch nicht als Standardbehandlung bei psychotischen Störungen angesehen.

3. Darüber hinaus wird die Klinische Hypnose auch im Schmerzmanagement, in der Anästhesiologie, der Zahnmedizin, der Geburtshilfe, der Onkologie, der Pädiatrie, der Verhaltensmedizin, der Sportpsychologie, der Gastroenterologie, der Dermatologie, der Rehabilitationsmedizin und der Palliativversorgung erforscht und angewendet. In diesen Fachgebieten wird die Hypnose hauptsächlich eingesetzt, um Schmerzen zu lindern, Angst zu reduzieren, die Zusammenarbeit der Patientinnen und Patienten zu verbessern, Verhaltensänderungen zu unterstützen und die Lebensqualität zu erhöhen.

Obwohl sich die Anwendungsbereiche zunehmend erweitern, betrachten die meisten heutigen fachlichen Leitlinien die Klinische Hypnose als eine Ergänzende Therapiemethode (Complementary Therapeutic Method). Das bedeutet, dass die Hypnose zur Unterstützung bereits etablierter Behandlungsmethoden eingesetzt wird und nicht als Ersatz für die Standardbehandlungen der modernen Medizin angesehen wird.

VI. Wirksamkeit nach den derzeit vorliegenden Studien
Die Wirksamkeit der Klinischen Hypnose wird gegenwärtig hauptsächlich auf der Grundlage der Evidenzbasierten Medizin (Evidence-Based Medicine) beurteilt. Dazu gehören Randomisierte kontrollierte Studien (Randomized Controlled Trials – RCT), Systematische Übersichtsarbeiten (Systematic Reviews) und Meta-Analysen (Meta-analyses).

Die Studien zeigen, dass die Wirksamkeit der Hypnose nicht bei allen Krankheitsbildern gleich ist, sondern von der jeweiligen Indikation abhängt.

Die derzeit stärksten wissenschaftlichen Nachweise liegen im Schmerzmanagement (Pain Management), bei der Reduktion von prozedurbezogener Angst, der Schmerzlinderung bei medizinischen Eingriffen, beim Reizdarmsyndrom (Irritable Bowel Syndrome – IBS) sowie in einigen Bereichen der Psychotherapie, wie Angststörungen, Spezifischen Phobien, Stressbezogenen Störungen und Somatischen Belastungsstörungen, vor. In diesen Bereichen zeigt die Hypnose in der Regel bessere Ergebnisse, wenn sie mit den etablierten Standardbehandlungen kombiniert wird.

Für die Onkologie und viele andere Fachgebiete weisen die Studien hauptsächlich auf die unterstützende Rolle der Hypnose bei der Schmerzlinderung, der Reduktion von Angst, der Verminderung von Übelkeit, der Verbesserung der Zusammenarbeit der Patientinnen und Patienten sowie der Erhöhung der Lebensqualität hin; es gibt keine Nachweise dafür, dass die Hypnose die Standardbehandlungen ersetzen oder die Krankheitsursache unmittelbar behandeln kann.

Die Studien zeigen außerdem, dass die Wirksamkeit der Hypnose durch zahlreiche Faktoren beeinflusst wird, wie den Grad der Hypnotisierbarkeit, die Erfahrung der Therapeutin oder des Therapeuten, den Inhalt der therapeutischen Suggestion, die Zusammenarbeit der Patientinnen und Patienten sowie die Unterschiede im Studiendesign. Deshalb sind die Ergebnisse sowohl zwischen den einzelnen Studien als auch zwischen den einzelnen Personen nicht vollständig identisch.

Insgesamt betrachten die derzeitigen wissenschaftlichen Nachweise die Klinische Hypnose als eine Ergänzende Therapiemethode, die bei einigen bereits relativ umfassend untersuchten Indikationen wirksam ist.

Bis heute gibt es jedoch noch keine ausreichenden wissenschaftlichen Nachweise, um zu bestätigen, dass die Hypnose eine spezifische Behandlungsmethode ist oder bei allen Krankheitsbildern wirksam angewendet werden kann.

VII. Grenzen
Obwohl die Klinische Hypnose bei einigen Indikationen als eine Ergänzende Therapiemethode anerkannt ist, besitzt sie – wie jede andere Behandlungsmethode – bestimmte Grenzen hinsichtlich ihres Anwendungsbereiches und ihres Wirksamkeitsgrades entsprechend den derzeit vorliegenden wissenschaftlichen Nachweisen.

Zunächst ist die Wirksamkeit der Hypnose nicht bei allen Menschen gleich, da sich der Grad der Hypnotisierbarkeit zwischen den einzelnen Personen unterscheidet. Gleichzeitig ist die Hypnose keine spezifische Behandlungsmethode für die Ursache aller Krankheitsbilder und ersetzt weder Medikamente, chirurgische Eingriffe, Chemotherapie, Strahlentherapie noch andere fachärztliche Behandlungsmethoden, sofern hierfür eine Indikation besteht.

Darüber hinaus unterscheidet sich die wissenschaftliche Evidenz zwischen den einzelnen Fachgebieten; die Qualität der Studien, die Stichprobengröße, die Nachbeobachtungszeit und die Durchführungsmethoden sind bisher noch nicht vollständig einheitlich. Die Wirksamkeit der Hypnose wird außerdem durch die fachliche Qualifikation der durchführenden Person, die therapeutische Beziehung, den Inhalt der therapeutischen Suggestion sowie die Zusammenarbeit der Patientinnen und Patienten beeinflusst.

Darüber hinaus ist die Erforschung der Klinischen Hypnose weiterhin mit erheblichen Schwierigkeiten bei der Gestaltung geeigneter Kontrollgruppen verbunden. Gleichzeitig bestehen in der Öffentlichkeit nach wie vor unzutreffende Vorstellungen, die auf einer Verwechslung zwischen der Klinischen Hypnose und der Bühnenhypnose (Stage Hypnosis) beruhen.

Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es bis heute noch keine einheitliche Theorie, welche den Wirkmechanismus und sämtliche Phänomene der Hypnose vollständig erklären kann.

VIII. Risiken
Obwohl die Klinische Hypnose als eine relativ sichere Methode angesehen wird, wenn sie entsprechend der richtigen Indikation und von fachlich qualifizierten Personen durchgeführt wird, bestehen dennoch einige Risiken, die in der klinischen Praxis berücksichtigt werden müssen.

Zu den wichtigsten Risiken gehören starke emotionale Reaktionen, das Hervorrufen unzutreffender Erinnerungen, eine vorübergehende Zunahme von Angst oder Stress, unerwünschte Reaktionen auf therapeutische Suggestionen (Suggestion) sowie einige dissoziative Erscheinungen bei Personen mit entsprechender Veranlagung oder entsprechenden Erkrankungen.

Die Risiken der Hypnose hängen von zahlreichen Faktoren ab, wie dem psychischen Zustand der Patientin oder des Patienten, der fachlichen Qualifikation der durchführenden Person, dem Behandlungsziel, dem Inhalt der therapeutischen Suggestionen sowie der richtigen Auswahl der Indikationen oder Kontraindikationen.

IX. Der gegenwärtige Stand der Hypnose.
Mit dem Beginn des 21. Jahrhunderts hat sich die Hypnose zu einem Fachgebiet entwickelt, das in zahlreichen Bereichen der Medizin, der Psychologie und der Psychotherapie erforscht und angewendet wird. In vielen Ländern wird die Klinische Hypnose als unterstützende Behandlungsmethode eingesetzt und in Ausbildungsprogrammen für Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Psychologinnen und Psychologen sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten gelehrt.

1. Bis heute wird die Klinische Hypnose jedoch noch nicht als Standardbehandlung für sämtliche Krankheitsgruppen angewendet, sondern hauptsächlich in denjenigen Bereichen eingesetzt, für die klinische Studien eine entsprechende Unterstützung liefern.

Systematische Übersichtsarbeiten und Meta-Analysen, die in den vergangenen Jahren veröffentlicht wurden, zeigen, dass die Klinische Hypnose gegenwärtig vor allem bei Schmerzmanagement, Angststörungen, stressbezogenen Störungen, Reizdarmsyndrom, zur Unterstützung chirurgischer Eingriffe, in der Zahnmedizin, der Geburtshilfe, der unterstützenden Krebsbehandlung, der Raucherentwöhnung sowie bei einigen weiteren Verhaltensstörungen erforscht und angewendet wird.

2. Bis heute gibt es keine einheitliche internationale Datenbank, aus der hervorgeht, wie viele Patientinnen und Patienten weltweit mit Klinischer Hypnose behandelt werden.

Der Grund dafür ist, dass jedes Land ein eigenes Gesundheits-, Versicherungs- und Statistiksystem anwendet; in vielen Fällen ist die Hypnose lediglich ein Bestandteil eines psychotherapeutischen oder eines integrierten medizinischen Behandlungsprogramms und wird deshalb nicht als eigenständige Behandlungsmethode statistisch erfasst.

3. Ein besonderes Merkmal des gegenwärtigen Forschungsstandes besteht darin, dass bisher kein einheitliches Bewertungssystem für die Langzeitwirksamkeit der Klinischen Hypnose entwickelt wurde.

Die meisten Studien untersuchen jeweils einzelne Krankheitsgruppen mit unterschiedlichen Auswahlkriterien für die Patientinnen und Patienten, unterschiedlichen Hypnosetechniken, unterschiedlicher Anzahl von Behandlungssitzungen sowie unterschiedlichen Bewertungskriterien. Deshalb lassen sich die Ergebnisse der einzelnen Studien nur schwer unmittelbar miteinander vergleichen.

4. Ebenso gibt es bisher keine einheitlichen internationalen statistischen Daten über die Rückfallquote nach einer Behandlung mit Klinischer Hypnose.

In den veröffentlichten Arbeiten unterscheiden sich die Nachbeobachtungszeiträume erheblich und reichen von der unmittelbaren Beurteilung nach der Behandlung bis zu Zeitpunkten nach drei Monaten, sechs Monaten, zwölf Monaten oder noch länger. Aufgrund der Unterschiede hinsichtlich der Krankheitsgruppen, der Forschungsmethoden und der Bewertungskriterien kann gegenwärtig keine allgemeine Rückfallquote für sämtliche Indikationen der Klinischen Hypnose bestimmt werden.

5. Auch hinsichtlich der Behandlungskosten gibt es gegenwärtig keinen internationalen Standard.

Die Kosten hängen vom jeweiligen Land, vom System der Krankenversicherung, von der fachlichen Qualifikation der durchführenden Person sowie von der Dauer der Behandlung ab. In vielen Ländern, insbesondere im Bereich privater Praxen, müssen die Patientinnen und Patienten die Behandlungskosten ganz oder teilweise selbst tragen, wenn die Klinische Hypnose nicht zum Leistungskatalog der Krankenversicherung gehört.

6. In der heutigen klinischen Praxis verwenden die meisten Fachleute die Klinische Hypnose nicht als eigenständige Behandlungsmethode, sondern kombinieren sie mit anderen Verfahren wie der Kognitiven Verhaltenstherapie (Cognitive Behavioral Therapy – CBT), der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (Acceptance and Commitment Therapy – ACT), dem Schmerzmanagement, der Palliativversorgung (Palliative Care) oder Rehabilitationsprogrammen.

7. Diese Entwicklung spiegelt die in der modernen Medizin weit verbreitete Auffassung wider, dass die Klinische Hypnose eher als eine Ergänzende Therapiemethode angesehen wird als eine eigenständige alternative Behandlungsmethode.

Insgesamt zeigt der gegenwärtige Stand der Klinischen Hypnose, dass es sich um ein Fachgebiet handelt, das in vielen Ländern hinsichtlich Ausbildung, Forschung und fachlicher Praxis bereits vergleichsweise gut organisiert ist.

Bis heute konnte jedoch noch kein einheitliches Bewertungsmodell hinsichtlich des Indikationsbereiches, der Anwendungsquote, der Rückfallquote, der Nachbeobachtungszeit nach der Behandlung sowie der Langzeitwirksamkeit für sämtliche Krankheitsgruppen entwickelt werden.

X. Zusammenfassende Übersicht zur Hypnose

BereichSchlüsselwörter
Name der MethodeHypnose (Hypnosis)
UrsprungMesmer, James Braid entwickelte sie zur Klinischen Hypnose weiter
WesenHypnotischer Zustand, Suggestion, fokussierte Aufmerksamkeit
Theoretische GrundlageNicht einheitlich, mehrere Theorien nebeneinander
BehandlungszielSchmerzlinderung, Angstreduktion, Verhaltensänderung, Unterstützung der Behandlung
AnwendungsbereicheSchmerzen, Angst, Stress, Zahnmedizin, Chirurgie, Geburtshilfe, Onkologie, Palliativversorgung
Heutige RolleErgänzende Therapiemethode (Complementary Therapeutic Method)
Wirksamkeit nach der EvidenzAbhängig von der jeweiligen Erkrankung und der jeweiligen Indikation, nicht einheitlich
AnwendungsgruppeNur bestimmte bereits untersuchte Krankheitsgruppen
Weltweite AnwendungsquoteKeine einheitliche internationale Statistik
Anzahl der behandelten PersonenKeine internationale Datenbank
RückfallquoteKeine einheitliche internationale Statistik
NachbeobachtungszeitNicht einheitlich (3 Monate – 6 Monate – 12 Monate – 24 Monate …)
BehandlungskostenJe nach Land unterschiedlich, kein internationaler Standard
VorteileNicht invasiv, wenige biologische Nebenwirkungen, gut mit anderen Behandlungen kombinierbar
GrenzenAbhängig vom Grad der Hypnotisierbarkeit (Hypnotizability), von den Fähigkeiten der Therapeutin oder des Therapeuten sowie von der jeweiligen Erkrankung
RisikenFalsche Erinnerungen (False Memory), starke emotionale Reaktionen, kommerzieller Missbrauch
Fachliche AusbildungÄrztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Psychologinnen und Psychologen, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten
FachorganisationenISH – ASCH – SCEH – BSCAH – SMSH (siehe Glossar)
Gegenwärtige ForschungRandomisierte kontrollierte Studien (RCT), Systematische Übersichtsarbeiten (Systematic Review), Meta-Analysen (Meta-analysis), Neurowissenschaften (Neuroscience)
Charakteristik der ForschungNicht einheitlich (Heterogeneity)
BewertungsmodellKein einheitlicher Standard
EntwicklungstendenzIntegration, Standardisierung, Erforschung der Gehirnmechanismen


ZUSAMMENFASSUNG DES KAPITELS A

Im Verlauf seiner mehr als zweihundertjährigen Entstehung und Entwicklung hat sich die Hypnose heute zu einer Ergänzenden Therapiemethode entwickelt, die in zahlreichen Bereichen der Medizin, der Psychologie und der Psychotherapie erforscht und angewendet wird.

Bis heute verfügt die Klinische Hypnose über Ausbildungssysteme, Berufsorganisationen und zahlreiche wissenschaftliche Forschungsarbeiten auf internationaler Ebene. Diese Methode wird hauptsächlich bei einigen bereits untersuchten Krankheitsgruppen und Indikationen angewendet und in der Regel mit anderen Behandlungsmethoden kombiniert, anstatt als eigenständige Behandlungsmethode eingesetzt zu werden.

Der gegenwärtige Stand der Klinischen Hypnose spiegelt einen Entwicklungsprozess mit zahlreichen Theorien, verschiedenen Erklärungsmodellen und unterschiedlichen Anwendungsbereichen wider. Obwohl die Zahl der wissenschaftlichen Untersuchungen und der klinischen Anwendungen weiter zunimmt, gibt es derzeit noch

. keine einheitliche Theorie,
. kein einheitliches Bewertungsmodell,
. keine einheitliche internationale Statistik über die Anwendungsquote,
. keine einheitliche internationale Statistik über die Rückfallquote,
. keine standardisierte Nachbeobachtungszeit und
. keine internationalen Standardbehandlungskosten.

Deshalb wird die Hypnose gegenwärtig weiterhin als ein Fachgebiet angesehen, das in der modernen Medizin fortlaufend erforscht, standardisiert und weiterentwickelt wird.

XI. Quellen und Literaturverzeichnis
Das KAPITEL A wurde aus Fachmonographien, fachlichen Leitlinien und wissenschaftlichen Forschungsarbeiten aus den Bereichen der Klinischen Hypnose, der Experimentellen Hypnose, der Psychotherapie, der Psychiatrie und der Neurowissenschaften zusammengestellt.

1. Bedeutende Autoren.
. Franz Anton Mesmer – Animalischer Magnetismus (Animal Magnetism).
. James Braid – Einführung des Begriffs Hypnose (Hypnosis).
. Jean-Martin Charcot – Erforschung der Hypnose in der Neurologie.
. Hippolyte Bernheim – Suggestion (Suggestion).
. Pierre Janet – Dissoziation (Dissociation).
. Milton H. Erickson – Moderne Klinische Hypnose (Clinical Hypnosis).

2. Fachliteratur.
Fachbücher und Lehrbücher über Hypnose (Hypnosis), Psychotherapie (Psychotherapy) und Neurowissenschaften (Neuroscience), die in Ausbildung und Forschung allgemein verwendet werden.

3. Fachliche Leitlinien und wissenschaftliche Evidenz.
. Clinical Practice Guidelines.
. Randomized Controlled Trials (RCTs).
. Systematic Reviews.
. Meta-Analyses.

4. Wissenschaftliche Datenbanken.
. PubMed/MEDLINE.
. Cochrane Library.
. PsycINFO.
. Embase.
. Google Scholar.

KAPITEL B
SELBSTHYPNOSE nach der symptomorientierten Medizin

I. Was ist Selbsthypnose?
Die Selbsthypnose ist der Vorgang, bei dem eine Person eigenständig Hypnosetechniken anwendet, um sich selbst in einen Hypnotischen Trancezustand zu versetzen, mit dem Ziel, beispielsweise Entspannung zu fördern, Stress zu reduzieren, Schmerzen zu kontrollieren oder bestimmte Verhaltensweisen zu verändern.

In der heutigen Praxis wird die Selbsthypnose in der Regel erst angeleitet, nachdem die Patientin oder der Patient bereits eine Klinische Hypnose gemeinsam mit einer Therapeutin oder einem Therapeuten durchgeführt hat. Deshalb wird diese Methode hauptsächlich als eine Fähigkeit zur Selbststeuerung der Gesundheit (Self-Management) und zur Selbstregulation (Self-Regulation) angesehen, nicht als eine eigenständige Behandlungsmethode.

Sie ist keine eigenständige Behandlungsmethode.

Die Wirksamkeit der Selbsthypnose hängt vom Behandlungsziel, von der Fähigkeit der einzelnen Person zur praktischen Anwendung sowie von der Kombination mit den entsprechend den fachlichen Indikationen vorgesehenen Standardbehandlungen ab.

II. Was ist der hypnotische Trancezustand?
Der Hypnotische Trancezustand ist ein veränderter Bewusstseinszustand (Altered State of Consciousness), in dem die Aufmerksamkeit stärker auf ein bestimmtes Objekt oder eine bestimmte Erfahrung gerichtet wird, während gleichzeitig die Aufmerksamkeit gegenüber anderen Reizen aus der Umgebung vermindert wird. Die Person im hypnotischen Zustand behält weiterhin das Bewusstsein über sich selbst, kann weiterhin hören, verstehen und während des gesamten Übungsprozesses aktiv mitarbeiten.

Deshalb ist der Hypnotische Trancezustand weder Schlaf (Sleep) noch ein Zustand der Bewusstlosigkeit oder des Kontrolliertwerdens durch andere Personen.

In der klinischen Praxis wird der Hypnotische Trancezustand gewöhnlich in drei Stufen eingeteilt: leicht, mittel und tief. Die therapeutische Wirksamkeit hängt jedoch nicht ausschließlich von der Tiefe des hypnotischen Zustandes ab, sondern wird auch durch zahlreiche andere Faktoren beeinflusst, wie die Hypnotisierbarkeit, die Suggestion (Suggestion), die Zusammenarbeit sowie das Behandlungsziel.

Obwohl Menschen im täglichen Leben ähnliche Zustände erleben können, wenn sie sich sehr stark konzentrieren, sind diese Phänomene nicht mit der Klinischen Hypnose gleichzusetzen, da sie nicht entsprechend einem therapeutischen Zweck und einem fachlichen Behandlungsablauf durchgeführt werden.

III. Die angewendeten Techniken
Bei der Selbsthypnose können verschiedene Techniken angewendet werden, um die praktizierende Person dabei zu unterstützen, den Hypnotischen Trancezustand zu erreichen und die Wirksamkeit des Selbstregulationsprozesses zu erhöhen. Zu den gebräuchlichen Techniken gehören:

1. Sicherer Ort
Die praktizierende Person stellt sich einen Sicheren Ort (Safe Place) oder eine Kraftvolle Begleitperson (Powerful Companion) vor, um DAS GEFÜHL von Ruhe, Geborgenheit und größerer emotionaler Stabilität zu erzeugen. Diese Technik wird häufig in Programmen zur Unterstützung bei Angst, Stress und psychischen Traumata eingesetzt.

2. Visualisierung und Suggestion
Die praktizierende Person nutzt die Visualisierung in Verbindung mit der Suggestion (Suggestion), um die Aufmerksamkeit auf ein gewünschtes Ziel zu richten, wie Entspannung, Schmerzlinderung oder die Veränderung von Emotionen oder Verhalten. Dies gilt als die zentrale Technikengruppe der meisten Programme der Selbsthypnose.

3. Atemtechnik und fokussierte Aufmerksamkeit
Atemtechniken in Verbindung mit fokussierter Aufmerksamkeit helfen dem Körper, sich zu entspannen, äußere Reize zu reduzieren und günstige Voraussetzungen für das Erreichen des hypnotischen Zustandes zu schaffen.

4. Selbst-Distanzierung
Einige Programme verwenden die Technik der Selbst-Distanzierung oder die Beobachterperspektive, um der praktizierenden Person zu helfen, ihre Emotionen und Erfahrungen objektiver zu beobachten, anstatt sich von ihnen mitreißen zu lassen.


IV. Indikationen

In der modernen Medizin wird die Selbsthypnose (Self-Hypnosis) hauptsächlich als eine Ergänzende Therapiemethode (Complementary Therapeutic Method) eingesetzt und mit den Standardbehandlungen kombiniert. Zu den häufigen Indikationen gehören:
1. Angststörungen (Anxiety Disorders) und Panikstörung (Panic Disorder).
2. Depression (Depression) im unterstützenden Bereich, in Kombination mit Psychotherapie oder medikamentöser Behandlung.
3. Schmerzen (Pain), insbesondere Chronische Schmerzen (Chronic Pain), Migräne (Migraine) sowie einige funktionelle Schmerzsyndrome.
4. Stress (Stress), Burnout-Syndrom (Burnout) und Störungen im Zusammenhang mit chronischem Stress.
5. Auftritts- oder Vortragsangst (Performance Anxiety) sowie Situationen, in denen die Konzentrationsfähigkeit und die Selbstkontrolle verbessert werden sollen.
6. Unterstützung bei einigen Funktionellen neurologischen Symptomen (Functional Neurological Symptoms) sowie bei psychophysiologischen Störungen entsprechend der fachlichen Indikation.

V. Ablauf der Selbsthypnose
Obwohl es verschiedene Schulen der Selbsthypnose gibt, sind die meisten nach einem weitgehend einheitlichen Ablauf aufgebaut, der die folgenden Schritte umfasst:

1. Vorbereitung.
Auswahl einer geeigneten Umgebung, Einnehmen einer bequemen Körperhaltung und klare Festlegung des Zieles der Übungseinheit.

2. Einleitung des hypnotischen Zustandes.
Anwendung von Techniken wie Atmung, Entspannung oder fokussierter Aufmerksamkeit, um schrittweise den Hypnotischen Trancezustand zu erreichen.

3. Visualisierung und Suggestion.
Verwendung positiver innerer Bilder in Verbindung mit Therapeutischen Suggestionen, um die Aufmerksamkeit auf das zuvor festgelegte Ziel zu richten. Dies wird als die zentrale Phase der Selbsthypnose angesehen.

4. Beendigung der Übungseinheit.
Schrittweiser Rückkehr in den Wachzustand sowie selbstständiges Wahrnehmen der Veränderungen hinsichtlich Empfindungen, Gedanken oder Emotionen nach der Übungseinheit.

VI. Veranschaulichender klinischer Fall
Zur Veranschaulichung der Anwendung der Selbsthypnose in der klinischen Praxis wird ein Fallbericht einer 26-jährigen Physiotherapeutin vorgestellt. Es handelt sich um den Fall einer Patientin mit mehreren gleichzeitig bestehenden Symptomen, darunter Beschwerden der Halswirbelsäule, Schwindel, Angst, Panik und Fahrangst.

Die Patientin wurde zunächst in Klinischer Hypnose angeleitet und praktizierte anschließend die Selbsthypnose zu Hause mit Techniken wie Sicherer Ort, Visualisierung und Suggestion.

Dem Bericht zufolge besserten sich die Symptome im Verlauf der Behandlung allmählich, insbesondere Angst, Panik, Schwindel und Fahrangst. Die Patientin entwickelte außerdem eine größere Fähigkeit zur Selbstregulation und setzte die erlernten Techniken im täglichen Leben eigenständig ein.

Es handelt sich hierbei jedoch lediglich um einen klinischen Fallbericht, sodass dieser vor allem der Veranschaulichung der Anwendungsmöglichkeiten der Selbsthypnose dient. Die Wirksamkeit der Methode muss weiterhin durch kontrollierte klinische Studien und systematische Übersichtsarbeiten entsprechend den Standards der Evidenzbasierten Medizin beurteilt werden.

VII. Grenzen
Obwohl die Selbsthypnose in vielen Bereichen der Klinischen Hypnose angewendet wird, weist diese Methode bestimmte Grenzen hinsichtlich ihres Anwendungsbereiches, ihrer therapeutischen Wirksamkeit und des Grades der wissenschaftlichen Evidenz auf.

1. Unterschiedliche Wirksamkeit zwischen den einzelnen Personen
Die Fähigkeit, den Hypnotischen Trancezustand zu erreichen und auf den Inhalt der Suggestion zu reagieren, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Deshalb ist die Wirksamkeit der Selbsthypnose je nach Person unterschiedlich.

2. Abhängigkeit von der Mitarbeit der praktizierenden Person
Im Unterschied zur Klinischen Hypnose setzt die Selbsthypnose voraus, dass die praktizierende Person die Techniken eigenständig korrekt erlernt und regelmäßig anwendet. Unregelmäßiges Üben oder eine nicht sachgerechte Durchführung können die Wirksamkeit des Behandlungsprozesses vermindern.

3. Kein Ersatz für eine medizinische Behandlung
In der heutigen symptomorientierten Medizin wird die Selbsthypnose lediglich als eine Ergänzende Therapiemethode angesehen.

Diese Methode kann die Diagnose, die Feststellung einer Erkrankung und die Behandlung von Krankheiten, die eine medizinische oder fachärztliche Intervention erfordern, nicht ersetzen.

4. Nicht für alle Personengruppen geeignet
Bei schweren psychischen Erkrankungen, kognitiven Einschränkungen oder eingeschränkter Kooperationsfähigkeit muss
die Anwendung der Selbsthypnose sorgfältig von fachlich qualifizierten Personen beurteilt und angeleitet werden.

5. Begrenzte wissenschaftliche Evidenz
Obwohl bereits zahlreiche Studien zur Selbsthypnose durchgeführt wurden, unterscheidet sich die Qualität der wissenschaftlichen Evidenz weiterhin zwischen den einzelnen Krankheitsgruppen. Die Wirksamkeit ist insbesondere bei der Unterstützung von Stress, Schmerzen und einigen Angststörungen deutlicher nachgewiesen, während für viele andere Indikationen weitere hochwertige klinische Studien erforderlich sind.

VIII. Risiken
Obwohl die Selbsthypnose als eine Methode mit einem relativ hohen Sicherheitsniveau angesehen wird, wenn sie sachgerecht angeleitet wird, kann eine ungeeignete Anwendung dennoch zu einigen Risiken in der klinischen Praxis führen.

1. Anwendung außerhalb der richtigen Indikation
Die Anwendung der Selbsthypnose anstelle einer medizinischen Untersuchung und Behandlung kann dazu führen, dass Erkrankungen, die eine fachärztliche Intervention erfordern, verspätet erkannt und behandelt werden.

Deshalb darf diese Methode die medizinische Diagnostik und Behandlung nicht ersetzen.

2. Zunahme von Angst oder Auslösung belastender Emotionen
Bei einigen Personen, insbesondere bei Menschen mit einer Vorgeschichte von Angst oder psychischen Traumata, kann die Konzentration auf innere Erfahrungen belastende Emotionen hervorrufen oder verstärken.

Diese Fälle müssen entsprechend angeleitet und begleitet werden.

3. Risiko der Entstehung falscher Erinnerungen
Die Verwendung von Suggestionen mit LENKENDER UND AUFDRÄNGENDER Wirkung kann zum Entstehen falscher Erinnerungen (False Memory) führen.

Obwohl dieses Risiko häufiger bei der Klinischen Hypnose auftritt, wird auch bei der Selbsthypnose empfohlen, suggestive Vorgaben mit aufdrängendem Charakter zu vermeiden.

4. Nicht sachgerechte Durchführung
Das Selbststudium anhand wissenschaftlich nicht fundierter Quellen oder eine Durchführung, die nicht dem vorgesehenen Ablauf entspricht, vermindern die Wirksamkeit und können zu unangemessenen Erwartungen gegenüber der Methode führen.

5. Erwartungen, die über die Möglichkeiten der Methode hinausgehen
Die Selbsthypnose wird häufig als Lösung für zahlreiche Gesundheitsprobleme beworben.

Nach der Evidenzbasierten Medizin handelt es sich jedoch lediglich um eine Ergänzende Therapiemethode, deren Anwendungsbereich und Wirksamkeit begrenzt und bereits bestimmt sind.

IX. Der gegenwärtige Stand der Selbsthypnose
Mit dem Beginn des 21. Jahrhunderts findet die Selbsthypnose zunehmend Beachtung als Bestandteil der Klinischen Hypnose und von Programmen der Gesundheitsförderung. In vielen Ländern wird diese Methode in Ausbildungsprogramme der Klinischen Hypnose aufgenommen, um Patientinnen und Patienten dabei zu unterstützen, die Behandlungsergebnisse zwischen den einzelnen therapeutischen Interventionen eigenständig aufrechtzuerhalten.

Die Selbsthypnose wird jedoch bis heute
noch nicht als eine eigenständige Behandlungsmethode angesehen, sondern hauptsächlich als eine unterstützende Technik innerhalb integrierter Behandlungsprogramme eingesetzt.

Die in den vergangenen Jahren veröffentlichten Studien zeigen, dass die Selbsthypnose hauptsächlich in Bereichen wie Schmerzmanagement, Angststörungen, Stress, Schlafstörungen, der unterstützenden Behandlung einiger chronischer Erkrankungen, der Rehabilitation sowie der Förderung der Selbstregulation der Patientinnen und Patienten angewendet wird. Für viele andere Krankheitsgruppen ist die Zahl der Studien weiterhin begrenzt und reicht noch nicht aus, um einheitliche Empfehlungen zu entwickeln.

Bis heute gibt es
keine einheitliche internationale Datenbank über die Anzahl der Personen, die Selbsthypnose praktizieren oder darin angeleitet werden.

Ebenso wie bei der Klinischen Hypnose gibt es derzeit
noch kein einheitliches Bewertungssystem hinsichtlich der Langzeitwirksamkeit der Selbsthypnose.

Die Studien verwenden unterschiedliche Anleitungsverfahren, Übungszeiträume, Bewertungskriterien und Nachbeobachtungszeiten, wodurch ein unmittelbarer Vergleich der Ergebnisse weiterhin erschwert wird. Bis heute liegen auch
keine einheitlichen internationalen Daten über die Rückfallquote oder die Aufrechterhaltung der Wirksamkeit nach Abschluss des Übungsprozesses vor.

Hinsichtlich der Behandlungskosten verursacht die Selbsthypnose während der Phase des selbstständigen Übens in der Regel keine hohen Kosten. Die Kosten der anfänglichen Anleitung hängen jedoch vom jeweiligen Land, vom Gesundheitssystem, von der fachlichen Qualifikation der anleitenden Person sowie davon ab, ob diese Methode von der Krankenversicherung übernommen wird oder nicht.

In der heutigen Praxis wird die Selbsthypnose hauptsächlich mit Methoden wie der Klinischen Hypnose, der Kognitiven Verhaltenstherapie (CBT), der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (Acceptance and Commitment Therapy – ACT), Programmen des Schmerzmanagements, der Rehabilitation und der Gesundheitsförderung kombiniert. Diese Entwicklung spiegelt die allgemeine Auffassung der heutigen symptomorientierten Medizin wider, dass die Selbsthypnose eine Ergänzende Therapiemethode ist und dazu beiträgt, die Fähigkeit zur Selbststeuerung zu erhöhen und die Behandlungsergebnisse aufrechtzuerhalten.

X. Zusammenfassende Übersicht zur Selbsthypnose

ThemaZusammenfassender Inhalt
BegriffSelbsthypnose, Hypnotischer Trancezustand, Selbstregulation, Therapeutische Suggestion
ZielEntspannung, Stressreduktion, Schmerzkontrolle, Emotionsregulation, Verhaltensänderung
TechnikenSicherer Ort, Visualisierung, Atemtechnik, Suggestion, Selbstbeobachtung
IndikationenAngst, Panik, Depression (unterstützend), Chronische Schmerzen, Migräne, Stress, Burnout, Auftrittsangst
AblaufVorbereitung, Trance-Induktion, Visualisierung und Suggestion, Abschluss und Selbstbeobachtung
RolleErgänzende Therapiemethode, Selbststeuerung, Aufrechterhaltung der Behandlungsergebnisse
GrenzenUnterschiedliche Wirksamkeit zwischen den einzelnen Personen, abhängig vom Üben, kein Ersatz für medizinische Behandlung, nicht für alle Personengruppen geeignet, begrenzte Evidenz
RisikenFalsche Indikation, nicht sachgerechte Durchführung, Zunahme von Angst, falsche Erinnerungen (False Memory), überhöhte Erwartungen
Gegenwärtiger StandZunehmend breitere Anwendung innerhalb der Klinischen Hypnose und der Gesundheitsförderung; Forschung entwickelt sich weiter; hauptsächlich unterstützende Rolle innerhalb der Behandlung
EntwicklungWeitere kontrollierte klinische Studien, Standardisierung der Verfahren und Bewertung der Langzeitwirksamkeit

XI. Quellen und Literaturverzeichnis
Die Ausarbeitung des KAPITELS B – SELBSTHYPNOSE nach der symptomorientierten Medizin wurde auf der Grundlage von Fachbüchern, Leitlinien der klinischen Praxis, Unterlagen wissenschaftlicher Fachgesellschaften sowie wissenschaftlichen Veröffentlichungen aus den Bereichen der Klinischen Hypnose, der Selbsthypnose und der Psychotherapie zusammengestellt.

Die ausgewählten Quellen dienen dazu, diejenigen Auffassungen, theoretischen Modelle und Anwendungsbereiche wiederzugeben, die gegenwärtig in der modernen Medizin erforscht, gelehrt und angewendet werden.

1. Fachbücher
. Bongartz, W. (Hrsg.). Hypnose und Kognition. Springer-Verlag.
. Revenstorf, D., & Peter, B. (Hrsg.). Hypnose in Psychotherapie, Psychosomatik und Medizin. Springer-Verlag.
. Lynn, S. J., Kirsch, I., Barabasz, A., Cardeña, E., & Patterson, D. Hypnosis and Suggestion: Clinical Implications. Guilford Press.
. Yapko, M. D. Trancework: An Introduction to the Practice of Clinical Hypnosis. Routledge.
. Hammond, D. C. (Hrsg.). Handbook of Hypnotic Suggestions and Metaphors. W. W. Norton.

2. Fachliche Leitlinien und wissenschaftliche Fachgesellschaften
. Milton H. Erickson Foundation (USA).
. American Society of Clinical Hypnosis (ASCH).
. Society for Clinical and Experimental Hypnosis (SCEH).
. Deutsche Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie (DGH).
. Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Hypnose (DGZH).
. European Society of Hypnosis (ESH).
. International Society of Hypnosis (ISH).

3. Behandlungsleitlinien und Systematische Übersichtsarbeiten
. Leitlinien der klinischen Praxis zur Anwendung der Klinischen Hypnose und der Selbsthypnose bei Schmerzmanagement, Angst, Stress und unterstützender Versorgung.
. Systematische Übersichtsarbeiten und Meta-Analysen zur Bewertung der Wirksamkeit der Selbsthypnose in der Medizin und der Psychotherapie.
. Randomisierte kontrollierte Studien (Randomized Controlled Trials – RCTs) über die Anwendung der Selbsthypnose in verschiedenen klinischen Fachgebieten.

4. Wissenschaftliche Datenbanken
. PubMed/MEDLINE.
. Cochrane Library.
. PsycINFO.
. Embase.
. Google Scholar.

5. Zum Vergleich herangezogene psychotherapeutische Schulen
. Verhaltenstherapie.
. Tiefenpsychologie.
. Psychoanalyse.
. EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing).
. ACT (Acceptance and Commitment Therapy).
. MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction).
. PMR (Progressive Muscle Relaxation).
. Meditation.
. Autogenes Training.
. Achtsamkeit.

KAPITEL C
TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs

I. Allgemeines
Die TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs ist das vollständige, konsistente und offizielle akademische System der Psychosomatischen Energetischen Reflexzonentherapie am Gesicht P.E.R.G.® nach NGOs – abgekürzt als „TÂM-THỂ P.E.R.G.® nach NGOs“ oder „P.E.R.G.® nach NGOs“.

P.E.R.G.® nach NGOs ist eine Marke, die in der Bundesrepublik Deutschland beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) seit dem 11.06.2012 unter der Registernummer 30 2012 025 325 eingetragen und geschützt ist.

Der vollständige Name der Methode lautet Psychosomatische Energetische Reflexzonentherapie am Gesicht P.E.R.G.® nach NGOs – abgekürzt als P.E.R.G.® nach NGOs oder P.E.R.G.®.

Inhaber der Marke ist Ngoc-Diep NGO.

Wenn jedoch P.E.R.G.® nach NGOs lediglich als eine Reflexzonenmethode am Gesicht, als eine energetische Entspannungsmethode, als eine physikalische Methode zur Einwirkung auf den Körper oder als eine Form der psychologischen Unterstützung betrachtet wird, dann spiegelt dies das eigentliche Wesen dieser Therapie keineswegs vollständig wider. Deshalb gilt:

. P.E.R.G.® nach NGOs ist nicht nur eine Bezeichnung.
. P.E.R.G.® nach NGOs ist auch nicht nur eine Technik.
. P.E.R.G.® nach NGOs ist erst recht nicht nur eine Anzahl physikalischer Handgriffe oder psychologischer Beratungsgespräche, die einzeln in der Praxis angewendet werden.

Vielmehr ist P.E.R.G.® nach NGOs ein eigenständiges System, das die Grundlagen der medizinischen Logik, der Medizinwissenschaft, der medizinischen Kunst und der medizinischen Praxis sowie eine besondere Fachterminologie umfasst. Es verfügt über ein eigenständiges Verfahren der Untersuchung, Diagnose–Indikationsstellung–Therapie, der praktischen Anwendung, der Ausbildung, der Lehrunterlagen sowie der Anwendungsmethoden, die während des gesamten Krankheitsverlaufs des Autors, seines Lernens, Forschens, Lehrens und praktischen Wirkens begründet und entwickelt wurden.

Darüber hinaus ist zu wissen, dass der Inhaber während der Gründung, der Entstehung und der Entwicklung der P.E.R.G.® nach NGOs zahlreiche Methoden erlernt, praktisch ausgeübt und angewendet sowie verschiedene Hilfsmittel eingesetzt hat. Dadurch verfügt er über umfangreiche klinische Erfahrungen mit Methoden wie der Physiotherapie, verschiedenen Reflexzonenmethoden – insbesondere der Reflexzonentherapie am Gesicht –, der Energielehre, der Fünf-Elemente-Lehre und dem I Ging, dem Muskeltest, den Vier Grundlagen der Achtsamkeit des Buddhismus, verschiedenen Techniken der Gehirnstimulation, klinischen Beobachtungsverfahren sowie zahlreichen weiteren physiotherapeutischen und praktisch-psychologischen Techniken.

Diese Elemente sind jedoch lediglich Mittel und Werkzeuge, die integriert und für die Anwendung der akademischen und medizinisch-technischen Grundlagen der P.E.R.G.® nach NGOs angepasst wurden.

Deshalb sind diese Mittel für sich genommen nicht die P.E.R.G.® nach NGOs.

So wie ein Rad nicht das Fahrzeug ist.
Der Motor ist nicht das Fahrzeug.
Das Lenkrad ist nicht das Fahrzeug.

Daher stellt die Gleichsetzung der integrierten und für die gesamte Grundlage der medizinischen Logik, der Medizinwissenschaft, der medizinischen Kunst und der medizinischen Praxis der P.E.R.G.® nach NGOs angepassten Werkzeuge mit der P.E.R.G.® nach NGOs selbst eine erhebliche Verwechslung zwischen Mittel und System, zwischen Werkzeug und Lehre sowie zwischen Teil und Ganzem dar.

Diese Eigenständigkeit bildet den grundlegenden Kern der P.E.R.G.® nach NGOs und umfasst:

4-SÄULEN (4-Pillars), 3-DIAGNOSEN (3-Diagnosis) und 4-MEDIZINEN (4-Medicines).

Diese drei Grundlagen können nicht voneinander getrennt bestehen, sondern stehen in wechselseitiger Beziehung und wirken miteinander wie die drei Füße eines Bronze-Dreifußkessels.

Fehlt bei medizinischen Interventionen auch nur eine dieser drei Grundlagen, dann gehören sämtliche Darstellungen, Werbemaßnahmen oder Anwendungen unter der Bezeichnung P.E.R.G.® nach NGOs ausdrücklich nicht zum System der TÁC-Ý-Kunde der „Psychosomatischen Energetischen Reflexzonentherapie am Gesicht der P.E.R.G.® nach NGOs“ mit ihrer rechtlichen Grundlage und ihrem geistigen Eigentum, die bestätigt und geschützt worden sind – abgekürzt als „TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs“ (TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs).

Für diese Abhandlung werden die 4-SÄULEN der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs als Grundlage für die akademische Gegenüberstellung mit der Hypnose und der Selbsthypnose dargestellt.

II. Die 4-SÄULEN der Grundlagen der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs
Dies ist das System der medizinischen Logik der Erkenntnis, das zur Betrachtung und Erforschung aller unendlich gegenwärtigenLogical-natural presently, continuously operating order“ verwendet wird, die in allen bedingten oder unbedingten Phänomenen gegenwärtig vorhanden ist. Die vier SÄULEN bestehen aus:

1. TÂM (Life Data Bank) ist die erste SÄULE
Nach der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs wird TÂM weder als Emotion noch als Gedanke oder als psychischer Zustand verstanden, sondern AUSSCHLIESSLICH als ein Werkzeug, vergleichbar mit einem Speicher, der alle gegenwärtig fortlaufend vorhandenen Lebensdaten aufnimmt und speichert. Deshalb erzeugt TÂM weder unmittelbar Krankheiten noch unmittelbar Symptome.

Darüber hinaus hat TÂM die Funktion, der TÁC-Ý Daten zur Verfügung zu stellen, damit diese die Art und Weise des Umgangs und der Reaktion auf alle gegenwärtig vorhandenen Situationen ausrichten kann.

Das Wesen von TÂM besteht aus den „Drei NICHT“ (Three NOTs): „kein ERKENNEN“ (no Recognition) – „kein BEWUSSTSEIN“ (no Consciousness) – „keine GEWAHRSAMKEIT“ (no Awareness).

2. TÁC-Ý (presently, continuously operating Will) ist die zweite SÄULE
TÁC-Ý
wird auch als Ý MUỐN LÀM (Will to act) bezeichnet und ist das gegenwärtig fortlaufend wirkende Subjekt (presently and continuously operating), das alle bedingten oder unbedingten Phänomene anhand der aus dem Speicher TÂM bereitgestellten Daten ausrichtet und hervorbringt. Dies ist der Ausgangspunkt aller gegenwärtigen Vorgänge. TÁC-Ý ist weder das Vergangene noch das Zukünftige. TÁC-Ý wirkt immer gegenwärtig und fortlaufend.

Gerade weil TÁC-Ý gegenwärtig fortlaufend wirkt, ist sie der INPUT des gesamten nachfolgenden Prozesses. Wenn TÁC-Ý ERNEUERT wird, dann wird auch der gesamte nachfolgende Prozess entsprechend ERNEUERT.

3. NĂNG (psycho-energetic intensity) ist die dritte SÄULE
NĂNG
ist keine Energie im physikalischen Sinn, sondern der Grad beziehungsweise die Intensität der PSYCHE entsprechend der gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ý. NĂNG ist nicht unbeweglich, sondern wird entsprechend der TÁC-Ý fortlaufend ERNEUERT.

Deshalb ist NĂNG nicht der Ausgangspunkt einer Krankheit, sondern ausschließlich die Zwischenebene zwischen der gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ý und dem, was gegenwärtig am und in SOMA geschieht.

4. THÂN (Soma) ist die vierte SÄULE
THÂN ist der ORT des gegenwärtig fortlaufend GESCHEHENS (Location of presently, continuously Happening) von allem, was der gegenwärtig fortlaufend erscheinenden Intensität oder dem Grad der NĂNG entspricht. Alles, was am und im SOMA geschieht, kann gewogen, gemessen und gezählt sowie gesehen, gehört, gerochen, geschmeckt, berührt, gedacht, untersucht und diagnostiziert werden.

Alle Organe, alle Zellen, alle biologischen Reaktionen, alle Symptome, alle Syndrome und alle Bezeichnungen von Krankheiten sind auf dieser SÄULE erscheinen und geschehen auf dieser SÄULE. Deshalb erforscht die gesamte symptomorientierte Medizin hauptsächlich das, was am und im SOMA geschieht.

Nach diesem System werden alle gegenwärtig fortlaufend geschehenden Phänomene in der Reihenfolge erforscht, dass die gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý zur gegenwärtig fortlaufend erscheinenden NĂNG führt und anschließend zu dem, was entsprechend gegenwärtig fortlaufend am und im SOMA GESCHIEHT.

Der Unterschied dieser Grundlage zu allen anderen Systemen besteht darin, dass niemals bei den Symptomen oder den gegenwärtig fortlaufend geschehenden sichtbaren (SOMA) oder unsichtbaren (Psyche) Phänomenen stehen geblieben wird, sondern dass gegenwärtig fortlaufend betrachtet und erforscht wird, WAS gegenwärtig fortlaufend wirkt und zu diesen Symptomen oder Phänomenen führt.

KAPITEL D
Akademische Gegenüberstellung zwischen Hypnose – Selbsthypnose nach den Vier Säulen der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs

Akademischer InhaltHypnoseSelbsthypnoseGegenüberstellung nach den Vier Säulen der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs
Ausführende PersonDer Hypnotiseur führt die Hypnose durch.Die praktizierende Person selbst.Es wird lediglich die Person festgelegt, welche die Technik ausführt; nicht der GEGENWÄRTIG FORTLAUFEND WIRKENDE WILLE.
Gegenstand der EinwirkungDie hypnotisierte Person.Die praktizierende Person selbst.Es handelt sich um das Objekt der Einwirkung; nicht um den GEGENWÄRTIG FORTLAUFEND WIRKENDEN WILLEN.
MittelSuggestionAutosuggestionEs wird ein Interventionsmittel verwendet, um einen Zustand zu verändern; nicht der GEGENWÄRTIG FORTLAUFEND WIRKENDE WILLE, der vom Subjekt selbst ERNEUERT wird.
WirkmechanismusDie Person wird in den hypnotischen Zustand (Trance) versetzt, um die Aufnahmefähigkeit für Suggestion zu erhöhen.Die Person versetzt sich selbst in den Zustand der Selbsthypnose.Die Einwirkung erfolgt überwiegend auf der NĂNG (OUTPUT – GEGENWÄRTIG FORTLAUFEND ERSCHEINEN).
Akademisches ZielVeränderung von Empfindungen, Emotionen, Wahrnehmungen oder Verhalten.Selbstregulation von Empfindungen, Emotionen, Wahrnehmungen oder Verhalten.Die Zielrichtung betrifft überwiegend die Veränderung des OUTPUT – GEGENWÄRTIG FORTLAUFEND ERSCHEINEN oder des OUTPUT – GEGENWÄRTIG FORTLAUFEND GESCHEHEN.
Untersuchung von PhänomenenJe nach Schule können Erinnerungen, Erfahrungen, Emotionen oder Inhalte des Bewusstseins untersucht werden.Selbstständiges Erinnern oder Selbstbeobachten ist möglich.Der GEGENWÄRTIG FORTLAUFEND WIRKENDE WILLE wird nicht als Orientierung für die Untersuchung sämtlicher Phänomene verwendet.
Gegenstand der akademischen InterventionBewusstseinszustand und Fähigkeit zur Aufnahme von Suggestion.Bewusstseinszustand und Fähigkeit zur Autosuggestion.Der Schwerpunkt liegt auf der Intervention an den GEGENWÄRTIG FORTLAUFEND ERSCHEINENDEN Manifestationen; die Ordnung INPUT ist OUTPUT – OUTPUT ist INPUT nach dem Prinzip „nicht GLEICH – nicht VERSCHIEDEN“ wird nicht untersucht.
Bewertungskriterien der ErgebnisseVerringerung der Symptome sowie Veränderung von Verhalten oder Wahrnehmung.Verringerung der Symptome sowie Veränderung von Verhalten oder Wahrnehmung.Die Bewertung erfolgt überwiegend anhand des OUTPUT – GEGENWÄRTIG FORTLAUFEND ERSCHEINEN und des OUTPUT – GEGENWÄRTIG FORTLAUFEND GESCHEHEN.
ERNEUERUNGDer Begriff der ERNEUERUNG DES GEGENWÄRTIG FORTLAUFEND WIRKENDEN WILLENS wird nicht definiert.Der Begriff der ERNEUERUNG DES GEGENWÄRTIG FORTLAUFEND WIRKENDEN WILLENS wird nicht definiert.Die ERNEUERUNG nach der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs bedeutet, dass das Subjekt den GEGENWÄRTIG FORTLAUFEND WIRKENDEN WILLEN selbst erkennt und selbst erneuert; nicht die NĂNG, die GEGENWÄRTIG FORTLAUFEND ERSCHEINT, und auch nicht die Symptome, die am SOMA GEGENWÄRTIG FORTLAUFEND GESCHEHEN.
Akademisches BezugssystemEigenständige, jedoch nicht einheitliche Lehre und Technik der Hypnose.Eigenständige, jedoch nicht einheitliche Lehre und Technik der Selbsthypnose.Die einheitliche Lehre des GEGENWÄRTIG FORTLAUFEND WIRKENDEN WILLENS der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs mit den Vier Säulen, den Drei Diagnosen und den Vier Medizinen, erhellt durch die Wahrheit der WIRK-Ordnung mit dem INPUT–OUTPUT-Prinzip und den „Drei-W“.


KAPITEL E
SCHLUSSBETRACHTUNG
Durch die Auseinandersetzung mit der Entstehungsgeschichte, den akademischen Grundlagen, den Wirkmechanismen, den klinischen Anwendungen sowie durch die Gegenüberstellung mit dem Bezugssystem der Vier Säulen der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs kann festgestellt werden, dass die Hypnose und die Selbsthypnose zwei Methoden sind, die in zahlreichen Bereichen der Psychologie, der Psychotherapie und der Medizin erforscht, weiterentwickelt und angewendet worden sind.

In der klinischen Praxis wurden mit diesen Methoden zahlreiche positive Ergebnisse hinsichtlich der Schmerzreduktion, der Verringerung von Angst, der Emotionsregulation, der Verhaltensänderung sowie der unterstützenden Behandlung einiger psychischer Störungen beschrieben.

Nach der Gegenüberstellung anhand des Bezugssystems der Vier Säulen der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs richtet sich der Schwerpunkt der Untersuchung jedoch nicht mehr auf die Frage:

„Verändert sich das Symptom oder nicht?“

sondern auf die tiefergehende akademische Fragestellung:

Welcher INPUT ist GEGENWÄRTIG FORTLAUFEND WIRKEND und führt zu dem OUTPUT, der gegenwärtig fortlaufend ERSCHEINT oder gegenwärtig fortlaufend GESCHEHEN IST?

Nach der Lehre der Vier Säulen sind alle Phänomene, die am und im SOMA (Soma) gegenwärtig fortlaufend GESCHEHEN, ein OUTPUT.

Alle Unterschiede hinsichtlich des emotionalen Zustandes, des Grades der Entspannung, der Anspannung oder der gegenwärtig fortlaufend ERSCHEINENDEN Aufnahmefähigkeit sind ein OUTPUT, dessen Position sich auf der Ebene der NĂNG befindet.

Um den Entstehungsprozess einer Erkrankung klar zu verstehen, muss nach der „gegenwärtig fortlaufend wirkenden logisch-natürlichen Ordnung“ (Logical-natural presently and continuously operating order) geforscht werden, um Folgendes zu erkennen:

WAS ist der gegenwärtig fortlaufend wirkende INPUT, der
zum OUTPUT – gegenwärtig fortlaufend ERSCHEINEN (NĂNG) führt,
diese NĂNG ist gleichzeitig der INPUT
und ist zugleich der OUTPUT – gegenwärtig fortlaufend GESCHEHEN
am und im SOMA (Körper).

Nach der konsistenten akademischen Lehre der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs ist der sogenannte gegenwärtig fortlaufend wirkende INPUT:

der GEGENWÄRTIG FORTLAUFEND WIRKENDE krankheitsverursachende Wille
(Presently and continuously operating disease-causing Will).

Gerade dieser gegenwärtig fortlaufend wirkende WILLE ist das gegenwärtig fortlaufende ERSCHEINEN der NĂNG.

Die gegenwärtig fortlaufend ERSCHEINENDE NĂNG ist das, was gegenwärtig fortlaufend am und im SOMA (Körper) GESCHEHEN IST.

Aus der akademischen Gegenüberstellung in Kapitel D wird deutlich, dass

die Hypnose und die Selbsthypnose hauptsächlich Suggestion oder Autosuggestion verwenden, um eine VERÄNDERUNG DES ZUSTANDES der Aufnahmefähigkeit, der Emotionen, der Wahrnehmung oder des Verhaltens ZU ERZEUGEN.

Diese EINWIRKUNG erfolgt hauptsächlich auf der Ebene der NĂNG

und wird anhand der VERÄNDERUNG DES ZUSTANDES des SOMA BEWERTET.

Im Rahmen der für diese Abhandlung ausgewerteten wissenschaftlichen Literatur konnte kein Lehrsystem festgestellt werden, das den gegenwärtig fortlaufend wirkenden WILLEN als krankheitsverursachenden INPUT als Mittelpunkt einer eigenständigen Diagnose – Indikationsstellung – Behandlung festlegt und gleichzeitig ein Verfahren zur Erforschung und ERNEUERUNG dieses INPUTS nach dem Bezugssystem der Vier Säulen der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs entwickelt.

Deshalb lässt sich nach dem Bezugssystem dieser Arbeit folgender Unterschied des Ansatzes erkennen:

1. Hypnose und Selbsthypnose richten sich hauptsächlich auf die Regulierung des Zustandes und der Erscheinungsformen der Patientin oder des Patienten durch Veränderungen auf der Ebene der NĂNG, wodurch anschließend die Ebene des SOMA beeinflusst wird.

2. Demgegenüber richtet sich die TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs auf die Festlegung des GEGENWÄRTIG FORTLAUFEND WIRKENDEN krankheitsverursachenden Willens als einen INPUT.

Wenn dieser gegenwärtig fortlaufend wirkende WILLE als NEUER INPUT ERNEUERT wird, dann werden der OUTPUT – gegenwärtig fortlaufend ERSCHEINEN der NĂNG und gleichzeitig der OUTPUT – gegenwärtig fortlaufend GESCHEHEN am und im SOMA entsprechend NEU.

Dies ist der vollständig unterschiedliche Punkt der konsistenten akademischen Lehre der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs, der in dieser Abhandlung für die Gegenüberstellung mit der Hypnose und der Selbsthypnose sowie allgemein mit allen Methoden der Diagnose – Indikationsstellung – Therapie innerhalb der symptomorientierten Medizin verwendet wird.

Abgeschlossen am Montag, den 20.07.2026
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