EINLEITUNG

In den vergangenen Jahrzehnten haben sich mit der Entwicklung der Medizin, der Psychologie und alternativer Therapieverfahren zunehmend Forschungsarbeiten und Interventionsmethoden entwickelt, die sich nicht mehr ausschließlich auf die Verringerung von Krankheitssymptomen konzentrieren, sondern ihren Schwerpunkt allmählich auf das Auffinden und die Behandlung dessen verlagern, was als „Ursache“ (Cause) beziehungsweise als „Wurzel“ (Root) einer Erkrankung bezeichnet wird.

Daraus haben sich Begriffe wie „Behandlung an der Wurzel“, „Ursachenbehandlung“,ursachenorientierte Therapie“ (Cause Therapy) oder „Root Cause Therapy“ usw. zunehmend in der Medizin, der Psychotherapie und vielen weiteren Bereichen der Gesundheitsversorgung etabliert.

Unter diesen Methoden stellt der YAGER-Code einen bemerkenswerten Ansatz dar. Im Unterschied zu vielen Verfahren, die sich ausschließlich auf die Behandlung von Symptomen konzentrieren, geht der YAGER-Code davon aus, dass für das Erreichen eines nachhaltigen Ergebnisses auf die sogenannte „Ursache“ des Problems zugegriffen werden muss. Gerade aufgrund dieser Ausrichtung hat der YAGER-Code das Interesse vieler Therapeutinnen und Therapeuten geweckt und findet in unterschiedlichen Bereichen der Psychotherapie Anwendung.

Wenn das Ziel darin besteht,

die Ursache zu behandeln, muss zunächst geklärt werden, was diese Ursache überhaupt ist, auf welcher wissenschaftlich-theoretischen Grundlage sie bestimmt wird und welche Stellung sie innerhalb des gesamten Entstehungsprozesses einer Erkrankung sowie innerhalb des Prozesses der Diagnose – Bestimmung – Therapie einnimmt.

Denn erst wenn der Begriff der „Ursache“ innerhalb eines in sich konsistenten theoretischen Systems eindeutig bestimmt ist, können Forschung, diagnostische Bestimmung und Intervention auf derselben wissenschaftlichen Grundlage erfolgen.

Ausgehend genau von diesem wissenschaftlichen Anliegen untersucht diese Abhandlung zunächst den YAGER-Code entsprechend der wissenschaftlichen Struktur dieser Methode – von ihrer Entstehungsgeschichte über ihre theoretische Grundlage, ihre zentralen Begriffe, ihren Anwendungsablauf bis hin zu ihrem Anwendungsbereich

Eine Methode kann nicht den Anspruch erheben, „an der Wurzel zu diagnostizieren und zu behandeln“, wenn sie zuvor nicht bestimmt hat, was innerhalb einer konsistenten wissenschaftlichen Grundlage überhaupt unter der „Wurzel“ zu verstehen ist.

Dies ist keine Fragestellung, die ausschließlich den YAGER-Code betrifft.

Dies ist eine wissenschaftliche Fragestellung von allgemeiner Gültigkeit für alle Methoden, die sich selbst als „ursachenorientierte Methode“ (cause based method) verstehen.

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INHALTSVERZEICHNIS

EINLEITUNG
KAPITEL AUntersuchung der hypothetischen Grundlage der Methode des YAGER-Codes.
I. Entstehung.
II. Theoretische Grundlage.
III. Struktur der hypothetischen Lehre.
IV. System der hypothetischen Begriffe.
V. Ablauf der Diagnose – Bestimmung – Therapie.
VI. Anwendungsbereich.
VII. Forschungsergebnisse.
VIII. Umfang der Anerkennung.
IX. Literaturverzeichnis.

KAPITEL BTÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs
I. Die Grundlage der 4-Säulen.
II. Die logisch-natürliche gegenwärtig fortlaufend wirkende Ordnung der 4-Säulen.
III. Das INPUT–OUTPUT-Prinzip.

KAPITEL CWISSENSCHAFTLICHE UNTERSUCHUNG auf der Grundlage der 4-Säulen der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs.
I. Auf welcher theoretischen Grundlage wurde der Begriff „Center“ (Zentrum) bestimmt?
II. Auf welcher Grundlage wurde der Begriff Ursache (Cause) bestimmt?
III. Wie wird die Beziehung zwischen Center (Zentrum) – Cause (Ursache) – Symptom (Symptom) innerhalb der hypothetischen Annahmen erklärt?
IV. Das „Drei-W-Prinzip“ trägt dazu bei, die Stellung von Center und Cause im YAGER-Code gemäß der WIRK-Ordnung der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® zu verdeutlichen.

KAPITEL DVergleichstabelle zwischen dem hypothetischen wissenschaftlichen Begriffssystem des YAGER-Codes und der wissenschaftlichen Grundlage der 4-Säulen der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs.

KAPITEL EReflexion

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KAPITEL A
Untersuchung der hypothetischen Grundlage der Methode YAGER-Code

I. Entstehung

Die Methode YAGER-Code entstand aus der Forschungsarbeit von Dr. Edwin K. YAGER, einem klinischen Psychologen aus den Vereinigten Staaten, der über viele Jahre auf den Gebieten der klinischen Hypnotherapie (Clinical Hypnosis), der Psychotherapie (Psychotherapy) sowie der Behandlung langanhaltender psychischer Störungen tätig war.

Im Verlauf seiner klinischen Praxis stellte er fest, dass sich viele Patientinnen und Patienten trotz verschiedener zuvor durchlaufener Therapieformen nur sehr begrenzt verbesserten. Dies veranlasste ihn zu der Frage,

ob im Inneren des Menschen neben der Ebene des Bewusstseins und des Unterbewusstseins, welche von den traditionellen psychologischen Schulen untersucht werden, noch ein weiterer Steuerungsmechanismus existiert.

Aus langjährigen klinischen Beobachtungen leitete Edwin K. YAGER die Hypothese ab, dass in jedem Menschen

ein Steuerungszentrum existiert, das Informationen aufnehmen, Daten verarbeiten und zahlreiche psychische Vorgänge koordinieren kann, ohne dass sich der betroffene Mensch dieser Vorgänge bewusst ist.

Diese hypothetische Struktur bezeichnete er als Zentrum (Center).

Nach der Hypothese von YAGER besitzt dieses Zentrum (Center)

die Fähigkeit, diejenigen Ursachen zu erkennen, welche die Symptome hervorbringen, und zugleich die Fähigkeit, Veränderungen durchzuführen, wenn ihm eine entsprechende Aufgabe übertragen wird.

Auf der Grundlage dieser Annahme entwickelte YAGER keine weitere Schule der Hypnose, sondern einen therapeutischen Ablauf, der darauf ausgerichtet ist, eine Kommunikation zwischen der Therapeutin beziehungsweise dem Therapeuten und dem Zentrum (Center) der Klientin beziehungsweise des Klienten herzustellen.

Nach diesem Ablauf analysiert die Therapeutin beziehungsweise der Therapeut die Ursache nicht unmittelbar und verlangt von der Patientin beziehungsweise dem Patienten auch nicht, sich – wie bei vielen anderen Methoden – an sämtlichen traumatischen Erinnerungen zu erinnern. Stattdessen werden sprachliche Anweisungen verwendet, um den Auftrag an das Zentrum (Center) zu übermitteln, damit dieses den Prozess der Suche nach der Ursache sowie deren Bearbeitung selbst durchführt.

Die Entwicklung dieser Methode wurde schwerpunktmäßig in den Vereinigten Staaten seit dem Ende des 20. Jahrhunderts. Zunächst wurde die Methode zur Behandlung von Angstzuständen, Phobien, chronischen Schmerzen, Verhaltensstörungen und zahlreichen langanhaltenden psychischen Problemen angewendet. Später wurde der YAGER-Code durch fachliche Ausbildungsprogramme für Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen sowie Fachpersonen der klinischen Hypnose nach und nach auch in vielen anderen Ländern bekannt.

Ein bemerkenswertes Merkmal der Entstehungsgeschichte des YAGER-Codes besteht darin, dass diese Methode nicht aus einer philosophischen Lehre oder einem vollständig ausgearbeiteten Persönlichkeitsmodell hervorgegangen ist, wie dies bei vielen anderen psychologischen Schulen der Fall ist. Das gesamte System wurde überwiegend aus klinischer Erfahrung, aus sich wiederholenden Beobachtungen in der praktischen Arbeit sowie aus Hypothesen aufgebaut, die aus den Behandlungsergebnissen entstanden sind.

Daher wird der YAGER-Code häufig eher als

eine Methode der klinischen Intervention

und nicht als

ein wissenschaftlich vollständig ausgearbeitetes System der Psychologie und Psychotherapie angesehen.

In seinen veröffentlichten Arbeiten betonte Edwin K. YAGER stets, dass das Zentrum (Center) weder mit dem Unbewussten (Unconscious), dem Unterbewusstsein (Subconscious), dem Ich (Ego), der Seele (Soul) noch mit irgendeinem religiösen Begriff gleichgesetzt werden dürfe.

Nach seiner Auffassung wird in dieser hypothetischen psychotherapeutischen Methode YAGER-Code der Begriff Zentrum (Center) verwendet, um einen hypothetischen Mechanismus zu bezeichnen, der aus klinischen Beobachtungen abgeleitet wurde. Aus diesem Grund bildet der Begriff Zentrum (Center) die durchgehende Grundlage der gesamten Methode YAGER-Code und zugleich den größten Unterschied dieser Methode gegenüber vielen anderen psychotherapeutischen Schulen.

II. Hypothetische theoretische Grundlage (Theoretical Foundation)
Wenn die gesamte wissenschaftliche Grundlage des YAGER-Codes untersucht wird, lässt sich erkennen, dass diese Methode nicht auf einer eigenständigen psychologischen Lehre aufgebaut ist, sondern auf der Übernahme zahlreicher Erkenntnisse der klinischen Psychologie, der medizinischen Hypnose sowie der Forschung über die Tätigkeit des Unbewussten (Unconscious) im 20. Jahrhundert beruht.

1. Die erste Voraussetzung des YAGER-Codes ist die Annahme, dass sehr viele psychische oder psychosomatische Symptome nicht durch das Bewusstsein aufrechterhalten werden, sondern durch Verarbeitungsmechanismen, die außerhalb der gewöhnlichen Wahrnehmungsfähigkeit des Menschen liegen.

Diese Annahme steht unter dem Einfluss der Forschungstradition über das Unbewusste (Unconscious) innerhalb der Psychoanalyse (Psychoanalysis), obwohl Edwin K. YAGER das Zentrum (Center) nicht mit dem Unbewussten (Unconscious) im Sinne von Sigmund Freud oder Carl Gustav Jung gleichsetzt.

2. Die klinische Hypnosetherapie (Clinical Hypnosis) bildet die zweite Voraussetzung. Über viele Jahrzehnte hat die Hypnose gezeigt, dass Zustände hoher Konzentration den Zugang zu psychischen Prozessen ermöglichen können, die dem Menschen unter gewöhnlichen Umständen nicht bewusst sind.

YAGER vertritt jedoch die Auffassung, dass die Hypnose nicht das Ziel der Behandlung ist, sondern lediglich ein Mittel, das dazu dient, den Einfluss des Bewusstseins zu verringern, damit die Kommunikation mit dem Zentrum (Center) leichter erfolgen kann.

3. Die dritte Voraussetzung ist die Annahme der Existenz eines übergeordneten Steuerungsmechanismus im Inneren des Menschen. Nach YAGER besitzt dieser Mechanismus die Fähigkeit, zahlreiche psychische Vorgänge zu verwalten, zu koordinieren und zu regulieren sowie gleichzeitig Aufträge der Therapeutin beziehungsweise des Therapeuten entgegenzunehmen. Gerade diese Annahme bildet den Mittelpunkt der gesamten Hypothesenlehre.

Dennoch handelt es sich hierbei weiterhin um eine klinische Hypothese, die aus Behandlungserfahrungen entwickelt wurde und bislang nicht als anatomische, physiologische oder neurologische wissenschaftliche Entität begründet worden ist.

Ausgehend von diesen Voraussetzungen entwickelt der YAGER-Code die Auffassung, dass die Ursache (Cause) vieler Symptome nicht notwendigerweise von der Patientin beziehungsweise dem Patienten bewusst erkannt oder vollständig erzählt werden muss, damit eine Intervention möglich wird. Wenn das Zentrum (Center)

„die Ursache (Cause) erkennt und deren Bearbeitung durchführt, dann kann sich das Symptom (Symptom) verändern, ohne dass der gesamte Prozess einer langwierigen psychologischen Analyse erforderlich ist.“

Gerade weil der YAGER-Code von dieser hypothetischen Grundlage ausgeht, richtet er seine Forschung nicht auf die Persönlichkeitsstruktur, die psychische Entwicklung in den einzelnen Lebensphasen oder die Entstehungsmechanismen von Emotionen, wie dies viele klassische psychologische Schulen tun. Der Schwerpunkt der Methode liegt vielmehr auf der Annahme, dass

im Inneren des Menschen ein Steuerungsmechanismus existiert, der die Ursache (Cause) eines Symptoms (Symptom) bearbeiten kann, wenn er mit der richtigen Methode erreicht wird.

Aus wissenschaftlicher Sicht kann der YAGER-Code als eine Methode angesehen werden, die an der Schnittstelle zwischen Psychotherapie (Psychotherapy), klinischer Hypnosetherapie (Clinical Hypnosis) und ressourcenorientierten Therapiemodellen (Resource-oriented Therapy) liegt. Gerade diese Verbindung verleiht dem YAGER-Code sein charakteristisches Profil und ist zugleich der Grund dafür, dass diese Methode häufiger in fachlichen Foren der Hypnose und Psychotherapie diskutiert wird als innerhalb der offiziellen Klassifikationssysteme der empirischen Psychologie.

III. Struktur der hypothetischen Lehre (Hypothetical Structure)
Wenn der gesamte YAGER-Code als ein hypothetisches System betrachtet wird, lässt sich erkennen, dass die gesamte Methode um eine sehr hypothetisch charakteristische Struktur herum aufgebaut ist.

Im Unterschied zu vielen psychotherapeutischen Schulen, die ihre Lehre aus Persönlichkeitsmodellen, aus den Entwicklungsstufen der Psyche oder aus den Gesetzmäßigkeiten von Emotionen und Verhalten ableiten, wird der YAGER-Code aus der Beziehung zwischen hypothetisch angenommenen Funktionen aufgebaut.

1. Das steuernde Zentrum (Center), die Ursachen (Causes), welche die Symptome aufrechterhalten, die Teile (Parts), welche die Reaktionen ausführen, sowie der Anpassungsprozess, der durch eben dieses Zentrum durchgeführt wird.

Innerhalb dieser Struktur wird das Zentrum (Center) an die zentrale Stelle des gesamten therapeutischen Prozesses gesetzt. Nach Edwin K. YAGER ist das Zentrum (Center) weder das Bewusstsein (Conscious Mind) noch das Unterbewusstsein (Subconscious), das Unbewusste (Unconscious), das Ich (Ego) oder die Seele (Soul).

Er betrachtet das Zentrum (Center) als einen Steuerungsmechanismus, der Informationen aufnehmen, den gegenwärtigen Zustand beurteilen, diejenigen Ursachen erkennen kann, welche die Symptome hervorbringen, und die notwendigen Anpassungen durchführen kann, ohne dass der betroffene Mensch den gesamten Ablauf kennen muss.

Ausgehend von dieser Annahme betrachtet der YAGER-Code die Therapeutin beziehungsweise den Therapeuten nicht als die Person, welche das Problem der Patientin beziehungsweise des Patienten unmittelbar löst. Die Aufgabe der Therapeutin beziehungsweise des Therapeuten besteht hauptsächlich darin,

die Kommunikation mit dem Zentrum (Center) herzustellen, das Behandlungsziel klar darzustellen und den Auftrag an das Zentrum (Center) zu übermitteln.

Erst das Zentrum (Center) wird als die Instanz angenommen, welche die Ursache sucht, die geeignete Vorgehensweise auswählt und die innere Veränderung durchführt.

2. Die Ursache (Cause) ist der nächste Begriff innerhalb der hypothetischen Struktur des YAGER-Codes. Nach YAGER können die Ursachen eines Symptoms Erfahrungen, Erinnerungen, Überzeugungen, Schlussfolgerungen, Konflikte oder Lernprozesse sein, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Lebens entstanden sind.

Diese Ursachen sind im Bewusstsein der Patientin beziehungsweise des Patienten häufig nicht mehr vorhanden, wirken jedoch weiterhin auf Gefühle, Verhalten oder körperliche Reaktionen ein. Deshalb verlangt der YAGER-Code nicht, dass sich die Patientin beziehungsweise der Patient vollständig an alle vergangenen Ereignisse erinnert, sondern geht davon aus, dass das Zentrum (Center) selbst diejenigen Ursachen erkennen kann, die gegenwärtig weiterhin wirksam sind.

3. Der Begriff der Teile (Parts). Nach der Annahme von YAGER gehen viele psychische Reaktionen nicht immer vom gesamten Menschen aus, sondern können von unterschiedlichen funktionellen Teilen aufrechterhalten werden. Diese Teile werden nicht als eigenständige Persönlichkeiten beschrieben, sondern als Einheiten verstanden, welche eine bestimmte Aufgabe oder eine bestimmte Reaktionsweise ausführen. Es gibt Teile, welche Angst erzeugen, Teile, welche Furcht aufrechterhalten, Teile, welche Vermeidungsverhalten hervorrufen, oder andere Reaktionen ausführen. Dem Zentrum (Center) wird die Fähigkeit zugeschrieben, diese Teile zu erkennen und ihre Tätigkeit bei Bedarf anzupassen.

Ein weiterer Bestandteil der hypothetischen Struktur ist die Art der Kommunikation zwischen der Therapeutin beziehungsweise dem Therapeuten und dem Zentrum (Center). Bemerkenswert ist, dass die Therapeutin beziehungsweise der Therapeut im YAGER-Code das Zentrum (Center) nicht in Form eines unmittelbaren Dialoges befragt, wie dies bei vielen anderen therapeutischen Methoden geschieht.

Stattdessen verwendet die Therapeutin beziehungsweise der Therapeut kurze, klare und neutrale Anweisungen, um dem Zentrum (Center) einen Auftrag zu erteilen. Nach der Entgegennahme dieses Auftrages wird angenommen, dass das Zentrum (Center) selbständig den gesamten Prozess der Ursachensuche, der Informationsverarbeitung und der angemessenen Veränderung durchführt.

4. Der interne Verarbeitungsprozess (Internal Processing) ist der nächste Begriff innerhalb des weiteren hypothetischen Ablaufs des YAGER-Codes. Dies ist die Phase, in welcher das Zentrum (Center) nach der Annahme der Methode seine Arbeit selbständig ausführt, ohne dass die Therapeutin beziehungsweise der Therapeut oder die Patientin beziehungsweise der Patient die einzelnen Schritte genau kennen müssen. Gerade diese Festlegung bildet den Unterschied des YAGER-Codes gegenüber denjenigen Therapieformen, die sich überwiegend auf Analyse, Interpretation oder das Wiedererleben von Erinnerungen stützen.

5. Die Überprüfung bildet die letzte Phase. Das Zentrum (Center) wird aufgefordert, das Ergebnis nach Abschluss des Verarbeitungsprozesses zu überprüfen. Diese Überprüfung dient dazu. festzustellen, ob die Ursache (Cause) bereits bearbeitet wurde und ob diejenigen Teile (Parts), welche zuvor das Symptom (Symptom) hervorgerufen haben, weiterhin tätig sind. Falls das Zentrum (Center) bestätigt, dass die Ursache (Cause) weiterhin besteht, wird der Verarbeitungsprozess fortgesetzt, bis das Zentrum (Center) beurteilt, dass die Aufgabe abgeschlossen ist.

Es lässt sich erkennen, dass die gesamte hypothetische Struktur des YAGER-Codes als eine innere Abfolge hypothetischer Begriffe aufgebaut ist. Das Zentrum (Center) übernimmt die steuernde Funktion. Die Ursache (Cause) wird als das Objekt angesehen, das erkannt und bearbeitet werden muss. Die Teile (Parts) sind diejenigen Einheiten, welche die Reaktionen oder Symptome aufrechterhalten. Die Therapeutin beziehungsweise der Therapeut übernimmt die Aufgabe, den Ablauf durch die Kommunikation mit dem Zentrum (Center) zu begleiten. Das Zentrum (Center) nimmt den Auftrag entgegen, führt die Bearbeitung der Ursache (Cause) selbständig durch, passt die beteiligten Teile (Parts) an und überprüft anschließend das Ergebnis, bevor der therapeutische Prozess beendet wird.

Aus wissenschaftlicher Sicht zeigt diese Struktur, dass der YAGER-Code kein umfassendes Erklärungsmodell für die Tätigkeit der menschlichen Psyche entwickelt. Der Schwerpunkt der Methode liegt vielmehr auf einem funktionellen Modell, das erklären soll, wie ein hypothetisch angenommener Steuerungsmechanismus die Ursache (Cause) eines Symptoms (Symptom) erkennen und eine Veränderung durchführen kann, ohne notwendigerweise den Weg über eine bewusste Analyse oder über das vollständige Wiedererinnern aller erlebten Erinnerungen zu nehmen. Gerade diese hypothetische funktionelle Struktur bildet die durchgehende Grundlage der gesamten Methode YAGER-Code sowohl in ihrer theoretischen Konzeption als auch in ihrer klinischen Praxis.

IV. System der hypothetischen Begriffe (Terminology)
Eine Therapiemethode kann nur dann eine wissenschaftliche Grundlage bilden, wenn sie ein relativ einheitliches Begriffssystem entwickelt. Beim YAGER-Code werden zwar nur wenige Fachbegriffe verwendet, diese nehmen jedoch eine grundlegende Stellung innerhalb des gesamten therapeutischen Prozesses ein. Jeder Begriff besitzt nicht nur eine sprachliche Bedeutung, sondern bestimmt zugleich die Stellung und die Funktion der einzelnen Bestandteile innerhalb der theoretischen Struktur.

1. Das Zentrum (Center) ist der wichtigste Begriff. Er ist der zentrale Begriff der gesamten Methode und zugleich der Ausgangspunkt aller therapeutischen Abläufe.

Nach Edwin K. YAGER wird das Zentrum (Center) als ein Steuerungsmechanismus verstanden, der die Fähigkeit besitzt, psychische Vorgänge außerhalb des gewöhnlichen Bewusstseins wahrzunehmen, zu beurteilen, zu verarbeiten und zu koordinieren. Er betont mehrfach, dass das Zentrum (Center) weder mit dem Bewusstsein (Conscious Mind), dem Unterbewusstsein (Subconscious), dem Unbewussten (Unconscious), dem Ich (Ego), der Seele (Soul) noch mit irgendeinem religiösen oder philosophischen Begriff gleichgesetzt werden darf. Im YAGER-Code wird das Zentrum (Center) ausschließlich als funktioneller Begriff verwendet, um einen Steuerungsmechanismus zu bezeichnen, der aus klinischen Erfahrungen hypothetisch abgeleitet wurde.

2. Die Ursache (Cause) ist der nächste Begriff. Nach dem YAGER-Code beschränkt sich die Ursache (Cause) nicht auf ein einzelnes Ereignis der Vergangenheit, sondern kann Erinnerungen, Erfahrungen, Überzeugungen, Schlussfolgerungen, Lernweisen, Anpassungsreaktionen oder andere Faktoren umfassen, welche das Symptom (Symptom) in der Gegenwart weiterhin aufrechterhalten. Bemerkenswert ist, dass die Methode nicht verlangt, dass die Patientin beziehungsweise der Patient diese Ursache (Cause) selbst bestimmt oder vollständig schildert. Die Identifikation der Ursache (Cause) wird dem Zentrum (Center) übertragen.

3. Die Teile (Parts) sind ein Begriff, der mit der Ursache (Cause) in Zusammenhang steht. Nach dem YAGER-Code werden die Teile (Parts) als funktionelle Einheiten verstanden, welche eine bestimmte Reaktion ausführen oder aufrechterhalten.

Ein Teil (Part) kann mit Furcht verbunden sein; ein anderer Teil (Part) steht mit Vermeidungsverhalten in Zusammenhang; wieder ein anderer Teil (Part) steht mit Gefühlen oder körperlichen Reaktionen in Verbindung usw. Diese Teile (Parts) werden nicht als eigenständige Persönlichkeiten betrachtet, sondern lediglich als funktionelle Einheiten, welche innerhalb des gesamten menschlichen Funktionssystems eine bestimmte Aufgabe erfüllen.

4. Der Auftrag (Instruction) ist ein weiterer Begriff, der im YAGER-Code häufig verwendet wird. Darunter werden die Anweisungen verstanden, welche die Therapeutin beziehungsweise der Therapeut während des gesamten therapeutischen Prozesses an das Zentrum (Center) übermittelt. Anstatt die Patientin beziehungsweise den Patienten zu analysieren oder mit ihr beziehungsweise ihm zu diskutieren, verwendet die Therapeutin beziehungsweise der Therapeut kurze, klare und neutrale Anweisungen, um dem Zentrum (Center) einen Auftrag zu erteilen. Nach der Annahme der Methode führt das Zentrum (Center) nach der Entgegennahme des Auftrags den gesamten Verarbeitungsprozess selbständig durch, ohne dass das Bewusstsein unmittelbar daran beteiligt sein muss.

5. Das Rückmeldesignal (Ideomotor Signaling) ist ein Begriff, den der YAGER-Code verwendet, um den Verlauf des Prozesses festzustellen. Dabei handelt es sich um Signale, die zuvor zwischen der Therapeutin beziehungsweise dem Therapeuten und dem Zentrum (Center) vereinbart werden, um Antworten wie „Ja“, „Nein“, „abgeschlossen“ oder „nicht abgeschlossen“ anzuzeigen. Diese Signale äußern sich gewöhnlich in sehr kleinen motorischen Reaktionen des Körpers, beispielsweise in Bewegungen der Finger, der Hand oder anderen leichten Veränderungen, welche die Patientin beziehungsweise der Patient nicht willentlich steuert. Nach der Auffassung von YAGER spiegeln diese Signale die Rückmeldung des Zentrums (Center) auf die Anweisung der Therapeutin beziehungsweise des Therapeuten wider.

6. Die interne Verarbeitung (Internal Processing) ist ein Begriff, der während des therapeutischen Prozesses verwendet wird. Dieser Begriff bezeichnet die Gesamtheit der Aktivitäten, die nach der Annahme der Methode innerhalb des Zentrums (Center) stattfinden, nachdem dieses den Auftrag entgegengenommen hat. Die Therapeutin beziehungsweise der Therapeut verlangt von der Patientin beziehungsweise dem Patienten keine detaillierte Beschreibung dieses Prozesses und versucht auch nicht, die einzelnen Verarbeitungsschritte zu erklären. Von wesentlichem Interesse ist vielmehr, ob sich das Symptom (Symptom) nach diesem Verarbeitungsprozess verändert hat.

7. Die Nachprüfung (Rechecking oder Verification) ist ein Begriff, der nach dem Verarbeitungsprozess verwendet wird. Das Zentrum (Center) wird aufgefordert, erneut zu beurteilen, ob die Ursache (Cause) vollständig bearbeitet wurde, ob die Teile (Parts), welche zuvor das Symptom (Symptom) aufrechterhalten haben, weiterhin tätig sind und ob das Behandlungsziel (Treatment Goal) erreicht wurde. Falls das Ergebnis noch nicht ausreichend ist, setzt das Zentrum (Center) die Verarbeitung fort, bis es bestätigt, dass der gesamte Prozess abgeschlossen ist.

8. Die Lösung (Resolution) ist ein weiterer Begriff, der in den Ausbildungsunterlagen häufig erwähnt wird. Nach dem YAGER-Code bezeichnet er den Zustand, in dem das Zentrum (Center) bestätigt, dass die Ursache (Cause) bearbeitet wurde und die beteiligten Teile (Parts) das Symptom (Symptom) nicht mehr wie zuvor aufrechterhalten. Diese Lösung (Resolution) bedeutet nicht notwendigerweise, dass die Patientin beziehungsweise der Patient die Ursache (Cause) vollständig versteht oder sich an alle Ereignisse der Vergangenheit erinnert.

9. Das Behandlungsziel (Treatment Goal), das Symptom (Symptom), die Ressourcen (Resources) oder die Zusammenarbeit (Cooperation) sind weitere Begriffe, die der YAGER-Code neben den acht zuvor genannten zentralen Begriffen verwendet. Diese Begriffe besitzen jedoch überwiegend eine unterstützende Funktion innerhalb des therapeutischen Prozesses und nehmen innerhalb der theoretischen Struktur nicht dieselbe grundlegende Stellung ein wie die Begriffe Zentrum (Center), Ursache (Cause), Teile (Parts) und interne Verarbeitung (Internal Processing).

Insgesamt betrachtet ist das Begriffssystem des YAGER-Codes stärker funktionell-hypothetisch als ontologisch aufgebaut. Jeder hypothetische Begriff wird überwiegend über seine Stellung und seine Aufgabe innerhalb des therapeutischen Prozesses definiert und nicht durch eine Erklärung seines Wesens oder seines Entstehungsmechanismus. Gerade dadurch erhält der YAGER-Code ein hypothetisches Begriffssystem, was der klinischen Praxis dient und zugleich die Ausrichtung der Methode widerspiegelt,

den Schwerpunkt auf den Interventionsprozess und auf die Veränderung des Symptoms (Symptom) zu legen, anstatt eine umfassende Theorie über die Funktionsweise der menschlichen Psyche zu entwickeln.

VI. Anwendungsbereich
(Indications)
Bereits seit seiner Einführung wurde der YAGER-Code nicht als eine Behandlungsmethode für eine bestimmte einzelne Erkrankung entwickelt, sondern als eine psychotherapeutische Methode konzipiert, die bei unterschiedlichen Problemgruppen angewendet werden kann, wenn die Therapeutin beziehungsweise der Therapeut davon ausgeht, dass die Symptome mit psychischen Prozessen zusammenhängen, welche außerhalb der gewöhnlichen Wahrnehmungsfähigkeit der Patientin beziehungsweise des Patienten liegen.

1. Angststörungen (Anxiety Disorders) – In den Ausbildungsunterlagen und in den von Edwin K. YAGER veröffentlichten Arbeiten richtet sich der Anwendungsbereich der Methode zunächst auf Angststörungen (Anxiety Disorders). Hierzu gehören generalisierte Angstzustände, anhaltende Angstreaktionen, chronische Spannungszustände sowie zahlreiche weitere Angstsymptome, welche das tägliche Leben beeinträchtigen. Nach der Auffassung des YAGER-Codes können diese Symptome durch Ursachen (Causes) aufrechterhalten werden, welche vom Zentrum (Center) erkannt und bearbeitet werden können.

2. Phobische Störungen (Phobias) – Eine weitere häufig erwähnte Anwendungsgruppe sind phobische Störungen (Phobias). Die Methode wird bei unterschiedlichen Formen von Phobien eingesetzt, beispielsweise bei Tierphobien, Klaustrophobie, Höhenangst, Flugangst oder anderen spezifischen Ängsten. In diesen Fällen richtet sich das therapeutische Ziel nicht auf die Analyse der gesamten Entstehungsgeschichte der Angst, sondern darauf, dass das Zentrum (Center) diejenigen Ursachen (Causes) bearbeitet, welche nach der Annahme der Methode die Angstreaktion aufrechterhalten.

3. Traumabezogene Reaktionen (Trauma-related Reactions) – Der YAGER-Code wird außerdem als unterstützende Methode bei traumabezogenen Reaktionen (Trauma-related Reactions) vorgestellt. Traumatische Erfahrungen, belastende Erinnerungen oder langanhaltende psychische Belastungen werden als Faktoren angesehen, die weiterhin auf die Gegenwart einwirken können, obwohl sich die Patientin beziehungsweise der Patient ihrer nicht mehr vollständig bewusst ist. Nach der Auffassung der Methode kann das Zentrum (Center) diese Ursachen (Causes) bearbeiten, ohne dass der gesamte traumatische Inhalt erneut in das Bewusstsein zurückgeführt werden muss.

4. Chronische Schmerzen (Chronic Pain) – Der YAGER-Code wird als psychologische Unterstützungsmethode eingesetzt, um diejenigen psychischen Faktoren zu vermindern, welche nach der Annahme der Methode zur Aufrechterhaltung des Schmerzempfindens beitragen. Die Methode wird nicht als Ersatz für eine medizinische Behandlung körperlicher Ursachen vorgestellt, sondern überwiegend ergänzend in denjenigen Fällen angewendet, bei denen eine psychische Mitbeteiligung angenommen wird.

5. Unerwünschte Verhaltensweisen – Darüber hinaus wird die Methode bei unterschiedlichen Formen unerwünschten Verhaltens angewendet, beispielsweise beim Rauchen, bei unkontrolliertem Essverhalten, bei bestimmten wiederkehrenden Verhaltensweisen oder bei Gewohnheiten, welche die Patientin beziehungsweise der Patient trotz wiederholter Bemühungen bisher nicht erfolgreich verändern konnte. In diesen Fällen geht der YAGER-Code davon aus, dass die Bearbeitung der Ursachen (Causes), welche das Verhalten aufrechterhalten, günstige Voraussetzungen für eine Veränderung schaffen kann.

6. Affektive Störungen (Mood Disorders) – In einigen Ausbildungsunterlagen wird auch die Anwendung des YAGER-Codes zur unterstützenden Behandlung affektiver Störungen (Mood Disorders) erwähnt, beispielsweise bei Stressreaktionen, Anpassungsschwierigkeiten, vermindertem Selbstvertrauen, Minderwertigkeitsgefühlen oder bestimmten Problemen im Zusammenhang mit schulischer oder beruflicher Leistungsfähigkeit. Der Anwendungsbereich innerhalb dieser Problemgruppen wird jedoch überwiegend auf der Grundlage klinischer Erfahrungen beschrieben und ist bislang nicht als standardisierte Behandlungsindikation festgelegt worden.

7. Psychotische Störungen (Psychotic Disorders) – Bei schweren psychischen Erkrankungen, wie Zuständen mit Verlust des Realitätsbezuges oder psychiatrischen Notfallsituationen, betrachten die Unterlagen des YAGER-Codes diese Krankheitsbilder im Allgemeinen nicht als vorrangige Behandlungsindikation. In solchen Fällen stehen die psychiatrische Diagnostik und fachärztliche Behandlung weiterhin an erster Stelle. Der YAGER-Code kann gegebenenfalls lediglich unterstützend eingesetzt werden und sollte jeweils im Einzelfall sorgfältig abgewogen werden.

Insgesamt wird der Anwendungsbereich des YAGER-Codes relativ weit gefasst und richtet sich vorwiegend auf psychische, psychosomatische und verhaltensbezogene Probleme. Die Grundlage für die Auswahl der Methode orientiert sich nicht in erster Linie an der Bezeichnung einer Erkrankung, sondern an der Annahme, dass sich hinter dem Symptom (Symptom) Ursachen (Causes) befinden, welche vom Zentrum (Center) im Rahmen des therapeutischen Ablaufes des YAGER-Codes erkannt und bearbeitet werden können.

Aus diesem Grund kann nach den fachlichen Unterlagen der Methode derselbe therapeutische Ablauf bei unterschiedlichen Symptomgruppen angewendet werden, mit dem Ziel, diejenigen Reaktionen zu verändern, welche nach der Annahme der Methode weiterhin unter dem Einfluss von Ursachen (Causes) stehen, die noch nicht vollständig bearbeitet worden sind.

VII. Forschungsergebnisse (Research Evidence)
Seit der Einführung des YAGER-Codes durch Edwin K. YAGER im Bereich der klinischen Hypnose (Clinical Hypnosis) wurde die Methode in zahlreichen praktischen Behandlungsfällen angewendet und im Rahmen von Ausbildungsprogrammen für Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen sowie Fachpersonen der klinischen Hypnose vermittelt. Bei einer wissenschaftlichen Untersuchung muss jedoch zwischen klinischer Erfahrung, Fallberichten (Case Reports) und Studien unterschieden werden, die nach den Standards der evidenzbasierten Medizin konzipiert wurden.

Die veröffentlichten Unterlagen zum YAGER-Code bestehen zunächst überwiegend aus Methodenbeschreibungen, Berichten über Behandlungserfahrungen sowie klinischen Fallberichten, die von Edwin K. YAGER selbst oder von seinen Schülerinnen und Schülern erstellt wurden. In diesen Veröffentlichungen wird über zahlreiche Fälle berichtet, in denen sich Angstzustände, Phobien, chronische Schmerzen, psychische Traumafolgen oder Verhaltensprobleme nach Anwendung des therapeutischen Ablaufes des YAGER-Codes verbessert haben. Diese Berichte besitzen einen illustrativen Wert für die Anwendbarkeit der Methode in der klinischen Praxis, reichen jedoch nicht aus, um ihre therapeutische Wirksamkeit nach den Maßstäben kontrollierter wissenschaftlicher Studien zu belegen.

Bis heute ist die Zahl klinischer Studien, die speziell für den YAGER-Code als randomisierte kontrollierte Studien (Randomized Controlled Trials) konzipiert wurden, weiterhin sehr begrenzt. Ebenso liegen bislang nur wenige multizentrische Studien mit großen Stichproben sowie nur wenige systematische Übersichtsarbeiten (Systematic Review) oder Metaanalysen (Meta-analysis) vor, welche die Wirksamkeit dieser Methode eigenständig untersuchen.

In den internationalen wissenschaftlichen Datenbanken beziehen sich die Veröffentlichungen von Edwin K. YAGER überwiegend auf den Bereich der klinischen Hypnose (Clinical Hypnosis), auf Behandlungserfahrungen und auf die fachliche Ausbildung, weniger jedoch auf groß angelegte klinische Studien zum YAGER-Code. Einige seiner Veröffentlichungen dokumentieren die Entwicklung klinischer Erfahrungen sowie die Beobachtung von Behandlungsergebnissen, stellen jedoch keine kontrollierten Studien dar, die mit dem Ziel entworfen wurden, die therapeutische Wirksamkeit nach den höchsten Standards der medizinischen Forschung nachzuweisen.

Auch im Bereich der Psychotherapie entstanden viele Methoden zunächst aus klinischen Beobachtungen, bevor die Voraussetzungen für groß angelegte wissenschaftliche Untersuchungen gegeben waren. Aus wissenschaftlicher Sicht wird die Evidenz einer Methode jedoch nicht durch die Anzahl erfolgreich behandelter Fälle bestimmt, sondern durch die Qualität des Studiendesigns, die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse, das Ausmaß der Kontrolle möglicher Fehlerquellen sowie durch die Bestätigung der Ergebnisse durch unabhängige Forschungsgruppen.

Innerhalb der Evidenzhierarchie der evidenzbasierten Medizin gelten Fallberichte (Case Reports) und Fallserien (Case Series) im Allgemeinen als erste Evidenzquellen zur Entwicklung wissenschaftlicher Hypothesen. Um die Wirksamkeit einer Methode zu bestätigen, sind in der Regel anschließend kontrollierte Beobachtungsstudien, randomisierte klinische Studien sowie unabhängig durchgeführte systematische Übersichtsarbeiten erforderlich.

Beim YAGER-Code zeigen die bisher vorliegenden klinischen Berichte, dass die Methode bei unterschiedlichen psychischen Problemgruppen angewendet wurde und von zahlreichen Therapeutinnen und Therapeuten in der Praxis genutzt wird. Die Anzahl der Studien, welche die Anforderungen moderner experimenteller Forschung vollständig erfüllen, ist jedoch weiterhin begrenzt. Daher beruhen die meisten Aussagen über die Wirksamkeit der Methode gegenwärtig überwiegend auf klinischen Erfahrungen, die im Verlauf der Behandlung gesammelt wurden, und weniger auf einem umfangreichen System experimenteller Evidenz.

VIII. Umfang der Anerkennung (Recognition)
Bei der Untersuchung des Anerkennungsgrades einer Therapiemethode muss zwischen der Anerkennung innerhalb der fachlichen Ausbildung, ihrer Anwendung in der klinischen Praxis sowie ihrer offiziellen Anerkennung durch wissenschaftliche Fachgesellschaften oder Gesundheitsbehörden unterschieden werden. Dabei handelt es sich um drei unterschiedliche Bereiche, die nicht miteinander gleichgesetzt werden können.

Beim YAGER-Code wurde die Methode zunächst im Bereich der klinischen Hypnose (Clinical Hypnosis) bekannt und im Rahmen von Ausbildungsprogrammen für Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen, Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie Therapeutinnen und Therapeuten mit entsprechender fachlicher Grundausbildung vermittelt.

Über viele Jahre unterrichtete und vermittelte Edwin K. YAGER diese Methode persönlich sowohl in den Vereinigten Staaten als auch im Rahmen zahlreicher internationaler Fortbildungen. Durch diese Ausbildungstätigkeit wurde der YAGER-Code nach und nach in vielen Ländern bekannt und von einem Teil der Therapeutinnen und Therapeuten in die klinische Praxis übernommen.

Innerhalb der Fachwelt der klinischen Hypnose (Clinical Hypnosis) wird der YAGER-Code häufig als ergänzende Therapiemethode (Adjunctive Therapeutic Method) angesehen, die je nach Erfahrung und fachlicher Beurteilung der Therapeutin beziehungsweise des Therapeuten mit anderen psychotherapeutischen Verfahren kombiniert werden kann.

Wird die Methode jedoch unter dem Gesichtspunkt nationaler oder internationaler, auf evidenzbasierter Medizin beruhender Behandlungsleitlinien betrachtet, gehört der YAGER-Code bislang in den meisten fachlichen Leitlinien für psychische oder psychiatrische Störungen nicht zu den standardisierten psychotherapeutischen Verfahren.

Die großen wissenschaftlichen Fachgesellschaften erkennen im Allgemeinen diejenigen Methoden an, die über ein vollständig entwickeltes wissenschaftliches Fundament, eine ausreichende Zahl unabhängiger experimenteller Untersuchungen sowie ein den geltenden Standards entsprechendes Evidenzniveau verfügen.

Der YAGER-Code erfüllt diese Voraussetzungen gegenwärtig nur teilweise.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass sich der Umfang der Anerkennung des YAGER-Codes gegenwärtig hauptsächlich auf die Gemeinschaft der in klinischer Hypnose (Clinical Hypnosis) ausgebildeten Fachpersonen sowie auf Therapeutinnen und Therapeuten beschränkt, die mit dieser Methode unmittelbar vertraut sind. Gleichzeitig ist der Grad ihrer offiziellen Anerkennung innerhalb evidenzbasierter Behandlungsleitlinien weiterhin begrenzt und hängt von den Ergebnissen zukünftiger wissenschaftlicher Untersuchungen ab.

IX. Literaturverzeichnis
Die nachfolgend aufgeführten Quellen wurden als Literatur für KAPITEL A: Untersuchung der hypothetischen Grundlage der Methode YAGER-Code herangezogen.

. Originalveröffentlichungen von Edwin K. Yager zum YAGER-Code und zu den Grundprinzipien der Methode.
. Yager, E. K. (2015). The YAGER-Code: Using the Mind to Heal the Body. Mind Power Press.
. Yager, E. K. Veröffentlichte Fachartikel und wissenschaftliche Arbeiten auf den Gebieten der klinischen Hypnose (Clinical Hypnosis) und der Psychotherapie (Psychotherapy).
. Offizielle Ausbildungsunterlagen, die von Edwin K. Yager sowie von den von ihm autorisierten Einrichtungen für die Ausbildung im YAGER-Code erstellt wurden.
. American Journal of Clinical Hypnosis mit Veröffentlichungen zu Edwin K. Yager und zum Bereich der klinischen Hypnose (Clinical Hypnosis).
. Unterlagen der American Society of Clinical Hypnosis zur Ausbildung und praktischen Anwendung der klinischen Hypnose (Clinical Hypnosis).
. Unterlagen der International Society of Hypnosis zur Forschung und Anwendung der Hypnose in der Medizin und Psychotherapie (Psychotherapy).
. Die wissenschaftliche Datenbank PubMed zur Recherche von Veröffentlichungen über Edwin K. Yager und den YAGER-Code.
. Die Datenbank des National Center for Biotechnology Information zur Recherche wissenschaftlicher Studien und Literatur zur evidenzbasierten Medizin (Evidence-based Medicine).
. Leitlinien zur evidenzbasierten Medizin (Evidence-based Medicine) sowie zur Hierarchie der Evidenzstufen in der klinischen Forschung, herausgegeben von internationalen medizinischen Fachorganisationen und Ausbildungsinstitutionen.

KAPITEL B
TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs

Die TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs ist das vollständige und in sich geschlossene wissenschaftliche System der Methode Psychosomatische Energetische Reflexzonentherapie am Gesicht nach NGOs (P.E.R.G.® nach NGOs) – abgekürzt „TÂM-THÂN P.E.R.G.® nach NGOs“ oder „P.E.R.G.® nach NGOs“.

P.E.R.G.® nach NGOs ist eine Marke, die in der Bundesrepublik Deutschland seit dem 11.06.2012 durch das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) eingetragen und rechtlich geschützt ist.

Registernummer: 30 2012 025 325

Der vollständige Name der Methode lautet:
Psychosomatische Energetische Reflexzonentherapie am Gesicht nach NGOs,
abgekürzt P.E.R.G.® nach NGOs oder P.E.R.G.®.

Inhaber der Marke ist Ngô Ngọc Diệp.

Wird P.E.R.G.® jedoch lediglich als eine Reflexzonentherapie am Gesicht, als eine energetische Entspannungsmethode, als eine körperorientierte physikalische Methode oder als eine Form psychologischer Unterstützung betrachtet, so wird das Wesen dieser Therapie nicht vollständig wiedergegeben.

Deshalb gilt:
. P.E.R.G.® nach NGOs ist nicht nur eine Bezeichnung.
. P.E.R.G.® nach NGOs ist auch nicht nur eine Technik.
. P.E.R.G.® nach NGOs ist erst recht nicht lediglich eine Anzahl einzelner physikalischer Handgriffe oder psychologischer Beratungsgespräche, die isoliert angewendet werden.

Vielmehr ist P.E.R.G.® nach NGOs ein eigenständiges System, das die Grundlagen der medizinischen THEORIE, der medizinischen LEHRE, der medizinischen TECHNIK und der medizinischen ANWENDUNG sowie eine eigene FACHTERMINOLOGIE umfasst.

Es verfügt über eigenständige Verfahren der Untersuchung, Diagnose–Bestimmung-Behandlung, praktischen Durchführung, Ausbildungsprogramme und Anwendungsmethoden, die während des gesamten Krankheitsverlaufs des Autors sowie durch Lernen, Forschung, Lehre und praktische Tätigkeit entwickelt und aufgebaut wurden.

Weiter ist zu berücksichtigen, dass der Inhaber von P.E.R.G.® nach NGOs während der Entstehung, Entwicklung und praktischen Ausübung der Methode zahlreiche Verfahren erlernt, praktisch angewendet und verschiedene Hilfsmittel eingesetzt hat. Dadurch sammelte er umfangreiche klinische Erfahrungen mit Methoden wie der Reflexzonentherapie am Gesicht, der Energielehre, der Fünf-Elemente-Lehre und dem I Ging, dem Muskeltest, den Vier Grundlagen der Achtsamkeit des Buddhismus, verschiedenen Techniken zur Aktivierung des Gehirns, klinischen Beobachtungsverfahren sowie zahlreichen weiteren physikalischen und praktisch-psychologischen Techniken.

Diese Verfahren stellen jedoch lediglich Mittel und Werkzeuge dar, die integriert und an die Anwendung der wissenschaftlichen Grundlagen sowie der medizinischen Technik von P.E.R.G.® nach NGOs angepasst wurden.

Deshalb sind diese Mittel für sich genommen nicht P.E.R.G.® nach NGOs.

So wie ein Rad nicht das Fahrzeug ist.
Ein Motor ist nicht das Fahrzeug.
Ein Lenkrad ist nicht das Fahrzeug.

Daher stellt die Gleichsetzung der integrierten und für die Anwendung der gesamten Grundlagen der medizinischen Prinzipien, der Medizinwissenschaft, der medizinischen Technik und der medizinischen Praxis von P.E.R.G.® nach NGOs angepassten Werkzeuge mit dem System selbst eine erhebliche Verwechslung zwischen Mittel und System, zwischen Werkzeug und Lehre sowie zwischen Teil und Ganzem dar.

Diese Eigenständigkeit bildet den grundlegenden Kern von P.E.R.G.® nach NGOs:

4-Säulen, 3-Diagnosen und 4-medizinische Grundlagen.

Diese drei Grundlagen dürfen nicht voneinander getrennt bestehen, sondern stehen in wechselseitiger Abhängigkeit und gegenseitiger Wechselwirkung wie die drei Beine eines Bronzegefäßes.

Fehlt bei einer medizinischen Intervention auch nur eine dieser drei Grundlagen, so gehören sämtliche Darstellungen, Werbemaßnahmen oder Anwendungen unter der Bezeichnung P.E.R.G.® nach NGOs nicht zum System der TÁC-Ý-Kunde der Psychosomatischen Energetischen Reflexzonentherapie am Gesicht nach NGOs (P.E.R.G.® nach NGOs) mit ihrer rechtlichen Grundlage und ihrem geschützten geistigen Eigentum.

Für die vorliegende Abhandlung wird jedoch ausschließlich die Grundlage der 4-Säulen dargestellt, um sie als Vergleichsgrundlage für die hypothetische Struktur sowie für zahlreiche spezifische Begriffe des YAGER-Codes im Hinblick auf Wissenschaft und Diagnose–Bestimmung–Behandlung heranzuziehen.

I. Grundlage der 4-Säulen
Dies ist ein medizinisch-theoretisches Erkenntnissystem, das dazu dient, alle gegenwärtig bestehenden und ununterbrochen wirkenden natürlichen LOGISCHEN Ordnungen sämtlicher manifesten oder nichtmanifesten Erscheinungen zu betrachten und zu untersuchen. Die vier SÄULEN bestehen aus:

1. TÂM (Life Data Bank) ist die erste SÄULE.
Nach der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs wird TÂM nicht als Gefühl, Gedanke oder psychischer Zustand verstanden, sondern ausschließlich als ein Werkzeug, vergleichbar mit einem Speicher, der sämtliche vergangenen und gegenwärtig wirksamen Lebensdaten aufnimmt und speichert. Deshalb erzeugt TÂM weder unmittelbar Krankheiten noch unmittelbar Symptome.

Darüber hinaus hat TÂM die Aufgabe, TÁC-Ý die Daten zur Verfügung zu stellen, welche dessen Art des Umgangs und der Reaktion auf jede gegenwärtig vorhandene Situation bestimmen.

Das Wesen von TÂM besteht aus den „Drei NICHT“:
„kein ERKENNEN“ – „kein BEWUSSTSEIN“ – „kein GEWAHRSEIN“.

2. TÁC-Ý (presently and continuously operating Will) ist die zweite SÄULE.
TÁC-Ý, auch Wille zur TAT genannt, ist das gegenwärtig fortlaufend wirkende Subjekt, das alle manifesten oder nichtmanifesten Erscheinungen anhand der aus dem Speicher TÂM bereitgestellten Daten ausrichtet und hervorbringt. Hier beginnt jedes gegenwärtige fortlaufende Geschehen. TÁC-Ý ist weder das Vergangene noch das Zukünftige. TÁC-Ý wirkt immer gegenwärtig fortlaufend.

Gerade weil TÁC-Ý gegenwärtig fortlaufend wirkt, ist TÁC-Ý der INPUT des gesamten ihm nachfolgenden Prozesses. Wird TÁC-Ýerneuert“, dann wird auch das gesamte ihm nachfolgende GESCHEHEN entsprechend „erneuert“.

3. NĂNG (psycho-energetic intensity) ist die dritte SÄULE.
NĂNG ist keine Energie im physikalischen Sinn, sondern der Grad beziehungsweise die Intensität des psychischen Zustandes, der dem gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ý entspricht. NĂNG ist nicht unbeweglich, sondern wird entsprechend dem gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ýerneuert“.

Deshalb ist NĂNG nicht der Ausgangspunkt einer Krankheit, sondern ausschließlich der Zwischenschicht zwischen dem gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ý und dem, was gegenwärtig fortlaufend am und im SOMA „geschieht“.

4. THÂN (Soma) ist die vierte SÄULE.
THÂN ist der ORT, an dem alles geschieht, was dem Grad beziehungsweise der psycho-energetischen Intensität des gegenwärtig fortlaufend wirkenden NĂNG entspricht. Alles, was am und im SOMA „geschieht“, kann gewogen, gemessen und quantifiziert werden; es kann gesehen, gehört, gerochen, geschmeckt, berührt, gedacht, untersucht und diagnostiziert werden.

Alle Organe, alle Zellen, alle biologischen Reaktionen, alle Symptome, alle Syndrome sowie sämtliche Krankheitsbezeichnungen sind auf dieser SÄULE vorhanden und geschehen. Deshalb untersucht die gesamte symptomorientierte Medizin vorwiegend das, was am und im SOMA gegenwärtig fortlaufend „geschieht“.

Nach der TÁC-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs werden alle gegenwärtig geschehenden Erscheinungen entsprechend der Reihenfolge untersucht:

gegenwärtig fortlaufend wirkender TÁC-Ý führt zu gegenwärtig fortlaufend vorhandenem NĂNG, und daraus erscheint das, was gegenwärtig fortlaufend entsprechend am und im SOMA „geschieht“.

Der Unterschied dieser Grundlage zu allen anderen Systemen besteht darin, dass sie niemals bei Symptomen oder sichtbaren (SOMA) beziehungsweise unsichtbaren (Psyche) Erscheinungen stehen bleibt, sondern die Betrachtung gegenwärtig fortlaufend vertieft, um zu erkennen und eindeutig festzustellen,

WAS gegenwärtig fortlaufend wirkt und zu genau diesem Symptom beziehungsweise zu genau diesem Geschehen führt.

II. Die „logisch-natürliche gegenwärtig fortlaufend wirkende Ordnung“
.
(Logical-natural presently and continuously operating order) der 4-SÄULEN.
Wenn die vier SÄULEN die Grundstruktur bilden, dann ist die „logisch-natürliche gegenwärtig fortlaufend wirkende Ordnung“ (Logical-natural presently and continuously operating order) – kurz „WIRK-Ordnung“ – die gegenwärtig wirkende Ordnung dieser wissenschaftlichen Grundlage.

In der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs ist die WIRK-Ordnung keine theoretische Vereinbarung, sondern wird als eine gegenwärtig fortlaufend wirkende Ordnung verstanden, deren Bestandteile in gegenseitiger Abhängigkeit miteinander wirken. Jede SÄULE erfüllt ausschließlich ihre eigene Funktion und übernimmt nicht die Funktion einer anderen SÄULE.

. TÂM (Lebens-Daten-Bank)nimmt gegenwärtig fortlaufend Daten auf, speichert sie und ist jederzeit bereit, diese Daten TÁC-Ý zur Verfügung zu stellen.
. TÁC-Ý (presently and continuously operating Will) wählt gegenwärtig fortlaufend Daten aus TÂM als gegenwärtig fortlaufend wirkenden INPUT aus, um sämtliche OUTPUTS, die gegenwärtig fortlaufend geschehen, auszurichten.
. NĂNG (psycho-energetic intensity) ist der gegenwärtig fortlaufend VORHANDENE OUTPUT von TÁC-Ý und zugleich der INPUT für alles, was als gegenwärtig fortlaufend GESCHEHENDER OUTPUT innerhalb und außerhalb des SOMA  (Körper oder der Psyche), erscheint.
. SOMA (level of Body or Psyche), das heißt THÂN, ist ausschließlich der Ort, an dem die gegenwärtig fortlaufend GESCHEHENDEN OUTPUTS entsprechend dem INPUT von NĂNG stattfinden.

Innerhalb dieser WIRK-Ordnung gibt es keine Umkehrung der Wirkungsrichtung.

THÂN (ouput) kann NĂNG (input) nicht hervorbringen.
NĂNG (output) kann TÁC-Ý (input) nicht hervorbringen.

Allein TÁC-Ý ist das gegenwärtig fortlaufend handelnde Subjekt,
. das zu NĂNG und THÂN führt,
. und das die gegenwärtig fortlaufend wirkenden Daten hervorbringt, welche sofort im Speicher TÂM aufgenommen und gespeichert werden.

Deshalb bleibt die TÁC-Ý-Kunde P.E.R.G.® nach NGOs bei der Betrachtung irgendeiner gegenwärtig fortlaufend am und im SOMA GESCHEHENS nicht an dieser Stelle stehen, sondern verwendet den Ablauf der WIRK-Ordnung, um festzustellen,

. dieses gegenwärtig fortlaufend GESCHEHENDE als OUTPUT aus welchem gegenwärtig fortlaufend VORHANDENE NĂNG als INPUT entsteht,

. wiederum das gegenwärtig fortlaufend VORHANDENE NĂNG als OUTPUT aus welchem INPUT des gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ý hervorgegangen ist, das seine Auswahl aus den von TÂM gespeicherten und bereitgestellten Daten getroffen hat.

Daher erklärt die WIRK-Ordnung nicht nur die Funktionsweise der 4-SÄULEN, sondern gibt zugleich die Richtung für Diagnose – Bestimmung – Behandlung, das heißt für die 3-Diagnosen und die 4-medizinischen Grundlagen und die 3-Diagnosen, innerhalb des gesamten vollständigen und in sich geschlossenen wissenschaftlichen Systems der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs vor.

III. Das INPUT–OUTPUT-Prinzip
Die WIRK-Ordnung der 4-SÄULEN wird zum besseren Verständnis und zur leichteren wissenschaftlichen Untersuchung auf das INPUT–OUTPUT-Prinzip vereinfacht.

Nach diesem Prinzip
. MUSS jeder gegenwärtig fortlaufend VORHANDENE oder gegenwärtig fortlaufend GESCHEHENDE OUTPUT aus einem gegenwärtig fortlaufend WIRKENDEN INPUT hervorgehen.
. Kein OUTPUT kann von selbst entstehen, und kein OUTPUT kann ohne einen gegenwärtig fortlaufend wirkenden INPUT weiterbestehen.

Innerhalb der WIRK-Ordnung der 4-SÄULEN
. ist der Speicher TÂM der Ort, an dem die Daten des gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ý aufgenommen und gespeichert werden;
. wählt TÁC-Ý Daten aus dem Speicher TÂM als INPUT aus, welcher den OUPUT ausrichtet;
. ist der OUTPUT von TÁC-Ý der gegenwärtig fortlaufend VORHANDENE INPUT von NĂNG;
. ist der OUTPUT von NĂNG alles, was gegenwärtig fortlaufend außerhalb und innerhalb des SOMA GESCHIEHT, welches THÂN genannt wird.

Nach dieser WIRK-Ordnung bezeichnet die TÁC-Ý-Kunde P.E.R.G.® nach NGOs einen gegenwärtig fortlaufend WIRKENDEN INPUT, der unmittelbar zu einem gegenwärtig fortlaufend VORHANDENEN oder gegenwärtig fortlaufend  GESCHEHENDEN nachfolgenden OUTPUT führt, als den Zustand des „nicht GLEICH und nicht VERSCHIEDEN“ innerhalb der WIRK-Ordnung aller manifesten Phänomene, die gewogen, gemessen und gezählt sowie gesehen, gerochen, geschmeckt, berührt oder gedacht werden können, ebenso wie aller nichtmanifesten Phänomene.

Ebenso bestimmt die TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs – im vollständigen Unterschied zu allen anderen Systemen, welche den TÂM definieren –, dass das wirkliche Wesen dieses sogenannten Speichers TÂM aus den

„Drei NICHT“ besteht:
„kein ERKENNEN“ – „kein GEWAHRSEIN“ – „kein BEWUSSTSEIN“.

Gerade aufgrund dieses Wesens der „Drei NICHT“ kann der Speicher TÂM weder selbst einen INPUT noch selbst einen OUTPUT hervorbringen.

Seine Funktion besteht ausschließlich darin, Lebensdaten (Life Data Bank) aufzunehmen und zu speichern, damit TÁC-Ý darauf zugreifen und sie auswählen kann, um das auszurichten, was das handelnde Subjekt (Subject) tun will. Dieses TÁC-Ý bedeutet daher „Wille zum Handeln“. Dabei treten zwei Situationen auf.

1. TÁC-Ý ist ein gegenwärtig fortlaufend wirkender Wille und kann deshalb nicht einer Vergangenheit angehören, selbst wenn diese nur einem Moment zuvor liegt, ebenso wenig einem späteren Augenblick, der Zukunft genannt wird.
2. Wird dieses TÁC-Ý aus irgendeinem Grund noch nicht verwirklicht oder besteht es lediglich als Absicht, so geht dieses TÁC-Ý nicht verloren, sondern wird im Speicher TÂM aufbewahrt. Treffen die entsprechenden Bedingungen zusammen, wird es gegenwärtig fortlaufend wirkend.

Deshalb muss jeder gegenwärtig fortlaufend VORHANDENE oder gegenwärtig fortlaufend GESCHEHENDE OUTPUT durch einen gegenwärtig fortlaufend WIRKENDEN INPUT hervorgerufen werden und nicht durch einen INPUT irgendeiner Vergangenheit.

Gerade deshalb bewegt sich der Ablaufsordnung sämtlicher Phänomene innerhalb der Bahn des gegenwärtigen fortlaufend Wirkens, ohne absoluten Anfang und ohne absolutes Ende, in jedem einzelnen Moment des Lebens – von INPUT zu OUTPUT.

Aus diesem Prinzip entwickelt die TÁC-Ý-Kunde P.E.R.G.® nach NGOs ein durchgehendes Prinzip der Diagnose–Bestimmung–Behandlung entsprechend der WIRK-Ordnung der 4-Säulen, der 3-Diagnosen und der 4-medizinischen Grundlagen.

Bei der Betrachtung irgendeines gegenwärtig fortlaufend VORHANDENEN oder gegenwärtig fortlaufend GESCHEHENDEN OUTPUTS am und im SOMA lautet daher die erste wissenschaftliche Frage nicht,
was der OUTPUT gegenwärtig ist,

sondern
welcher gegenwärtig fortlaufend wirkende INPUT zu diesem OUTPUT führt.

Deshalb bleibt der Schwerpunkt der Diagnose–Bestimmung–Behandlung nach der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs nicht bei dem gegenwärtig fortlaufend VORHANDENEN oder gegenwärtig fortlaufend GESCHEHEN OUTPUT am und im SOMA stehen, sondern richtet sich auf den Zugang zum gegenwärtig fortlaufend wirkenden INPUT.

Wird der INPUT „erneuert“,
dann werden entsprechend der WIRK-Ordnung der 4-Säulen auch sämtliche gegenwärtig fortlaufend VORHANDENEN oder gegenwärtig fortlaufend GESCHEHENDEN OUTPUTSerneuert“.

Dies ist das grundlegende Prinzip des gesamten vollständigen und in sich geschlossenen wissenschaftlichen Systems der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs.

KAPITEL C
WISSENSCHAFTLICHE UNTERSUCHUNG auf der Grundlage der 4-Säulen der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs

I. Auf welcher theoretischen Grundlage wurde der Begriff „Zentrum“   bestimmt?
Nach der Untersuchung der gesamten wissenschaftlichen Grundlage des YAGER-Codes lässt sich erkennen, dass der Begriff Zentrum (Center) die zentrale Stellung innerhalb dieser gesamten hypothetischen Lehre einnimmt.

Der gesamte therapeutische Ablauf wird von der Annahme aus entwickelt, dass das Zentrum (Center) die Fähigkeit besitzt, Aufträge entgegenzunehmen, Ursachen (Causes) zu erkennen und zu bearbeiten, die beteiligten Teile (Parts) anzupassen und das Ergebnis anschließend zu überprüfen.

Wird diese Frage jedoch aus der wissenschaftlichen Perspektive der 4-Säulen der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs untersucht, so muss zunächst die grundlegende Frage gestellt werden, auf welcher theoretischen Grundlage dieser Begriff Zentrum (Center) überhaupt bestimmt worden ist.

Wenn ein Begriff als Zentrum einer gesamten hypothetischen Lehre verwendet wird, muss diesem Begriff innerhalb einer in sich geschlossenen theoretischen Struktur eine eindeutige Stellung zugewiesen werden. Dazu gehört die Bestimmung seines Wesens, seiner Funktion, seiner Stellung innerhalb des gesamten Systems sowie des Prinzips, welches die Funktionsweise dieses Begriffes bestimmt.

Aus der Untersuchung der Unterlagen des YAGER-Codes geht hervor, dass das Zentrum (Center) über die Funktionen beschrieben wird, welche es ausführt. Das Zentrum (Center) weiß, das Zentrum (Center) erkennt, das Zentrum (Center) verarbeitet, das Zentrum (Center) passt an und das Zentrum (Center) überprüft.

Das Zentrum (Center) wird jedoch nicht als Bestandteil eines übergeordneten theoretischen Systems bestimmt, das erklärt,
woher das Zentrum (Center) diese Funktionen besitzt. Ebenso wird nicht bestimmt,

WAS das handelnde Subjekt (Subject) ist, das die Funktionsweise dieses Zentrums (Center) ausrichtet.

Daher ist das Zentrum (Center) aus wissenschaftlicher Sicht zunächst ein hypothetischer funktioneller Begriff, der aus klinischen Beobachtungen entstanden ist. Dieser Begriff dient dazu, einen hypothetisch angenommenen Wirkungsmechanismus zu beschreiben, begründet jedoch zugleich noch keine theoretische Grundlage, welche das Wesen und die Stellung dieses Mechanismus innerhalb einer vollständigen WIRK-Ordnung erklärt.

II. Auf welcher Grundlage wird der Begriff Ursache (Cause) bestimmt?
Im YAGER-Code wird die Ursache (Cause) als der Faktor angesehen, welcher das Symptom (Symptom) aufrechterhält und vom Zentrum (Center) erkannt und anschließend bearbeitet werden soll.

Nach den Unterlagen der Methode kann die Ursache (Cause) eine Erinnerung, eine Erfahrung, eine Überzeugung, eine Schlussfolgerung, ein Konflikt oder ein anderer Faktor sein, der in der Vergangenheit entstanden ist und weiterhin auf die Gegenwart einwirkt.

Aus der Perspektive einer wissenschaftlichen Untersuchung stellt sich jedoch die weitere Frage,

WAS die Grundlage dafür bildet, einen bestimmten Faktor gerade als Ursache (Cause) des beobachteten Symptoms (Symptom) zu bestimmen.

Wenn die Ursache (Cause) durch die Wahrnehmung des Zentrums (Center) bestimmt wird, dann hängt der gesamte Vorgang der Bestimmung der Ursache (Cause) von der Tätigkeit des Zentrums (Center) ab.

Dies führt zu einer weiteren wissenschaftlichen Frage:
Wenn das Zentrum (Center) lediglich ein „HYPOTHETISCHER Begriff“ ist,dann ist auch die Bestimmung der Ursache(Cause),welche zur Krankheit führt, lediglich eine „HYPOTHETISCHE Bestimmung“ entsprechend dem Prinzip:

Wie der INPUT, so der OUTPUT.

III. Wie wird die Beziehung zwischen Zentrum
(Center) – Ursache (Cause) – Symptom (Symptom) hypothetisch erklärt?

Nach der theoretischen Struktur des YAGER-Codes wird die Beziehung zwischen diesen drei Bestandteilen in folgender Weise beschrieben:

Das Zentrum (Center) erkennt die Ursache (Cause), bearbeitet anschließend die Ursache (Cause), wodurch sich das Symptom (Symptom) verändert.

Nach diesem hypothetischen Modell wird das Symptom (Symptom) als die gegenwärtig vorhandene Erscheinung einer bestimmten Ursache (Cause) angesehen, und das Zentrum (Center) wird als der Mechanismus betrachtet, dessen Funktion darin besteht, auf die Ursache (Cause) einzuwirken. Hinsichtlich des Ablaufs bilden diese drei Bestandteile zwar eine hypothetische Ordnung innerhalb des therapeutischen Prozesses, diese bleibt jedoch ebenfalls lediglich hypothetisch und besitzt bislang keine in sich geschlossene wissenschaftliche Grundlage.

Wird diese Beziehung jedoch entsprechend der WIRK-Ordnung der 4-Säulen der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs untersucht, dann müssen im Zusammenhang mit der nach dem YAGER-Code hypothetisch angenommenen Beziehung zwischen Zentrum (Center), Ursache (Cause) und Symptom (Symptom) weitere Fragen gestellt werden:

. WAS wirkt gegenwärtig fortlaufend und richtet das Zentrum (Center) darauf aus, die Ursache (Cause) zu erkennen?
. WAS wirkt gegenwärtig fortlaufend und bewirkt, dass die Ursache (Cause) das Symptom (Symptom) weiterhin aufrechterhält?
. WAS wirkt gegenwärtig fortlaufend und bewirkt, dass sich das Symptom (Symptom) verändert, nachdem die Ursache (Cause) vom Zentrum (Center) erkannt und bearbeitet wurde?

IV. Das „Drei-W-Prinzip“ trägt dazu bei, die Stellung von Zentrum (Center) und Ursache (Cause) im YAGER-Code entsprechend der WIRK-Ordnung der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs zu verdeutlichen.
Nach der vollständigen und in sich geschlossenen wissenschaftlichen Grundlage der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs wird das Drei-W-Prinzip als wissenschaftliches Untersuchungsinstrument verwendet, um die Stellung und die Funktion jedes einzelnen Begriffes entsprechend der WIRK-Ordnung zu bestimmen.

. WER: WAS ist das gegenwärtig fortlaufend wirkende HANDELNDE Subjekt, dessen INPUT zu einem gegenwärtig fortlaufend VORHANDENEN OUTPUT führt?
. WIE: WIE verläuft die Intensität des gegenwärtig fortlaufend VORHANDENEN INPUTS, die zu einem gegenwärtig fortlaufend GESCHEHENDEN OUTPUT führt?
. WO: WO geschieht der gegenwärtig fortlaufend GESCHEHENDE OUTPUT?

Wird dieses Drei-W-Prinzip angewendet, so untersucht der Ablauf der Diagnose–Bestimmung–Behandlung nach der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs weder die Ursache (Cause) eines Symptoms (Symptom), einer Krankheit noch eines psychischen Zustandes, sondern richtet die Untersuchung unmittelbar auf die Frage,

WAS der gegenwärtig fortlaufend WIRKENDE INPUT ist, der zu dem gegenwärtig fortlaufend VORHANDENEN OUTPUT (psychisch oder psychiatrisch)beziehungsweise zu dem gegenwärtig fortlaufend GESCHEHEN OUTPUT (Symptom) führt.

Nach dem Drei-W-Prinzip gilt:
. WER ist das gegenwärtig fortlaufend wirkende handelnde Subjekt, das das Zentrum (Center) hinsichtlich des Erkennens, Auswählens, Entscheidens und Bearbeitens nach der Methode des YAGER-Codes ausrichtet?
. WIE ist der gegenwärtig fortlaufend VORHANDENE VERLAUF, das heißt die Ursache (Cause)?
. WO ist der Ort, an und in dem die Symptome gegenwärtig fortlaufend GESCHEHEN?

Durch das Drei-W-Prinzip in Verbindung mit dem INPUT–OUTPUT-Fluss entsprechend der logisch-natürlichen gegenwärtig fortlaufend wirkenden Ordnung (WIRK-Ordnung) der 4-Säulen, der vollständigen und in sich geschlossenen wissenschaftlichen Grundlage der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs, liegt der Schwerpunkt der wissenschaftlichen Untersuchung nicht in der Beschreibung hypothetischer Begriffe, ihrer Funktionen oder der Symptome, sondern richtet sich stets unmittelbar auf das gegenwärtig fortlaufend wirkende HANDELNDE SUBJEKT, nämlich den TÁC-Ý (gegenwärtig fortlaufend wirkender Wille), der die Krankheit ausrichtet, beziehungsweise den TÁC-Ý, der ERNEUERT wird, damit Heilung möglich wird.

KAPITEL D
Vergleichstabelle zwischen dem hypothetischen wissenschaftlichen Begriffssystem des YAGER-Codes und der wissenschaftlichen Grundlage der 4-Säulen der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs

UntersuchungskriteriumYAGER-CodeTÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs
Wissenschaftliche GrundlageFunktionelles Begriffssystem, das aus klinischen Beobachtungen und zahlreichen Hypothesen entstanden ist.Vollständiges und in sich geschlossenes wissenschaftliches System, das auf der Grundlage der 4-Säulen und der logisch-natürlichen WIRK-Ordnung bestimmt wurde.
Ausgangspunkt der wissenschaftlichen UntersuchungZentrum (Center).4-Säulen.
Zentraler BegriffDas Zentrum (Center) als handelnde Instanz.TÁC-Ý ist das handelnde Subjekt.
Grundlage für die Bestimmung des zentralen BegriffesHypothetische Annahme aus klinischen Beobachtungen.Bestimmt innerhalb des wissenschaftlichen Systems der 4-Säulen.
Ursache (Cause)Wird vom Zentrum (Center) erkannt und bearbeitet.Ist der gegenwärtig fortlaufend wirkende INPUT des TÁC-Ý entsprechend der WIRK-Ordnung.
Grundlage für die Bestimmung der Ursache (Cause)Entsprechend der Annahme des Zentrums (Center).Entsprechend dem INPUT–OUTPUT-Prinzip.
Symptom (Symptom)Ist Gegenstand der Behandlung.Ist der gegenwärtig fortlaufend VORHANDENE OUTPUT oder der gegenwärtig fortlaufend GESCHEHENDE OUTPUT am und im SOMA.
Beziehung zwischen Cause und SymptomWird durch die Funktion des Zentrums (Center) erklärt.Wird entsprechend der WIRK-Ordnung des INPUT–OUTPUT-Prinzips bestimmt.
Rolle der Therapeutin beziehungsweise des TherapeutenStellt die Kommunikation mit dem Zentrum (Center) her und übermittelt den Auftrag (Instruction).Ermittelt den gegenwärtig fortlaufend WIRKENDEN INPUT des TÁC-Ý.
Methode der wissenschaftlichen UntersuchungBeschreibung der Funktionen hypothetischer Begriffe.Untersuchung der Stellung und der Funktion jedes einzelnen Bestandteils innerhalb der WIRK-Ordnung.
Wissenschaftliches PrinzipVon der Annahme: Zentrum (Center) – Ursache (Cause) – Symptom (Symptom).Von der wissenschaftlichen Grundlage der 4-Säulen: TÂM – TÁC-Ý – NĂNG – SOMA.
FunktionsprinzipDas Zentrum (Center) bearbeitet selbst die Ursache (Cause), damit sich das Symptom (Symptom) verändert.Der gegenwärtig fortlaufend WIRKENDE INPUT des TÁC-Ý richtet den gesamten gegenwärtig fortlaufend VORHANDENEN OUTPUT sowie den gegenwärtig fortlaufend GESCHEHENDEN OUTPUT am SOMA aus.
Drei-W-Prinzip: WER – WIE – WONoch nicht als wissenschaftliches Untersuchungsprinzip bestimmt.WER: Untersuchung des gegenwärtig fortlaufend WIRKENDEN HANDELNDEN   SUBJEKTS.
WIE: Untersuchung des Verlaufs der gegenwärtig fortlaufend VORHANDENEN oder gegenwärtig fortlaufend GESCHEHENDEN OUTPUTS am und im SOMA.
WO: Untersuchung der STELLE, an der der OUTPUT gegenwärtig fortlaufend geschieht.
Ausrichtung der Diagnose–Bestimmung–BehandlungAusrichtung auf das Zentrum (Center), um die Ursache (Cause) zu bearbeiten.Ausrichtung auf den gegenwärtig fortlaufend WIRKENDEN INPUT des TÁC-Ý, um TÁC-Ý entsprechend der WIRK-Ordnung zu ERNEUERN.

KAPITEL E – Reflexion

Nach der Untersuchung der gesamten wissenschaftlichen Grundlage der Methode YAGER-Code – von ihrer Entstehungsgeschichte über ihre theoretische Grundlage, ihre wissenschaftliche Struktur, ihr Begriffssystem, den Ablauf der Diagnose–Bestimmung–Behandlung, ihren Anwendungsbereich, die Forschungsergebnisse bis hin zum Umfang ihrer Anerkennung – lässt sich erkennen, dass Edwin K. YAGER aus der klinischen Praxis heraus die Hypothese über die Existenz eines Zentrums (Center) entwickelte und den gesamten therapeutischen Ablauf um diesen hypothetischen Begriff aufbaute.

Diese Untersuchung zeigt jedoch zugleich einen besonders bemerkenswerten Sachverhalt. Nahezu das gesamte hypothetische wissenschaftliche System des YAGER-Codes wurde aus den Beobachtungen der klinischen Praxis entwickelt und anhand der Funktionen hypothetischer Begriffe wie Zentrum (Center), Ursache (Cause), Teile (Parts) und Symptom (Symptom) beschrieben.

Diese hypothetischen Begriffe tragen dazu bei, den therapeutischen Ablauf zu erklären und die klinische Praxis zu unterstützen. Gleichzeitig werfen sie jedoch zahlreiche wissenschaftliche Fragen nach der Grundlage eben jener hypothetischen Begriffe auf, auf denen dieses hypothetische wissenschaftliche System selbst beruht.

Während der Ausarbeitung dieser Abhandlung richtete der Verfasser sein besonderes Augenmerk auf das Zusammenspiel von INPUT und OUTPUT sowie auf das Drei-W-Prinzip, das auf der Grundlage der WIRK-Ordnung der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs sowohl zur Untersuchung der QUELLE einer Krankheit als auch sämtlicher gegenwärtig wirkender Erscheinungen herangezogen wird.

Aus der Perspektive dieses Prinzips werden zahlreiche Begriffe, die bislang als Ausgangspunkt einer Methode angesehen wurden, selbst zu Gegenständen weiterer wissenschaftlicher Untersuchung. Deshalb gelangt der Verfasser zu der Auffassung, dass die Untersuchung einer Lehre nicht bereits damit abgeschlossen ist zu wissen, was diese Lehre aussagt, sondern dass ebenso untersucht werden muss, welche Stellung diese Lehre innerhalb der gesamten WIRK-Ordnung einnimmt.

Gerade daraus ergibt sich für den Verfasser ein noch deutlicheres Verständnis des INPUT–OUTPUT-Prinzips sowie des Drei-W-Prinzips entsprechend der WIRK-Ordnung der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs.

Wird die logisch-natürliche gegenwärtig fortlaufend wirkende Ordnung (Logical-natural presently and continuously operating order) – kurz WIRK-Ordnung – erkannt, dann betrachtet die forschende oder therapeutisch tätige Person das gegenwärtig fortlaufend VORHANDENE oder gegenwärtig fortlaufend GESCHEHENDE nicht länger als voneinander getrennte Erscheinungen, sondern stellt stets die Frage:

WAS (INPUT) WIRKT gegenwärtig fortlaufend und richtet sämtliche gegenwärtig fortlaufend VORHANDENEN (OUTPUTS) sowie sämtliche gegenwärtig fortlaufend GESCHEHENDEN (OUTPUTS) am und im SOMA aus?

Gerade diese Richtung der wissenschaftlichen Untersuchung bildet den grundlegenden Unterschied zwischen den verschiedenen wissenschaftlichen Ansätzen.

Deshalb erkennt eine Therapeutin beziehungsweise ein Therapeut, welche beziehungsweise welcher die gegenwärtig fortlaufend wirkende WIRK-Ordnung der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs verstanden hat, unmittelbar, dass jeder gegenwärtig fortlaufend VORHANDENE oder gegenwärtig fortlaufend GESCHEHENDE OUTPUT immer einen gegenwärtig fortlaufend WIRKENDEN INPUT voraussetzt, der diese entsprechenden OUTPUTS ausrichtet.

Damit endet die wissenschaftliche Fragestellung nicht mehr bei der Frage:

„Wie ist der OUTPUT gegenwärtig?“

sondern lautet:

„WAS ist der gegenwärtig fortlaufend WIRKENDE INPUT?“



Abgeschlossen am Freitag, den 17.07.2026
Ngoc-Diep, NGO
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