„PSYCHE-SOMA ist die Krankheit aller Krankheiten.“GRUNDSATZERKLÄRUNG der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs


INHALTSVERZEICHNIS
EINLEITUNG

KAPITEL A – Die PSYCHE–SOMA-Erkrankung aus der Sicht der symptomorientierten Medizin
I. Geschichte.
II. Begriff der PSYCHE-SOMA-Erkrankung in der symptomorientierten Medizin.
III. Krankheitsgruppe.
IV. Diagnose- und Behandlungsmethoden nach der symptomorientierten Medizin.
V. Grenzen und Risiken der Behandlungsmethoden.
VI. Aktueller Stand der PSYCHE-SOMA-Erkrankung anhand statistischer Daten, Behandlungsergebnisse und wirtschaftlicher Belastung.
VII. Zusammenfassung der Zahlen und Daten von Kapitel A.
VIII. Quellen und Literatur für Kapitel A.

KAPITEL B – Was ist Krankheit nach der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs.
I. Die Position der KRANKHEIT im Ablauf der vier grundlegenden SÄULEN der medizinisch-theoretischen Grundlage der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs
I.1. TÂM ist die erste SÄULE.
I.2. TÁC-Ý ist die zweite SÄULE.
I.3. NĂNG ist die dritte SÄULE.
I.4. SOMA ist die vierte SÄULE.
II. Der Zusammenhang zwischen INPUT und OUTPUT nach der Krankheitslehre.
III. Warum hat die symptomorientierte Medizin dies bisher nicht erkannt?

KAPITEL C – Die WAHRE Bedeutung der KRANKHEIT nach der TÁC-Ý-Kunde P.E.R.G.® nach NGOs.
I. Die WAHRE Bedeutung der KRANKHEIT.
II. Warum ist PSYCHE-SOMA die Krankheit aller Krankheiten?
III. Zehn kritische Gegenfragen zur Aussage
„PSYCHE-SOMA ist die Krankheit aller Krankheiten“.

KAPITEL D – Grundsatzerklärung der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs

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EINLEITUNG

Diese Grundsatzerklärung ist nicht aus einer neuen Idee entstanden und wurde auch nicht geschrieben, um der Menschheit eine weitere neue Lehre hinzuzufügen. Sie ist aus genau dem hervorgegangen, was der Mensch jeden Tag gelebt hat und weiterhin lebt, ohne jemals innezuhalten, um es wirklich klar zu erkennen.

Seit Tausenden von Jahren sucht die Medizin die Krankheit im Körper, sucht die Psychologie die Ursache im seelischen Leben, sucht die Philosophie das Wesen des Menschen, sucht die Religion den Weg zur Umwandlung des Leidens, sucht die Wissenschaft die Gesetzmäßigkeiten des Lebens.

Gerade weil jedoch jede Disziplin von einer anderen Beobachtungsposition aus schaut, bleibt das Erkannte nur ein einzelnes Teilstück. Man sieht die Symptome, sieht aber noch nicht, was die Symptome überhaupt entstehen lässt. Man sieht die Schädigungen, sieht aber noch nicht, was die Schädigungen weiterhin bestehen lässt. Man sieht die Ergebnisse, sucht die Ursache aber weiterhin genau innerhalb dieser Ergebnisse.

Aus genau diesem Bedingungszusammenhang heraus hat sich durch viele Jahre des Beobachtens, Diagnostizierens, Behandelns, praktischen Arbeitens und des Vergleichens mit unzähligen klinischen Fällen allmählich eine immer größere Frage geöffnet. Wenn sich alle verschiedenen Krankheiten unterschiedlich im Körper zeigen, was bildet dann den gemeinsamen Hintergrund all dieser Erscheinungen? Wenn jede Krankheit einen anderen Namen trägt, was ist es dann, das hinter all diesen Namen wirksam ist? Wenn sich alle Erscheinungen ständig verändern, was ist es dann, das gegenwärtig wirksam ist und genau diese Veränderungen hervorbringt.

Je tiefer dieser Prozess betrachtet wurde, desto einfacher wurde die Antwort. Das, was als Herzerkrankung, Lungenerkrankung, Lebererkrankung, Erkrankung des Immunsystems, neurologische Erkrankung, endokrine Erkrankung, psychische Erkrankung oder unter irgendeinem anderen Krankheitsnamen bezeichnet wird, sind lediglich unterschiedliche Erscheinungsformen ein und desselben Prozesses, der im Menschen wirksam ist.

Unterschiedlich ist die Erscheinungsform. Unterschiedlich ist das Organ, an dem sie erscheint. Unterschiedlich ist der Grad ihrer Erscheinung. Der Prozess jedoch, der all diese Erscheinungen entstehen lässt, verändert sich nicht.

Von da an wird der Begriff der PSYCHE-SOMA-Erkrankung nicht mehr als eine Krankheitsgruppe verstanden, die neben den anderen Krankheitsgruppen der symptomorientierten Medizin steht, sondern als der gemeinsame Wirkungsgrund aller Krankheiten betrachtet. Nicht deshalb, weil alle Krankheiten psychische Krankheiten wären, und auch nicht deshalb, weil alle Krankheiten in dem bisher gewohnten Sinn aus der Psyche entstehen würden, sondern weil jede Erscheinung im Körper immer aus einem unsichtbaren Wirkungsprozess hervorgeht, der bereits vorhanden ist, bevor die Erscheinung sichtbar wird.

Aus diesem Bedingungszusammenhang heraus wurde die Grundsatzerklärung „PSYCHE-SOMA ist die Krankheit aller Krankheiten“ geschrieben, um einen völlig anderen Blick auf den Menschen, auf die Krankheit, auf das Leben und auf genau das, was gegenwärtig wirksam ist und zu allen Erscheinungen führt, die im Strom des Lebens gerade geschehen, zu eröffnen.

KAPITEL A
Die PSYCHE-SOMA-Erkrankung aus der Sicht der symptomorientierten Medizin

I. Geschichte
Die Geschichte der PSYCHE-SOMA-Erkrankung (Psychosomatik) beginnt nicht mit einer bestimmten Krankheit und auch nicht mit dem Auftreten einer bestimmten Behandlungsmethode, sondern mit der sehr frühen Frage der Menschheit nach dem Zusammenhang zwischen dem Menschen, seinem seelischen Leben und seinem Körper. Schon seit der Mensch begonnen hat, sich selbst zu beobachten, wurde erkannt, dass Angst das Herz schneller schlagen lassen kann, dass Ärger das Gesicht erröten lässt, dass Freude den ganzen Körper kräftigt und dass lang andauernde Verluste den Körper erschöpfen können. Gerade diese ganz natürlichen Beobachtungen wurden zu den ersten Keimen für die Entstehung des psychosomatischen Denkens in der Medizingeschichte.

In der antiken griechischen Medizin betrachteten die Ärzte den Menschen nicht nur als einen materiellen Körper. Sie beobachteten den Menschen als eine ganzheitliche Einheit, in der das seelische Leben, die Lebensumstände, das Klima, die Lebensweise, die Ernährung und der Zustand des Körpers ständig aufeinander einwirkten. Diese Gedanken wurden über viele Jahrhunderte weiterentwickelt und bildeten später die Grundlage zahlreicher medizinischer Schulen. Zur Zeit Galens wurde der Einfluss der Gefühle auf die Gesundheit weiterhin hervorgehoben und in das medizinische Lehrsystem jener Zeit aufgenommen.

Mit der starken Entwicklung der Anatomie, der Physiologie, der Mikrobiologie und der Pathologie in den darauffolgenden Jahrhunderten verlagerte sich der Schwerpunkt der Medizin jedoch zunehmend auf die Suche nach konkreten Schädigungen an Organen, Geweben und Zellen. Alles, was gesehen, gemessen und experimentell nachgewiesen werden konnte, wurde immer mehr zur Grundlage der modernen Medizin. Gerade durch diese Entwicklungsrichtung erreichte die Menschheit bedeutende Fortschritte in der Chirurgie, der bildgebenden Diagnostik, der Pharmakologie, der Immunologie und in der Behandlung vieler schwerer Erkrankungen.

Parallel zu dieser Entwicklung bestand jedoch immer eine klinische Wirklichkeit, die viele Generationen von Ärzten beschäftigte. Nicht wenige Patienten zeigen sehr deutliche Symptome, obwohl die Untersuchungsergebnisse nahezu unauffällig sind. Es gibt auch Fälle, bei denen die organischen Schädigungen nur gering ausgeprägt sind, die Patienten jedoch unter starken Schmerzen leiden oder erhebliche Funktionseinschränkungen aufweisen. Umgekehrt tragen viele Patienten eindeutige organische Veränderungen in den bildgebenden Untersuchungen, zeigen jedoch nahezu keine entsprechenden klinischen Symptome. Diese Erscheinungen führten allmählich zu der Frage, ob allein körperliche Schädigungen ausreichen, um das gesamte Krankheitsgeschehen zu erklären.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts führte der deutsche Psychiater Johann Christian August Heinroth im Jahr 1818 als Erster den Begriff „psychosomatisch“ in die medizinische Literatur ein. Er vertrat die Auffassung, dass der Mensch als eine Ganzheit betrachtet werden müsse und dass Krankheit nicht allein aus dem Körper oder allein aus dem seelischen Leben verstanden werden könne. Auch wenn seine Auffassung noch stark von der Philosophie und vom geistigen Hintergrund seiner Zeit geprägt war, markierte das Auftreten dieses Begriffs einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte der modernen Psychosomatik. Die spätere Entwicklung der Psychosomatik geht jedoch nicht ausschließlich auf Heinroth zurück, sondern wurde durch zahlreiche medizinische, psychologische und wissenschaftliche Beiträge weiterentwickelt.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erweiterten Sigmund Freud, Georg Groddeck und insbesondere Franz Alexander im Zusammenhang mit der Entwicklung der Psychoanalyse den Blick auf den Zusammenhang zwischen psychischen Konflikten und körperlichen Erscheinungen. Es wurden zahlreiche Hypothesen aufgestellt, nach denen lang andauernde Konflikte, verdrängte Gefühle oder psychische Traumata zur Entstehung bestimmter körperlicher Erkrankungen beitragen oder deren Verlauf verschlimmern können. Diese Arbeiten schufen eine wichtige Grundlage für die Entwicklung der Psychosomatik während des gesamten 20. Jahrhunderts, auch wenn viele der ursprünglichen Hypothesen später angepasst oder verändert wurden, als sich die Wissenschaft weiterentwickelte.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stellte George Engel das biopsychosoziale Modell (Biopsychosocial Model) vor. Nach diesem Modell wird Krankheit nicht mehr ausschließlich aus biologischer Sicht betrachtet, sondern als Ergebnis des Zusammenwirkens biologischer, psychischer und sozialer Faktoren verstanden. Dieser Ansatz wurde rasch zu einer der wichtigsten Grundlagen der modernen Medizin, insbesondere in der Psychiatrie, der Allgemeinmedizin, der Rehabilitationsmedizin und der Psychosomatik. Bis heute nimmt dieses Modell in vielen medizinischen Ausbildungsgängen weltweit eine zentrale Stellung ein.

Aus diesen Entwicklungsschritten heraus hat sich die Psychosomatik heute in vielen Ländern, insbesondere in Deutschland, zu einem eigenständigen medizinischen Fachgebiet entwickelt, mit eigenen Ausbildungswegen, wissenschaftlicher Forschung, Fachkliniken und eigenen Behandlungsleitlinien. Ihr Ziel besteht nicht mehr allein darin, organische Schädigungen zu suchen, sondern gleichzeitig psychische Faktoren, Lebensumstände, soziale Beziehungen, berufliche Belastungen, Lebensereignisse und viele weitere Faktoren zu beurteilen, die den Entstehungs- und Krankheitsverlauf beeinflussen können.

Der gesamte Entwicklungsprozess zeigt, dass die symptomorientierte Medizin den Zusammenhang zwischen seelischem Leben und Körper niemals geleugnet hat. Im Gegenteil, die Psychosomatik wurde während der vergangenen mehr als zweitausend Jahre fortlaufend ergänzt, erweitert und weiterentwickelt, um diesen Zusammenhang immer umfassender zu erklären. Auf dieser wissenschaftlichen Grundlage werden die folgenden Kapitel die Krankheitsklassifikation, die Diagnoseverfahren, die Behandlungsmethoden, die erzielten Ergebnisse sowie die noch bestehenden Grenzen der Psychosomatik aus der Sicht der symptomorientierten Medizin darstellen.

I. Begriff der PSYCHE-SOMA-Erkrankung in der symptomorientierten Medizin.
In der symptomorientierten Medizin werden PSYCHE-SOMA-Erkrankungen (Psychosomatic diseases) als Erkrankungen verstanden, deren Entstehung, Verlauf oder Ausprägungsgrad durch biologische, psychische und soziale Faktoren beeinflusst werden.

Dieses Verständnis basiert auf dem biopsychosozialen Modell (EN: Biopsychosocial Model), in dem der Mensch nicht mehr ausschließlich als biologischer Körper betrachtet wird, sondern als eine Ganzheit, die aus mehreren Faktoren besteht, welche ständig miteinander in Wechselwirkung stehen.

Nach dieser Auffassung sind nicht alle Krankheiten PSYCHE-SOMA-Erkrankungen, und auch nicht alle Symptome gehen von psychischen Faktoren aus. Die symptomorientierte Medizin geht davon aus, dass viele Erkrankungen eine eindeutig biologische Ursache haben, wie Infektionen, Viren, genetische Faktoren, Störungen des Immunsystems, Verletzungen oder degenerative Veränderungen. Dennoch können selbst bei diesen Erkrankungen lang anhaltende psychische Belastungen, Lebensstress, seelische Traumata oder innere Konflikte den Krankheitsbeginn, den Krankheitsverlauf, den Schweregrad sowie die Erholungsfähigkeit des Patienten beeinflussen.

Aus dieser Sicht wird die PSYCHE-SOMA-Erkrankung weder als eine „eingebildete“ Krankheit angesehen, noch als ein Zustand, in dem der Patient seine Symptome selbst hervorruft. Im Gegenteil, die Symptome werden als vollständig real anerkannt. Der Patient leidet tatsächlich unter Schmerzen, tatsächlich unter Atemnot, tatsächlich unter Herzklopfen, tatsächlich unter Verdauungsstörungen oder tatsächlich unter einer Beeinträchtigung der Körperfunktionen, obwohl in vielen Fällen keine organische Schädigung gefunden wird, die dem Ausmaß der klinischen Erscheinungen entspricht.

Deshalb betont die symptomorientierte Medizin, dass die Beziehung zwischen Psyche und Körper keine einseitige Beziehung ist. Veränderungen im Körper können den psychischen Zustand beeinflussen, gleichzeitig können psychische Belastungen auch auf das Nervensystem, das Hormonsystem, das Immunsystem, das Herz-Kreislauf-System, das Verdauungssystem, das Atmungssystem und viele andere Organe zurückwirken. Diese fortlaufende wechselseitige Beeinflussung wird als Grundlage eines Großteils der modernen Forschung über PSYCHE–KÖRPER-Erkrankungen angesehen.

In der heutigen klinischen Praxis wird der Begriff der PSYCHE-SOMA-Erkrankung außerdem wesentlich weiter gefasst als noch in den vergangenen Jahrzehnten. Während sich die Psychosomatik früher hauptsächlich auf einige typische Erkrankungen wie Magengeschwür, Asthma bronchiale, Bluthochdruck oder Colitis konzentrierte, hat sich das Forschungsgebiet heute auf viele weitere chronische Erkrankungen ausgeweitet, wie das Reizdarmsyndrom, chronische Schmerzen, Fibromyalgie, neurologische Funktionsstörungen, dermatologische Erkrankungen, Störungen des Immunsystems, endokrine Störungen und viele andere Erkrankungen, bei denen psychische Faktoren als ein Bestandteil angesehen werden, der den Krankheitsverlauf beeinflussen kann.

Darüber hinaus unterscheidet die symptomorientierte Medizin PSYCHE-SOMA-Erkrankungen von psychischen Erkrankungen. Menschen mit einer PSYCHE-SOMA-Erkrankung müssen nicht zwangsläufig an Depressionen, Angststörungen oder anderen psychischen Erkrankungen leiden. Umgekehrt entwickeln Menschen mit psychischen Erkrankungen ebenfalls nicht zwangsläufig PSYCHE–KÖRPER-Erscheinungen. Obwohl beide Krankheitsgruppen gleichzeitig bei derselben Person auftreten und sich gegenseitig beeinflussen können, werden sie in der heutigen Krankheitsklassifikation dennoch als unterschiedliche klinische Kategorien betrachtet.

Die Entwicklung der Neurowissenschaften, der Immunologie, der Endokrinologie, der Molekularbiologie und insbesondere des Fachgebietes der Psychoneuroimmunologie in den vergangenen Jahrzehnten hat zusätzlich dazu beigetragen, die Sichtweise der symptomorientierten Medizin zu festigen. Zahlreiche Studien zeigen, dass lang anhaltender Stress die Aktivität des vegetativen Nervensystems, der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse, des Immunsystems, der Neurotransmitter und vieler weiterer biologischer Mechanismen verändern kann. Diese Erkenntnisse werden als wissenschaftliche Grundlage dafür angesehen, warum psychische Faktoren mit dem Auftreten oder dem Verlauf vieler körperlicher Erkrankungen in Zusammenhang stehen können.

Dennoch betrachtet die symptomorientierte Medizin psychische Faktoren bis heute nicht als die unmittelbare Ursache aller Krankheiten. Die allgemeine Auffassung des Fachgebietes lautet, dass Krankheiten stets aus einem sehr komplexen Zusammenwirken zahlreicher unterschiedlicher Faktoren entstehen. Dabei wirken biologische Faktoren, psychische Faktoren, soziale Faktoren, Lebensumstände, genetische Veranlagung, Lebensweise, Ernährung und viele weitere Risikofaktoren gemeinsam am Krankheitsentstehungsprozess mit. Deshalb gehört die Bestimmung der Rolle jedes einzelnen Faktors bei jedem einzelnen Patienten bis heute zu den größten Herausforderungen der modernen Psychosomatik.

Auf der Grundlage dieses Begriffsverständnisses hat die symptomorientierte Medizin ihr System der Krankheitsklassifikation, ihre diagnostischen Abläufe, ihre Behandlungsmethoden sowie ihre Leitlinien für die klinische Praxis des Fachgebietes der Psychosomatik entwickelt.

II. Krankheitsgruppen.
Mit der fortschreitenden Weiterentwicklung des Begriffs der PSYCHE-SOMA-Erkrankung hat die symptomorientierte Medizin schrittweise auch ein Klassifikationssystem aufgebaut, um Diagnostik, Behandlung, Forschung und Ausbildung einheitlicher zu gestalten. Bis heute existiert jedoch kein vollständig einheitliches Verzeichnis der PSYCHE-SOMA-Erkrankungen. Dies ergibt sich aus dem Wesen dieses Fachgebietes selbst, da sich der Zusammenhang zwischen Psyche und Körper bei jedem Patienten sehr unterschiedlich und in vielfältiger Weise zeigt.

In der klinischen Praxis betrachten Ärzte die PSYCHE-SOMA-Erkrankung gewöhnlich nicht als eine eigenständige Krankheit, sondern als eine Krankheitsgruppe oder als einen Behandlungsansatz für Erkrankungen, bei denen psychische Faktoren nach heutiger Einschätzung eine wesentliche Rolle bei der Entstehung, Aufrechterhaltung oder Verschlimmerung der Erkrankung spielen. Deshalb kann dieselbe Erkrankung in unterschiedlichen Fachgebieten behandelt und gleichzeitig auch unter dem Blickwinkel der Psychosomatik betrachtet werden, wenn ausreichende klinische Hinweise auf die Beteiligung psychischer Faktoren vorliegen.

Nach der heutigen Auffassung der symptomorientierten Medizin können die häufigsten Erkrankungen im Bereich der Psychosomatik in mehrere große Krankheitsgruppen eingeteilt werden.

1. Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Dies ist eine Krankheitsgruppe, die bereits sehr früh im Bereich der Psychosomatik untersucht wurde. Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit, funktionelles Herzklopfen, funktionelle Palpitationen und einige Herzrhythmusstörungen gelten als Erkrankungen, die durch langanhaltenden Stress, Angstzustände, berufliche Belastungen oder belastende Lebensereignisse beeinflusst werden können.

2. Erkrankungen des Verdauungssystems
.Dies ist eine Krankheitsgruppe, die in der psychosomatischen Praxis sehr häufig vorkommt. Das Reizdarmsyndrom, funktionelle Dyspepsie, funktionelle Magenschmerzen, funktionelle Colitis, langanhaltende Übelkeit ohne nachweisbare organische Ursache sowie zahlreiche weitere Verdauungsstörungen werden häufig als Erkrankungen angesehen, die mit psychischen Faktoren in Zusammenhang stehen.

3. Erkrankungen des Atmungssystems.
Asthma bronchiale, funktionelle Atemnot, das Hyperventilationssyndrom sowie einige weitere respiratorische Erscheinungen können während Phasen langanhaltender psychischer Belastung auftreten oder sich verschlimmern.

4. Neurologische Erkrankungen
Spannungskopfschmerzen, Migräne, funktioneller Schwindel, einige funktionelle Bewegungsstörungen, funktionelle Sensibilitätsstörungen sowie chronische Schmerzsyndrome werden häufig unter psychosomatischem Blickwinkel beurteilt, wenn keine entsprechende neurologische Schädigung nachgewiesen werden kann.

5. Erkrankungen des Bewegungsapparates.
Chronische Rückenschmerzen, Nacken- und Schulterschmerzen, Fibromyalgie, generalisierte Schmerzen, anhaltende Muskelschwächesyndrome und zahlreiche weitere unspezifische Schmerzsyndrome gehören zu den Erkrankungen, die häufig gemeinsam durch die Fachgebiete Orthopädie beziehungsweise Bewegungsapparat und Psychosomatik behandelt werden.

6. Dermatologische Erkrankungen.
Atopische Dermatitis, chronische Urtikaria, Psoriasis, langanhaltender Juckreiz, kreisrunder Haarausfall und zahlreiche weitere Hauterkrankungen können nachgewiesenermaßen durch anhaltenden Stress oder langfristige psychische Belastungen beeinflusst werden.

7. Endokrine und Stoffwechselerkrankungen
.Einige Stoffwechselstörungen, Diabetes mellitus, Adipositas, Essstörungen sowie hormonelle Veränderungen gelten als Erkrankungen, deren Verlauf durch Lebensweise, Verhalten und psychische Faktoren beeinflusst werden kann.

8. Erkrankungen des Immunsystems
.In den vergangenen Jahren haben sich im Zusammenhang mit der Entwicklung der Psychoneuroimmunologie immer mehr wissenschaftliche Arbeiten mit der Rolle lang anhaltender Belastungen für die Funktion des Immunsystems beschäftigt. Dennoch vertritt die symptomorientierte Medizin weiterhin die Auffassung, dass dieser Zusammenhang sehr komplex ist und dass psychische Faktoren nicht als unmittelbare Ursache von Autoimmunerkrankungen oder anderen immunologischen Erkrankungen angesehen werden können.

9. Gynäkologische, geburtshilfliche und urologische Erkrankungen
.Chronische Beckenschmerzen, funktionelle Menstruationsstörungen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, das Reizblasensyndrom, Trockenheit, Brennen und Juckreiz im Genitalbereich, häufiges Wasserlassen sowie einige sexuelle Funktionsstörungen werden ebenfalls häufig unter psychosomatischem Blickwinkel betrachtet, wenn keine entsprechenden organischen Schädigungen nachgewiesen werden können.

Neben diesen Krankheitsgruppen richten auch zahlreiche weitere Fachgebiete wie die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, die Augenheilkunde, die Zahnmedizin, die Onkologie, die Rehabilitationsmedizin und die Palliativmedizin ihre Aufmerksamkeit zunehmend auf psychische Faktoren, die die Lebensqualität, die Anpassungsfähigkeit und den Genesungsverlauf der Patienten beeinflussen können.

Bemerkenswert ist, dass die symptomorientierte Medizin innerhalb des gesamten heutigen Klassifikationssystems nicht davon ausgeht, dass alle PSYCHE–KÖRPER-Erkrankungen durch denselben Mechanismus entstehen. Jede Krankheitsgruppe wird weiterhin nach den krankheitsspezifischen Mechanismen des jeweiligen Fachgebietes erklärt, während psychische Faktoren als mitwirkende Faktoren oder als Faktoren angesehen werden, welche den Krankheitsverlauf verändern können, nicht jedoch als gemeinsame Ursache.

Gerade dieser Ansatz bildet das charakteristische Merkmal der Psychosomatik innerhalb der symptomorientierten Medizin.

Einerseits erkennt dieses Fachgebiet die wichtige Rolle des seelischen Lebens für die Gesundheit des Menschen an. Andererseits hält es weiterhin an der Auffassung fest, dass jede Erkrankung unter biologischen, psychischen und sozialen Gesichtspunkten beurteilt werden muss, bevor eine Diagnose gestellt und für jeden einzelnen Patienten eine geeignete Behandlung ausgewählt werden kann.

IV. Diagnose- und Behandlungsmethoden nach der symptomorientierten Medizin.
In der symptomorientierten Medizin beginnt die Annäherung an einen Patienten mit einer PSYCHE-SOMA-Erkrankung heute grundsätzlich mit dem wichtigsten Prinzip, dass zunächst organische Erkrankungen ausgeschlossen werden müssen, bevor psychische Faktoren berücksichtigt werden, die am Krankheitsprozess beteiligt sein könnten. Deshalb wird die Diagnose einer PSYCHE-SOMA-Erkrankung nicht von Anfang an gestellt, sondern ist in der Regel das Ergebnis eines umfassenden Prozesses der Untersuchung, der Verlaufskontrolle und der ganzheitlichen Beurteilung des Patienten.

Der diagnostische Prozess beginnt gewöhnlich mit einer sehr ausführlichen Erhebung der Krankengeschichte, der persönlichen Vorgeschichte, der Familienanamnese, des Berufes, der Lebensbedingungen, der sozialen Beziehungen, der Lebensereignisse sowie des Verlaufes jedes einzelnen Symptoms.

Für das Fachgebiet der Psychosomatik gelten der Zeitpunkt des Auftretens der Symptome, die Umstände ihres Auftretens, das Ausmaß ihrer Veränderung in den verschiedenen Lebensphasen sowie die Reaktionen des Patienten auf psychische Belastungen als wertvolle Daten für die klinische Beurteilung.

Parallel zur Anamnese erfolgen die körperliche Untersuchung sowie die Anordnung ergänzender diagnostischer Untersuchungen, um biologische Schädigungen zu suchen oder auszuschließen, welche die Symptome des Patienten erklären könnten. Je nach Einzelfall kann der Arzt Blutuntersuchungen, immunologische Untersuchungen, hormonelle Untersuchungen, Elektrokardiographie, Elektroenzephalographie, Ultraschall, Endoskopie, Computertomographie, Magnetresonanztomographie, bildgebende Diagnostik oder zahlreiche weitere spezialisierte diagnostische Verfahren veranlassen. In vielen Fällen müssen Patienten zahlreiche Untersuchungen in unterschiedlichen Fachgebieten durchlaufen, bevor sie an eine psychosomatische Fachabteilung überwiesen werden.

Neben den Methoden zur Beurteilung des Körpers verwendet das Fachgebiet der Psychosomatik zahlreiche Instrumente zur Beurteilung des psychischen Zustandes des Patienten. Standardisierte Fragebögen, Skalen zur Erfassung von Angst, Depression, Stress, Lebensqualität, Anpassungsfähigkeit sowie zahlreiche weitere psychologische Instrumente werden eingesetzt, um dem Arzt zusätzliche Daten für die Beurteilung zur Verfügung zu stellen. Diese Instrumente dienen jedoch lediglich der Unterstützung und gelten nicht als alleiniges Kriterium für die Diagnosestellung.

Ein sehr wichtiger Teil des diagnostischen Prozesses ist das direkte Gespräch zwischen Arzt und Patient. Im Verlauf mehrerer Gespräche versucht der Arzt zu verstehen, wie der Patient seine Symptome erlebt, wie er auf Belastungen reagiert, wie er sich selbst, seine Familie, seine Arbeit und die Ereignisse seines bisherigen Lebens wahrnimmt. In vielen Fällen werden diese Informationen erst nach und nach sichtbar, wenn sich eine therapeutische Beziehung entwickelt hat und der Patient genügend Vertrauen gewonnen hat, um darüber zu sprechen.

Erst nach der Zusammenführung aller klinischen, paraklinischen und psychologischen Daten beurteilt der Arzt, ob psychische Faktoren möglicherweise an der Entstehung oder Aufrechterhaltung der Erkrankung beteiligt sind. Deshalb wird die Diagnose einer PSYCHE-SOMA-Erkrankung häufig eher als ein fortlaufender Beurteilungsprozess angesehen als als eine Schlussfolgerung, die bereits beim ersten Arztbesuch getroffen wird.

Auf der Grundlage dieser Diagnose wendet die symptomorientierte Medizin heute je nach Patienten unterschiedliche Behandlungsmethoden an. In den meisten Fällen richtet sich die Behandlung nicht nur auf die körperlichen Symptome, sondern auch auf die Verbesserung der psychischen und sozialen Faktoren, die als am Krankheitsprozess beteiligt angesehen werden.

Die medikamentöse Behandlung nimmt weiterhin eine wichtige Stellung bei zahlreichen PSYCHE-SOMA-Erkrankungen ein. Je nach Einzelfall kann der Arzt Schmerzmittel, Medikamente zur Regulation des vegetativen Nervensystems, Antidepressiva, Angstlöser, Schlafmittel, Medikamente zur Regulierung der Verdauungsfunktion, Herz-Kreislauf-Medikamente oder andere fachspezifische Arzneimittel einsetzen, um die Symptome zu kontrollieren und die Lebensqualität des Patienten zu verbessern. Die Auswahl der Medikamente richtet sich stets nach der Diagnose des jeweiligen Fachgebietes, und es gibt kein einzelnes Medikament, das für alle PSYCHE-SOMA-Erkrankungen geeignet ist.

Neben der medikamentösen Behandlung gelten psychotherapeutische Verfahren als eine der tragenden Säulen der Psychosomatik. In der heutigen Praxis werden die Kognitive Verhaltenstherapie (Cognitive Behavioral Therapy – CBT), die psychodynamische Psychotherapie (Psychodynamic Psychotherapy), die Psychoanalyse (Psychoanalysis), die unterstützende Psychotherapie, die Familientherapie, die Gruppentherapie sowie zahlreiche weitere Therapieformen entsprechend den Besonderheiten des jeweiligen Patienten angewendet. Das gemeinsame Ziel dieser Verfahren besteht darin, dem Patienten zu helfen, die psychischen Faktoren, die möglicherweise mit seinen Symptomen zusammenhängen, besser zu verstehen, seine Anpassungsfähigkeit zu verbessern und seine Lebensqualität zu erhöhen.

Parallel dazu verbinden viele Behandlungsprogramme ergänzende Maßnahmen wie Entspannungsverfahren, Atemübungen, Körper-Geist-Training, Programme zur Stressbewältigung, Gesundheitserziehung, Rehabilitation, Physiotherapie, angemessene körperliche Aktivität, Ernährungsberatung sowie Anleitung zur Veränderung des Lebensstils. In vielen Fällen gilt die Zusammenarbeit mehrerer Fachgebiete als notwendige Voraussetzung, um eine langfristige Wirksamkeit der Behandlung zu erreichen.

In den vergangenen Jahren wurden mit der Weiterentwicklung der Neurowissenschaften, der Immunologie und der Stressforschung (Stress) zahlreiche neue Behandlungsmethoden weiter erforscht und schrittweise in die klinische Praxis aufgenommen.

Bis heute gibt es jedoch noch keine einheitliche Behandlungsmethode, die als für alle PSYCHE-SOMA-Erkrankungen geeignet angesehen wird. Jeder Patient muss weiterhin individuell beurteilt werden, und für jeden einzelnen Patienten muss ein Behandlungsplan erstellt werden, der seinen biologischen, psychischen und sozialen Besonderheiten entspricht.

Gerade aufgrund dieser Besonderheit wird die Behandlung von PSYCHE.SOMA-Erkrankungen in der symptomorientierten Medizin stets als ein langfristiger Prozess angesehen, der die Zusammenarbeit zwischen dem Patienten und zahlreichen unterschiedlichen Fachgebieten erfordert. Das Ziel der Behandlung besteht nicht nur darin, die Symptome zu vermindern, sondern dem Patienten auch zu helfen, sich besser an seine Erkrankung anzupassen, seine Fähigkeit zur Selbstfürsorge zu stärken und seine Lebensqualität langfristig zu verbessern.

V. Grenzen und Risiken solcher Methoden.
Nach mehr als zwei Jahrhunderten Entwicklung hat sich die Psychosomatik zu einem der wichtigen Fachgebiete der Medizin entwickelt. Ihr Beitrag dazu, dass sich die Medizin dem Menschen stärker als Ganzheit zugewandt hat, ist unbestreitbar. Dennoch erkennen die Forscher selbst und auch die Fachgesellschaften – ebenso wie in jedem anderen Fachgebiet – an, dass die Psychosomatik bis heute noch viele Grenzen aufweist und zahlreiche Fragen noch nicht in einheitlicher Weise beantwortet werden konnten.

Eine der größten Grenzen besteht darin, dass bis heute noch kein gemeinsamer Krankheitsmechanismus existiert, der alle PSYCHE-SOMA-Erkrankungen in einheitlicher Weise erklären kann.

Obwohl zahlreiche Studien die Rolle von Stress, des vegetativen Nervensystems, der Hypothalamus–Hypophysen–Nebennierenrinden-Achse, des Immunsystems, der Neurotransmitter und vieler weiterer biologischer Faktoren nachgewiesen haben, ist der Zusammenhang zwischen diesen Faktoren und jeder einzelnen Erkrankung weiterhin sehr komplex. Deshalb können Ärzte in vielen Fällen lediglich sagen, dass psychische Faktoren „damit zusammenhängen“, „einen Einfluss haben“ oder „möglicherweise zum Krankheitsprozess beitragen“, sie können jedoch den Umfang oder die Rolle jedes einzelnen Faktors bei jedem einzelnen Menschen noch nicht eindeutig bestimmen.

Eine weitere Grenze liegt in der Unterschiedlichkeit der Patienten selbst. Zwei Menschen können dieselbe Diagnose haben, unter ähnlichen Lebensbedingungen leben und nahezu denselben Belastungen ausgesetzt sein, dennoch zeigen sie völlig unterschiedliche klinische Erscheinungen.

Umgekehrt gibt es Menschen, die sehr schwere seelische Traumata erlebt haben, jedoch ihr ganzes Leben lang keine PSYCHE-SOMA-Erkrankung entwickeln, während andere bereits sehr früh Symptome entwickeln.

Dies zeigt, dass die symptomorientierte Medizin bis heute noch nicht in der Lage ist, zuverlässig vorherzusagen, wer erkranken wird, wann eine Erkrankung auftritt und warum derselbe Einflussfaktor bei verschiedenen Menschen zu unterschiedlichen Erkrankungen führt.

Auch in der klinischen Praxis bereitet der diagnostische Prozess nicht wenige Schwierigkeiten. Die meisten Patienten müssen zahlreiche Untersuchungen in verschiedenen Fachgebieten durchlaufen, bevor überhaupt an die Möglichkeit einer PSYCHE-SOMA-Erkrankung gedacht wird. Viele Patienten haben eine Vielzahl von Laboruntersuchungen, bildgebenden Verfahren und spezialisierten diagnostischen Methoden durchlaufen, ohne dass eine organische Schädigung gefunden wurde, die den Beschwerden entspricht.

Dieser lang andauernde Suchprozess belastet nicht nur den Patienten, sondern erhöht auch die Belastung des Gesundheitssystems.

Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, dass die Beurteilung psychischer Faktoren nach wie vor in hohem Maße von den Angaben des Patienten, von der Erfahrung des Arztes und von der therapeutischen Beziehung zwischen beiden abhängt. Bis heute existiert keine biologische Untersuchung und kein objektiver Marker, mit dem sich der Grad der Beteiligung psychischer Faktoren bei einer bestimmten Erkrankung unmittelbar messen lässt. Deshalb bleibt der diagnostische Prozess weiterhin eine Gesamtbeurteilung und erfordert umfangreiche klinische Erfahrung.

Auch in der Behandlung bestehen vergleichbare Grenzen. Nicht jeder Patient spricht auf dieselbe Behandlungsmethode an. Manche Patienten profitieren deutlich von einer Psychotherapie, sprechen jedoch nur wenig auf Medikamente an. Andere können ihre Symptome mit Medikamenten kontrollieren, entwickeln jedoch nach dem Absetzen der Behandlung erneut Beschwerden. Wieder andere benötigen über einen langen Zeitraum die Kombination mehrerer Behandlungsmethoden, bevor das gewünschte Ergebnis erreicht wird. Dies zeigt, dass die Wirksamkeit der Behandlung bis heute in hohem Maße individuell unterschiedlich ist.

Ein weiterer Punkt, der viele Fachleute beschäftigt, ist die oft lange Behandlungsdauer. Bei vielen Patienten erfordert die Besserung der Symptome eine kontinuierliche Begleitung über viele Monate oder sogar Jahre. Dadurch steigt das Risiko, dass Patienten die Behandlung vorzeitig abbrechen, die Therapietreue nachlässt oder das Vertrauen verloren geht, wenn sich die erwarteten Ergebnisse nicht rechtzeitig einstellen.

Auch der Einsatz von Medikamenten stellt zahlreiche Herausforderungen dar. Obwohl viele Arzneimittel die Symptome deutlich verbessern können, können gleichzeitig unerwünschte Wirkungen, Arzneimittelwechselwirkungen oder bei einigen Medikamentengruppen auch Abhängigkeiten auftreten, wenn sie über längere Zeit angewendet werden. Deshalb betonen die heutigen Behandlungsleitlinien stets die sorgfältige Abwägung zwischen Nutzen und Risiko bei jedem einzelnen Patienten.

Bei psychotherapeutischen Verfahren hängt der Behandlungserfolg von zahlreichen Faktoren ab, wie der Qualifikation des Therapeuten, der Mitarbeit des Patienten, der Behandlungsdauer, der Möglichkeit einer kontinuierlichen Teilnahme an den Therapiesitzungen sowie den wirtschaftlichen und sozialen Lebensbedingungen des Einzelnen. Nicht jeder Patient verfügt über die Möglichkeit, langfristige Behandlungsprogramme oder spezialisierte psychosomatische Zentren in Anspruch zu nehmen.

Neben den fachlichen Grenzen steht die Psychosomatik auch vor Schwierigkeiten im gesellschaftlichen Verständnis. Nicht wenige Patienten reagieren mit Sorge, wenn sie an eine psychosomatische Fachabteilung überwiesen werden, weil sie befürchten, dies bedeute, dass ihre Krankheit „nicht wirklich existiert“ oder „nur psychisch bedingt“ sei.

Gleichzeitig haben auch viele Ärzte anderer Fachgebiete Schwierigkeiten, den Patienten das Wesen einer PSYCHE–SOMA-Erkrankung verständlich und überzeugend zu erklären. Dies kann den Behandlungsprozess verzögern oder die Zusammenarbeit zwischen den Patienten und dem medizinischen Behandlungsteam beeinträchtigen.

Gerade diese Grenzen haben die Psychosomatik dazu veranlasst, sich während der vergangenen Jahrzehnte kontinuierlich weiterzuentwickeln. Zahlreiche Forschungen in den Bereichen Neurowissenschaften, Immunologie, Molekularbiologie, Genetik, Epigenetik, Verhaltenswissenschaften sowie in vielen weiteren interdisziplinären Fachgebieten werden weiterhin durchgeführt, in der Hoffnung, die bisher noch nicht vollständig verstandenen Mechanismen genauer erklären zu können. Dies zeigt zugleich, dass die symptomorientierte Medizin die Psychosomatik selbst stets als ein Fachgebiet betrachtet, das sich weiterhin entwickelt, und nicht als ein bereits vollständig abgeschlossenes wissenschaftliches System.

VI. Aktueller Stand der PSYCHE-SOMA-Erkrankung anhand statistischer Daten, Behandlungsergebnisse und wirtschaftlicher Belastung.
Nach mehr als zwei Jahrhunderten ihrer Entstehung und Entwicklung hat sich die Psychosomatik in vielen Ländern zu einem festen Bestandteil der symptomorientierten Medizin entwickelt. Insbesondere in Deutschland hat sich dieses Fachgebiet zu einem eigenständigen System in Ausbildung, Forschung und klinischer Behandlung entwickelt und ist gleichzeitig in das gesamte nationale Gesundheitssystem integriert worden. Dies zeigt, dass der Zusammenhang zwischen dem seelischen Leben und körperlichen Erkrankungen in der symptomorientierten Medizin zunehmend Beachtung findet und intensiv wissenschaftlich untersucht wird.

Dennoch existiert bis heute kein einheitliches internationales statistisches System, das ausschließlich für den gesamten Bereich der PSYCHE-SOMA-Erkrankungen bestimmt ist. Der Grund dafür liegt nicht im Mangel an Daten, sondern im Rahmen dieses Begriffes selbst. Die PSYCHE-SOMA-Erkrankung umfasst heute zahlreiche unterschiedliche Krankheitsgruppen, die nach verschiedenen diagnostischen Kriterien klassifiziert und in unterschiedlichen medizinischen Fachgebieten behandelt werden. Deshalb spiegeln die meisten veröffentlichten Daten lediglich einzelne Krankheitsgruppen oder einzelne Fachbereiche wider und noch nicht das Gesamtbild dieses Fachgebietes.

Studien der vergangenen Jahre zeigen übereinstimmend, dass ein großer Anteil der Patienten, die internistische, chirurgische, neurologische, gastroenterologische, kardiologische und zahlreiche weitere Fachabteilungen aufsuchen, mit psychischen Faktoren in Zusammenhang stehen oder nach einem psychosomatischen Ansatz betreut werden sollten. Aus diesem Grund nehmen der Bedarf an der Ausbildung von Fachpersonal, der Ausbau entsprechender Behandlungseinrichtungen sowie die Entwicklung interdisziplinärer Behandlungsmodelle weiterhin zu.

Hinsichtlich der Behandlungsergebnisse zeigen zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten, dass die Kombination internistischer Behandlung mit psychologischen sowie Psyche–Körper-orientierten Verfahren die Symptome verbessern und die Lebensqualität vieler Patientengruppen erhöhen kann. Dennoch unterscheiden sich die Behandlungsergebnisse weiterhin je nach Patienten, je nach Krankheitsbild, je nach Zeitpunkt der Diagnosestellung und je nach angewandter Interventionsmethode. Bis heute existiert keine einheitliche Behandlungsmethode, die bei allen Krankheitsgruppen, die dem Bereich der PSYCHE-SOMA-Erkrankungen zugeordnet werden, gleichmäßige Ergebnisse erzielt.

Eine weitere festgestellte Tatsache besteht darin, dass diese Patientengruppe medizinische Leistungen häufiger als der Durchschnitt in Anspruch nimmt. Viele Patienten müssen zahlreiche Fachabteilungen aufsuchen, viele Laboruntersuchungen, bildgebende Verfahren und langfristige Behandlungen durchlaufen, bevor sie Zugang zum Fachgebiet der Psychosomatik erhalten. Dadurch steigen sowohl die direkten Behandlungskosten des Gesundheitssystems als auch die indirekten Kosten durch Arbeitsausfälle, verminderte Arbeitsproduktivität und eine eingeschränkte Lebensqualität erheblich an.

Gesundheitsökonomische Bewertungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development) zeigen ebenfalls, dass psychische Erkrankungen und psychische Gesundheitsprobleme eine erhebliche Belastung für die Gesundheitsbudgets und die Volkswirtschaften der einzelnen Staaten darstellen.

Deutschland gehört innerhalb der OECD weiterhin zu den Ländern mit den höchsten Investitionen in das Gesundheitswesen. Sowohl die Gesundheitsausgaben als auch die Zahl der Krankenhausbetten liegen deutlich über dem Durchschnitt vieler anderer Mitgliedstaaten. Dies spiegelt einerseits die großen Anstrengungen des Gesundheitssystems wider, zeigt andererseits aber auch, dass der Behandlungsbedarf für Erkrankungen mit Bezug zur PSYCHE-SOMA-Problematik weiterhin besteht und die symptomorientierte Medizin vor neue Herausforderungen stellt.

Aus der Gesamtheit der heute vorliegenden Daten wird deutlich, dass die PSYCHE-SOMA-Erkrankung längst kein kleines Teilgebiet der symptomorientierten Medizin mehr ist, sondern sich zu einem gesundheitlichen und wirtschaftlichen Problem von gesellschaftlicher Bedeutung entwickelt hat. Obwohl in Forschung und Behandlung bereits zahlreiche Fortschritte erzielt wurden, nehmen der Versorgungsbedarf, die Gesundheitskosten und die gesellschaftliche Belastung im Zusammenhang mit dieser Krankheitsgruppe weiterhin zu. Gerade diese Situation hat den Bedarf eröffnet, weiterhin nach neuen medizinisch-theoretischen Grundlagen und nach neuen Forschungsansätzen zu suchen, um den Prozess, der zu allem führt, was sich im Körper ereignet, noch tiefer zu erkennen.

VII. Zusammenfassung der Zahlen und Daten von Kapitel A.

InhaltAktuelle Zahlen und Daten
Entstehungszeit der modernen PsychosomatikMehr als 200 Jahre Entwicklung der westlichen Medizin.
Wissenschaftliche StellungEigenständiges medizinisches Fachgebiet innerhalb des Gesundheitssystems in Deutschland mit eigener Ausbildung, Forschung und Behandlung.
Stationär behandelte Patienten der PsychosomatikTypische Behandlungsdauer etwa 6–8 Wochen; durchschnittliche Verweildauer im Fachgebiet etwa 44 Tage (Deutschland, 2022).
Behandlungssystem in DeutschlandDie Zahl der Betten im Fachgebiet der Psychosomatischen Medizin stieg im Zeitraum 2013–2023 um etwa 41 %.
Anteil der Erwachsenen mit diagnostizierten psychischen Störungen in der ambulanten Versorgung (Deutschland, 2024)40,9 %.
Belastung der psychischen Gesundheit in DeutschlandEtwa 18 % der Bevölkerung weisen mindestens ein psychisches Gesundheitsproblem auf; die wirtschaftlichen Kosten werden auf rund 146,5 Milliarden EUR geschätzt, entsprechend etwa 4,8 % des BIP (veröffentlichte Schätzung).
Belastung der Gesundheitsbudgets in EuropaPsychische Gesundheit verursacht schätzungsweise etwa 6 % der gesamten jährlichen Gesundheitsausgaben der EU-Mitgliedstaaten.
Wirtschaftliche SchädenDas BIP der EU-Mitgliedstaaten verringert sich schätzungsweise um etwa 1,7 % pro Jahr aufgrund psychischer Gesundheitsstörungen; dies entspricht etwa 313 Milliarden EUR pro Jahr.
Deutsches Krankenhaussystem (2023)1.874 Krankenhäuser mit 476.924 Krankenhausbetten.
Allgemeine BewertungDer Bedarf an Forschung, Ausbildung und Behandlung im Bereich der PSYCHE-SOMA-Erkrankungen nimmt weiterhin zu; die gesundheitliche und wirtschaftliche Belastung bleibt weiterhin sehr hoch.


VIII. Quellen und Literatur für Kapitel A.
. World Health Organization (WHO). International Classification of Diseases 11th Revision (ICD-11). Genf.
. World Health Organization (WHO). World Mental Health Report: Transforming Mental Health for All. Genf, 2022.
. American Psychiatric Association (APA). Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-5-TR). Washington D.C., 2022.
. Deutsches Kollegium für Psychosomatische Medizin (DKPM). Wissenschaftliche Publikationen und Entwicklungsgrundlagen des Fachgebietes Psychosomatische Medizin.
. Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM). Fachpublikationen und wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Psychosomatischen Medizin.
. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Leitlinien zur Psychosomatischen Medizin, Psychotherapie und zu den damit verbundenen Erkrankungen.
. Robert Koch-Institut (RKI). Gesundheit in Deutschland sowie statistische Berichte über psychische Gesundheit, Epidemiologie und die öffentliche Gesundheitsversorgung in Deutschland.
. Statistisches Bundesamt (Destatis). Offizielle Statistiken über Krankenhäuser, Krankenhausbetten, stationäre Behandlung, Arbeitsunfähigkeit sowie Gesundheitsindikatoren der Bundesrepublik Deutschland.
. GKV-Spitzenverband. Jahresberichte über die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV / Statutory Health Insurance), die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen sowie die Behandlungskosten.
. Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Berichte über das Gesundheitssystem und die Gesundheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland.
. OECD. Health at a Glance: Europe sowie The Economic Case for Preventing Mental Ill-Health.
. European Commission. Health at a Glance: Europe sowie Berichte über die psychische Gesundheit in der Europäischen Union.
. Journal of Psychosomatic Research.
. Psychosomatic Medicine.

KAPITEL B
Was ist KRANKHEIT nach der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs

I. Die Position der KRANKHEIT in Ordnung der vier grundlegenden SÄULEN der medizinisch-theoretischen Grundlage der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs
Wer erkennen möchte, wo sich die Krankheit tatsächlich befindet, muss zunächst die gesamten Wirkungsordnung verstehen, auf welcher Grundlage der Mensch überhaupt aufgebaut ist. Solange diese Grundlage nicht bestimmt ist, bleiben alle Begriffe über Krankheit auf das beschränkt, was sichtbar geschieht, ohne beantworten zu können, WAS das gerade Geschehende überhaupt entstehen lässt.

In der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs ist die gesamte medizinisch-theoretische Grundlage auf der gegenwärtig wirkenden Ordnung der vier SÄULEN aufgebaut:

TÂM, TÁC-Ý, NĂNG, THÂN

Dabei handelt es sich weder um vier Bestandteile des Menschen noch um vier Organe oder vier voneinander unabhängige Kategorien, sondern um vier gegenwärtig fortlaufend wirkende SÄULEN, die sich innerhalb einer einheitlichen Ordnung fortlaufend miteinander verbinden und gegenseitig beeinflussen. Jede SÄULE besitzt ihre eigene Position, ihre eigene Funktion und ihr eigenes Wesen. Wenn sich eine SÄULE ERNEUERT, erneuern sich auch die übrigen SÄULEN entsprechend der gegenwärtig wirkenden Ordnung ihrer Wechselwirkung.

I.1. TÂM ist die erste SÄULE.
Nach der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs wird die PSYCHE weder als Gefühl, noch als Gedanke oder psychischer Zustand verstanden und vor allem auch nicht als ein Subjekt, sondern AUSSCHLIESSLICH als ein Mittel, als ein Werkzeug, vergleichbar mit einem Speicher, der alle vergangenen und gegenwärtig fortlaufend wirkenden Lebensdaten aufnimmt und aufbewahrt (Lebens-Daten-Bank).  

Deshalb ist TÂM weder das Subjekt, das Krankheit unmittelbar hervorbringt, noch erzeugt sie unmittelbar Symptome psychischen oder seelischen Leidens oder körperlicher Schmerzen oder besitzt die Fähigkeit, Heilung hervorzubringen.

Darüber hinaus besitzt die TÂM neben ihrer Funktion des Aufnehmens und Speicherns auch die Funktion, der TÁC-Ý jene Daten zur Verfügung zu stellen, welche die Art und Weise der Bewältigung und der Reaktion auf jede gegenwärtig vorhandene Situation bestimmen.

Das Wesen der TÂM besteht aus den „drei Nicht“: „kein ERKENNEN“ – „kein BEWUSSTSEIN“ – „kein GEWAHRSEIN“.

I.2. TÁC-Ý ist die zweite SÄULE.
TÁC-Ý wird auch als TUN-WOLLEN (gegenwärtig fortlaufend wirkender Wille) bezeichnet und ist das gegenwärtig fortlaufend wirkende Subjekt, das anhand der aus dem Speicher der TÂM bereitgestellten Daten die Ausrichtung und Hervorbringung aller bedingten und unbedingten Erscheinungen bestimmt. Hier liegt der Ausgangspunkt alles gegenwärtigen fortlaufenden Geschehens. TÁC-Ý ist weder das Vergangene noch das Zukünftige. TÁC-Ý ist immer gegenwärtig fortlaufend wirkend.

Gerade weil TÁC-Ý gegenwärtig fortlaufend wirkend ist, bildet sie den INPUT des gesamten entsprechenden nachfolgenden Prozesses. Wenn sich die TÁC-Ý ERNEUERT, dann ERNEUERT sich auch die gesamte darauffolgende Ordnung entsprechend.

I.3. NĂNG ist die dritte SÄULE.
NĂNG ist keine Energie im physikalischen Sinn, sondern der Grad beziehungsweise die Intensität der PSYCHISCH-ENERGETISCHEN-Kraft (psychisch-energetische Intensität / Ebene der Psyche oder Psychiatrie), die der gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ý entspricht. NĂNG ist nicht unbeweglich, sondern ERNEUERT sich ständig entsprechend der TÁC-Ý.

Deshalb ist NĂNG nicht der Ausgangspunkt der Krankheit, sondern ausschließlich das vermittelnde Ebene der gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ý und allem, was gerade im oder am SOMA geschieht.

I.4. THÂN ist die vierte SÄULE.
Der THÂN als SOMA (Ebene von Körper oder Psyche) ist der ORT, an dem alles im Moment geschieht, was dem Grad oder der Intensität der gegenwärtig fortlaufend wirkenden NĂNG entspricht. Alles, was gerade im oder am SOMA geschieht, kann gewogen, gemessen, gezählt und festgestellt werden. Es kann gesehen, gehört, gerochen, geschmeckt, berührt, gedacht, untersucht und diagnostiziert werden.

Alle Organe, alle Zellen, alle biologischen Reaktionen, alle Symptome, alle Syndrome und alle Krankheitsbezeichnungen befinden sich auf dieser SÄULE und geschehen gerade auf dieser SÄULE. Deshalb untersucht und erforscht die gesamte symptomorientierte Medizin hauptsächlich alles, was sich im und am Soma ereignet.

Wenn die vier SÄULEN im Zusammenhang mit der KRANKHEIT an ihrer richtigen Position eingeordnet werden, dann wird die Frage nach der Krankheit in folgender Reihenfolge untersucht.

Wo geschieht die KRANKHEIT tatsächlich im Moment?

Geht man ausschließlich von dem aus, was sichtbar geschieht, dann befindet sich die KRANKHEIT im oder am SOMA. Wenn weiter gefragt wird, WAS dieses Geschehen überhaupt im Moment entstehen lässt, dann bleibt die Antwort nicht mehr auf die SÄULE SOMA beschränkt.

Wer die KRANKHEIT nach der Ordnung der vier SÄULEN untersucht, wird zwangsläufig verstehen, dass eine gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý vorhanden sein muss, die das Entstehen der NĂNG bewirkt und dadurch zur KRANKHEIT führt, die sich im oder am SOMA ereignet.

Gerade auf der Grundlage dieser medizinisch-theoretischen Lehre der vier SÄULEN wird der Begriff der KRANKHEIT in der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs aus einer ganz anderen Richtung betrachtet. KRANKHEIT ist nicht mehr nur das, was sich im oder am SOMA ereignet, sondern eine Erscheinung, die vom gegenwärtig fortlaufend wirkenden Subjekt der KRANKHEIT – der TÁC-Ý – her verstanden werden muss.

Deshalb muss vor der Frage, was Krankheit ist, zunächst die Ordnung der WECHSELWIRKUNG zwischen INPUT und OUTPUT verstanden werden. Erst wenn diese Ordnung verstanden ist, wird die tatsächliche Position der KRANKHEIT innerhalb der gesamten medizinisch-theoretischen Ordnung der vier SÄULEN offenbar.

II. Der Zusammenhang zwischen INPUT und OUTPUT nach der Krankheitslehre
Nachdem die Position der KRANKHEIT innerhalb der medizinisch-theoretischen Ordnung der vier grundlegenden SÄULEN der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs bestimmt worden ist, stellt sich eine Frage:

WAS IST gegenwärtig fortlaufend wirkend und FÜHRT zu den Erscheinungen, DIE sich im und am SOMA im Moment EREIGNEN?

Dies ist nicht mehr die Frage nach dem Namen einer Krankheit oder einer Krankheitsgruppe und auch nicht die Frage nach dem zuständigen medizinischen Fachgebiet, sondern die Frage nach der Ordnung des Ablaufes, der zur Krankheit führt.

Im täglichen Leben ist der Mensch mit dem Zusammenhang zwischen INPUT und OUTPUT sehr vertraut. Wenn ein gesunder Baum entstehen soll, muss erkannt werden, dass Samen, Erde, Wasser und die Bedingungen für das Wachstum vorhanden sein müssen. Wenn man wissen möchte, warum ein Gericht so gut schmeckt, muss erkannt werden, welche Zutaten eingebracht worden sind. Wenn man verstehen möchte, warum ein Computerprogramm genau dieses Ergebnis liefert, muss erkannt werden, welche Daten und welche Befehle eingegeben worden sind.

Kein OUTPUT kann von selbst entsprechend entstehen, wenn nicht ein gegenwärtig fortlaufend wirkender INPUT vorhanden ist.

Diese Ordnung gilt nicht nur als reine Logik in Bereichen wie Technik, Landwirtschaft oder Informatik usw., sondern sie gilt ebenso für alle gegenwärtig fortlaufend wirkenden Erscheinungen und Ereignisse innerhalb aller natürlichen Strukturen sowie unmittelbar beim Menschen selbst.

Jeder im Moment fortlaufend wirkende OUTPUT ist der SCHATTEN eines gegenwärtig fortlaufend wirkenden INPUT.

. Wenn sich der INPUT ERNEUERT, dann ERNEUERT sich auch sein OUTPUT-Schatten entsprechend.

. Wenn der INPUT unverändert bleibt, dann bleibt auch sein OUTPUT-Schatten entsprechend dem gegenwärtig fortlaufend wirkenden INPUT unverändert.

Die TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs betrachtet die KRANKHEIT nach genau dieser logisch-naturalen Ordnung der Phänomenen.

Alles, was sich im und am SOMA ereignet, ist lediglich der OUTPUT-Schatten. Dies ist das, was die Menschen sehen, wahrnehmen, messen, untersuchen und mit den Diagnosen der symptomorientierten Medizin benennen können. Schmerzen, Fieber, Entzündungen, Husten, Bluthochdruck, Diabetes, Krebs, bakterielle Infektionen, Virusinfektionen oder jede andere Krankheit beziehungsweise jedes andere Krankheitsbild sind OUTPUT-Schatten, die sich im und am SOMA ereignen, denn sie alle sind Schatten eines gegenwärtig fortlaufend wirkenden INPUT.

Wenn der OUTPUT das ist, was im Moment geschieht, dann lautet die nächste Frage nicht mehr, wie der OUTPUT gerade aussieht, sondern welcher INPUT gegenwärtig fortlaufend wirkend ist, der genau zu diesem OUTPUT führt.

Genau an dieser Stelle beginnt sich die Richtung des Erkennens zu ERNEUERN. Anstatt nur das zu beobachten, was geschieht, beginnt der Beobachter zu verstehen, dass ES ETWAS GEBEN MUSS, das gegenwärtig fortlaufend wirkend ist und zu diesen Erscheinungen führt.

In der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs ist der INPUT weder das Symptom noch das Organ noch die Zelle und auch nicht der Name einer Krankheit oder einer Krankheitsgruppe.

Der INPUT ist eine gegenwärtig fortlaufend wirkende Ausrichtung, die zum OUTPUT führt.

. Wenn sich der INPUT ERNEUERT, dann muss sich auch der OUTPUT entsprechend ERNEUERN.
. Wenn sich der INPUT jedoch noch nicht oder überhaupt nicht ERNEUERT hat, dann wird sich der OUTPUT – auch wenn auf ihn mit beliebigen unterschiedlichen Methoden eingewirkt wird – weiterhin entsprechend dem gegenwärtig fortlaufend wirkenden INPUT entwickeln.

Jede Behandlung des OUTPUT besitzt ihren eigenen Wert, wenn sie an ihrer richtigen Position angewendet wird. Wird jedoch erkannt, wo sich die KRANKHEIT tatsächlich befindet, dann kann die Fragestellung nicht beim OUTPUT stehen bleiben. Sie muss sich weiter dem INPUT zuwenden. Gerade diese Erneuerung des Erkennens bildet den ersten grundlegenden Unterschied zwischen dem grundlegenden Ansatz der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs und dem der symptomorientierten Medizin.

Auf der Grundlage dieses Erkennens wendet jeder Anwender der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs diesen Grundsatz nicht nur auf die Krankheitslehre an, sondern kann mit demselben Gesetz auch alle Erscheinungen erkennen, die sich im Leben ereignen. Immer wenn ein OUTPUT im Moment geschieht, stellt der Anwender nicht nur die Frage, was gerade geschieht, sondern fügt sofort eine weitere Frage hinzu:

Welcher INPUT ist gegenwärtig fortlaufend wirkend und führt zu diesem OUTPUT, der sich im Moment ereignet?

Deshalb kann sich der Anwender der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs vor jeder Krankheit, vor jeder Behandlungsmethode und vor jeder Erklärung einer Krankheit selbst eine sehr einfache Frage stellen:

Ist der gegenwärtig fortlaufend wirkende INPUT (TÁC-Ý), der zum OUTPUT (KRANKHEIT) führt, der sich im Moment in und am SOMA im Moment ereignet, bereits untersucht und erkannt worden?

Solange diese Frage noch keine Antwort gefunden hat, ist der Erkenntnisweg über die Krankheit noch nicht vollständig gegangen.

Aus diesem Grund ist der Zusammenhang zwischen INPUT und OUTPUT in der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs nicht nur ein Begriff der Krankheitslehre, sondern wird zu einem Gesetz des Erkennens für alle Erscheinungen, die sich im Moment ereignen.

Wenn der Mensch den INPUT erkennt, wird er den entsprechenden OUTPUT, der sich im Moment ereignet, richtig verstehen.

Wenn der Mensch jedoch nur den OUTPUT beobachtet, ohne den INPUT zu erkennen, dann sieht er lediglich die Erscheinung, die gerade geschieht, hat aber noch nicht erkannt, VON WO AUS diese Wirklichkeit entstanden ist.

III. Warum hat die symptomorientierte Medizin dies bisher nicht erkannt?
Nachdem das Zusammenspiel zwischen INPUT und OUTPUT nach der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs verstanden wurde, stellt sich eine natürliche Frage:

Wenn dieses Gesetz so einfach und so universell ist, warum wurde dann während des gesamten Entwicklungsprozesses der symptomorientierten Medizin der INPUT dennoch nicht als grundlegende Position der Krankheitslehre gestellt?

Festzustellen ist:

Wenn eine wissenschaftliche Grundlage vom OUTPUT aus aufgebaut wird, dann entwickelt sich auch der gesamte Erkenntnisprozess natürlicherweise in Richtung des OUTPUT. Die ersten Fragen lauten immer: In welchem Organ befindet sich die Krankheit, welche Zellen sind geschädigt, welche Bakterien verursachen die Krankheit, welche Viren sind eingedrungen, welches Gen wurde verändert, welcher Botenstoff hat sich verändert oder welche Immunreaktion findet gerade statt.

Was jedoch bisher nicht untersucht wurde, liegt nicht daran, dass die Fähigkeit zur Forschung fehlt, sondern daran, dass die Grundlage der Medizin bereits an einer anderen Stelle festgelegt wurde. Wenn das gesamte Erkenntnissystem beim SOMA beginnt, dann arbeiten auch alle Untersuchungsabläufe zur Ursachenermittlung weiterhin auf der Ebene des SOMA. Deshalb verlaufen alle Untersuchungs- und Forschungsprozesse immer vom Organ zum Gewebe, vom Gewebe zur Zelle, von der Zelle zum Molekül, vom Molekül zum Gen und dringen anschließend noch tiefer in die materielle Welt ein.

Nach der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs liegt das Problem nicht darin, immer tiefer in das SOMA einzudringen, sondern im Ausgangspunkt der Untersuchung. Wenn der Ausgangspunkt der Untersuchung beim SOMA gesetzt wird, dann wird der gesamte Forschungsprozess immer auf der Ebene des SOMA ablaufen. Wenn der Ausgangspunkt dagegen beim gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ý gesetzt wird, dann wird die Richtung der Erkenntnis ERNEUERT. Der Untersuchende dringt dann nicht mehr nur tiefer in den OUTPUT der Krankheit ein, sondern beginnt zu erkennen, welcher gegenwärtig fortlaufend wirkende INPUT zu genau diesem entsprechenden OUTPUT führt.

Gerade deshalb hat die symptomorientierte Medizin während der mehr als zweihundertjährigen Entwicklung des Fachgebietes PSYCHE–SOMA die Stellung und die wichtige Rolle der Psychologie für die Gesundheit des Menschen immer deutlicher erkannt, verfügt jedoch bis heute noch nicht über eine medizinische Theorie (Y-LÝ), um eindeutig zu bestimmen, wo der INPUT, der zu den gegenwärtig im und am SOMA auftretenden OUTPUTS führt, im gesamten Ablauf tatsächlich liegt.

Begriffe wie Stress, Trauma, Emotionen, Persönlichkeit, Lebensumstände oder soziale Faktoren haben zwar dazu beigetragen, den Blick auf Krankheit zu erweitern, sie werden jedoch überwiegend weiterhin dazu verwendet zu erklären, warum sich der OUTPUT der Krankheit verändert, anstatt den gegenwärtig fortlaufend wirkenden INPUT zu erkennen, der zu diesen entsprechenden OUTPUTS führt.

Dies kann auch erklären, warum für denselben OUTPUT unterschiedliche Lehrtheorien unterschiedliche Erklärungen anbieten. Manche Lehrtheorien betonen die Gene, manche betonen das Immunsystem, manche betonen das Nervensystem, manche betonen die Hormone, manche betonen die Psyche oder die Umwelt usw. Jede Lehrtheorie erkennt einen Teil des gegenwärtig ablaufenden Prozesses. Solange jedoch kein einheitliches Gesetz vorhanden ist, um eindeutig zwischen INPUT und OUTPUT zu unterscheiden, ist es nicht möglich, die tatsächliche Position jedes einzelnen Faktors innerhalb des gesamten krankheitsbezogenen Prozesses eindeutig zu bestimmen.


KAPITEL C
Die WAHRE Bedeutung der KRANKHEIT nach der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs.

I. Die WAHRE Bedeutung der KRANKHEIT.
Was ist KRANKHEIT tatsächlich? Diese Frage scheint auf den ersten Blick sehr einfach zu sein, begleitet den Menschen jedoch durch die gesamte Entwicklungsgeschichte der Medizin. Jede Epoche hat ihr eigenes Verständnis von Krankheit hervorgebracht, das sich auf das stützt, was der Mensch in jener Zeit erkennen konnte. Als es noch kein Mikroskop gab, wurde Krankheit mit den Sinnen betrachtet. Mit der Anatomie wurde Krankheit über die Organe betrachtet. Mit der Zellbiologie wurde Krankheit über die Zellen betrachtet. Mit der Genetik wurde Krankheit über die Gene betrachtet. Mit der Immunologie wurde Krankheit über das Immunsystem betrachtet. Jeder Fortschritt der Wissenschaft hat dem Menschen geholfen, klarer zu erkennen, WAS sich im und am SOMA im Moment EREIGNET.

Deshalb ist alles, WAS sich im und am SOMA im Moment EREIGNET, stets der Untersuchungsgegenstand der symptomorientierten Medizin. Und das, was sich im und am SOMA im Moment ereignet, beantwortet nur die Frage, was geschieht, beantwortet jedoch noch nicht die Frage, WAS gegenwärtig fortlaufend WIRKEND IST und zu dem führt, WAS sich im Moment ereignet.

Die TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs beginnt weder mit dem Namen einer Krankheit oder einer Krankheitsgruppe noch mit dem Symptom, dem Organ, der Zelle, dem Gen, dem Virus oder mit irgendeinem anderen Geschehen im und am SOMA. Die erste Frage dieser medizinisch-theoretischen Grundlage lautet immer:

WAS ist gegenwärtig fortlaufend WIRKEND und führt zu allem, WAS sich im und am SOMA im Moment EREIGNET?

Erst wenn diese Frage gestellt wird, wird die WAHRE Bedeutung der KRANKHEIT deutlich.

Nach der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs ist die KRANKHEIT nicht das, WAS sich im und am SOMA im Moment EREIGNET.

KRANKHEIT ist alles, WAS sich im und am SOMA im Moment EREIGNET und durch die gegenwärtig fortlaufende wirkende TÁC-Ý herbeigeführt wird.

Die Erscheinungen im und am SOMA bleiben dennoch KRANKHEIT. Ein Virus bleibt ein Virus. Ein Bakterium bleibt ein Bakterium. Ein Gen bleibt ein Gen. Krebs bleibt Krebs. Das Immunsystem bleibt das Immunsystem usw. Das, was aufgeklärt wird, liegt nicht in dem, was geschieht, sondern in der medizinisch-theoretischen Grundlage, die zu genau diesem Geschehen führt.

Von hier an bleibt der Begriff der KRANKHEIT nicht mehr auf einen festen Ort beschränkt, der untersucht wird, sondern wird zu einem gegenwärtig wirksamen Prozess. Das, was sich im und am SOMA ereignet, ist lediglich ein Teil dieses Prozesses. Wer die KRANKHEIT vollständig erkennen möchte, kann deshalb nicht nur auf das schauen, was sich im und am SOMA ereignet, sondern muss die gegenwärtig fortlaufende wirkende TÁC-Ý als den INPUT erkennen, der zu der gesamten KRANKHEIT als OUTPUT führt, DIE sich im und am SOMA im Moment EREIGNET.

Dies ist die WAHRE Bedeutung der KRANKHEIT nach der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs.

II. Warum ist PSYCHE-SOMA die Krankheit aller Krankheiten?
Nachdem die WAHRE Bedeutung der KRANKHEIT bestimmt worden ist, stellt sich zwangsläufig eine weitere Frage:

Warum vertritt die TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs die Auffassung, dass PSYCHE-SOMA die Krankheit aller Krankheiten ist?

Dies ist nicht nur eine wissenschaftliche Frage, sondern zugleich der Punkt, an dem sich zwei unterschiedliche Erkenntnisrichtungen voneinander unterscheiden. Wird dieser Leitsatz nicht aufgeklärt, kann die gesamte medizinisch-theoretische Lehre der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs leicht missverstanden werden, als würde sie alle Krankheiten mit psychischen Erkrankungen oder mit PSYCHE-SOMA-Erkrankungen im Sinne der symptomorientierten Medizin gleichsetzen.

Zunächst muss eindeutig festgestellt werden, dass PSYCHE-SOMA in der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs weder die Bezeichnung einer Krankheitsgruppe noch eines medizinischen Fachgebietes und auch nicht der Begriff einer „psychischen Erkrankung“ im üblichen Verständnis ist.

PSYCHE-SOMA ist die Bezeichnung für den gesamten Wirkungsprozess, der von der gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ý ausgeht und zu allen KRANKHEITEN führt, DIE sich im und am SOMA im Moment EREIGNEN.

Wenn deshalb gesagt wird, dass PSYCHE-SOMA die Krankheit aller Krankheiten ist, dann wird damit nicht der Name einer Krankheit bestimmt, sondern das Wirkungsgesetz der Krankheit.

Die gesamte medizinisch-theoretische Lehre der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs ist auf die Ordnung der vier SÄULEN aufgebaut: TÂM, TÁC-Ý, NĂNG und THÂN.

Dabei handelt es sich nicht um vier voneinander getrennte Wesenheiten, sondern um vier Faktoren, die sich innerhalb desselben GEGENWÄRTIG FORTLAUFEND WIRKENDEN Prozesses unaufhörlich gegenseitig beeinflussen.

Die gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý führt zur gegenwärtig fortlaufend wirkenden NĂNG. Die gegenwärtig fortlaufend wirkende NĂNG führt zu allem, WAS sich im und am SOMA im Moment EREIGNET. Deshalb ist das, was der Mensch im und am SOMA beobachten kann, nicht der Ausgangspunkt der Krankheit, sondern der Ort, an dem sich der OUTPUT ereignet, der aus einem gegenwärtig fortlaufend wirkenden INPUT hervorgeht.

Gerade auf dieser medizinisch-theoretischen Lehre werden alle Erscheinungen im oder am SOMA nach demselben einheitlichen Gesetz betrachtet.

Ob es sich um internistische oder chirurgische Erkrankungen, neurologische oder psychiatrische Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen oder Krebs, bakterielle oder virale Erkrankungen oder andere Funktionsstörungen handelt – sie unterscheiden sich zwar in ihrer Erscheinungsform, treffen sich jedoch alle an einem gemeinsamen Punkt. Sie alle sind das, WAS sich im und am SOMA im Moment EREIGNET, und sie alle werden von demselben gegenwärtig fortlaufend wirkenden INPUT herbeigeführt. Der Unterschied liegt nicht im Wirkungsgesetz, sondern im INHALT der gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ý und im ZUSTAND der gegenwärtig fortlaufenden NĂNG.

Diese Feststellung beruht nicht auf einer rein theoretischen Schlussfolgerung, sondern wurde während der mehr als zwölfjährigen Entstehung und Entwicklung der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs fortlaufend mit der klinischen Praxis verglichen. Während dieses gesamten Zeitraums wurden Hunderte von Fällen aus zahlreichen unterschiedlichen Krankheitsgruppen auf der Grundlage derselben medizinisch-theoretischen Lehre untersucht. Von internistischen Erkrankungen, chirurgischen Erkrankungen, PSYCHE-SOMA-Erkrankungen, psychischen Erkrankungen, psychiatrischen Erkrankungen, neurologischen Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Krebserkrankungen, chronischen Erkrankungen, bakteriellen Erkrankungen, Viruserkrankungen bis hin zu zahlreichen weiteren klinischen Erscheinungsformen wurden alle nach derselben medizinisch-theoretischen Grundlage mittels des Systems der vier SÄULEN, der drei DIAGNOSEN und der vier medizinischen LEHREN diagnostiziert, bestimmt und behandelt, um die gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý zu erkennen, die zu allen KRANKHEITEN führt, DIE sich im und am SOMA im Moment EREIGNEN.

Das Entscheidende besteht nicht darin, dass die Krankheiten gleich wären, sondern darin, dass die Art des Erkennens der KRANKHEIT stets dieselbe bleibt, auch wenn jede Krankheit einen anderen Namen trägt, jedes medizinische Fachgebiet sie anders erklärt und jede Krankheitsursache ihre eigenen Besonderheiten besitzt usw.

Aus diesem klinischen Vorgehen nach der Ordnung der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs entstand das ATLAS_CASE-System.

Dieses Dokument ist nicht nur eine Sammlung klinischer Fallberichte, sondern ein wissenschaftliches und klinisches Datensystem, das auf derselben medizinisch-theoretischen Grundlage aufgebaut ist. Jede einzelne Fallakte stellt den Erkenntnisweg des INPUT zum entsprechenden OUTPUT dar, sodass jeder selbst untersuchen, selbst vergleichen und selbst das im Manifest dargestellte Gesetz überprüfen kann.

ATLAS_CASE ist deshalb keine veranschaulichende Anlage, sondern der Anwendungsteil der vier medizinisch-theoretischen Lehre der vier Säulen, die für dieses Grundsatzerklärung aufgestellt wurde.

Deshalb beruht der Leitsatz „PSYCHE-SOMA ist die Krankheit aller Krankheiten“ weder auf einer Hypothese noch auf einem Glauben oder einer philosophischen Auslegung.

Dieser Leitsatz wird aus der Einheitlichkeit der medizinisch-theoretischen Lehre abgeleitet, die auf empirischer Erkenntnis und klinischer Praxis beruht. Nicht deshalb, weil alle Krankheiten psychisch bedingt wären. Nicht deshalb, weil alle Krankheiten gleich wären. Sondern weil:

alle KRANKHEITEN, DIE sich im und am SOMA im Moment EREIGNEN, von der gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ý auf der Ordnung der medizinisch-theoretischen Lehre der vier SÄULEN der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs herbeigeführt werden.

Sobald diese medizinisch-theoretische Lehre aufgestellt ist, sind alle Einwände über Viren, Bakterien, Gen, das Immunsystem, Krebs, Unfälle, Medikamente, Prävention oder Heilung keine voneinander getrennten Fragen mehr. Auch wenn sie inhaltlich unterschiedlich sind, beziehen sie sich alle auf dieselbe einheitliche Weise des Erkennens.

III. Zehn kritische Gegenfragen zum Leitsatz „PSYCHE–SOMA ist die Krankheit aller Krankheiten“

Nachdem die WAHRE Bedeutung der KRANKHEIT bestimmt worden ist und die medizinisch-theoretische Lehre der vier SÄULEN mit TÂM, TÁC-Ý, NĂNG, THÂN (Leben-Daten-Bank, gegenwärtig fortlaufend wirkender Wille, psychisch-energetische Intensität, Soma) der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs verdeutlicht hat, warum PSYCHE-SOMA die Krankheit aller Krankheiten ist, werden mit Sicherheit zahlreiche kritische Gegenfragen gestellt werden.

Die TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs begrüßt diese Gegenfragen mit Freude und betrachtet sie keineswegs als Gegensatz. Im Gegenteil, jede Gegenfrage ist eine Gelegenheit, die bereits aufgestellte medizinisch-theoretische Lehre der vier SÄULEN noch klarer zu machen.

1. Wie kann die TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs erkennen, dass es sich bei dieser Krankheit nicht um eine Körpererkrankung (somatic disease) handelt?
2. Ist die Aussage „PSYCHE–SOMA ist die Krankheit aller Krankheiten“ nicht eine zu absolute Behauptung? Warum heißt es nicht „die Mehrzahl der Krankheiten“ oder „viele Krankheiten“?
3. Wenn PSYCHE-SOMA die Krankheit aller Krankheiten ist, wie sind dann Krankheiten zu verstehen, die durch Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten, Gene oder angeborene Erkrankungen verursacht werden?
4. Wenn PSYCHE-SOMA die Krankheit aller Krankheiten ist, worin unterscheidet sich diese Lehre dann vom Begriff der PSYCHE–SOMA-Erkrankung in der heutigen symptomorientierten Medizin?
5. Wenn PSYCHE-SOMA die Krankheit aller Krankheiten ist, lehnt die TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs dann die symptomorientierte Medizin ab?
6. Wenn alle Krankheiten denselben gegenwärtig fortlaufend wirkenden INPUT – die TÁC-Ý – besitzen, warum unterscheiden sich dann die Erscheinungen im und am SOMA voneinander?
7. Wenn die TÁC-Ý der Ausgangspunkt jeder Krankheit ist, wie kann dann die gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý richtig erkannt werden?
8. Wenn der Diagnostizierende die gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý nicht richtig erkennt, welche Folgen hat dies für den gesamten Diagnose-Bestimmung und Behandlungsprozess?
9. Was ist zu tun, wenn der Patient seine gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý selbst nicht erkennen kann?
10. Wenn alle Krankheiten denselben gegenwärtig fortlaufend wirkenden INPUT besitzen, welche Stellung nimmt dann die Krankheitsbezeichnung innerhalb der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs noch ein?

Diese zehn Fragen bilden die zentralen Gegenfragen zur Grundlagenerklärung „PSYCHE-SOMA ist die Krankheit aller Krankheiten“. Gleichzeitig sind sie zehn Türen, durch die der Leser Schritt für Schritt die medizinisch-theoretische Lehre der vier SÄULEN der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs selbst überprüfen kann.

Wenn jede einzelne dieser Fragen beantwortet wird, wird nicht nur die WAHRE Bedeutung der KRANKHEIT deutlich, sondern auch der Grund, warum der Leitsatz „PSYCHE-SOMA ist die Krankheit aller Krankheiten“ zu einer zwangsläufigen Folge der gesamten bereits aufgestellten medizinisch-theoretischen Lehre der vier SÄULEN wird.

KAPITEL D
GRUNDSATZERKLÄRUNG der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs.

Am 11.06.2012 wurde die Psychosomatische Energetische Reflexzonen-Therapie P.E.R.G.® nach NGOs vom Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA ) markenrechtlich, rechtlich und geistig als Eigentum anerkannt und geschützt.

Bis heute sind genau dreizehn Jahre ihrer Entstehung, Entwicklung und Anwendung, wissenschaftlicher Forschung sowie klinischer Diagnose–Bestimmung–Behandlung vergangen.

Während dieser dreizehn Jahre wurde das System der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs an den PARACELSUS Gesundheits-Akademienin Deutschland gelehrt und bei der Diagnose–Bestimmung–Behandlung von Hunderten klinischer Fälle in Deutschland, Vietnam und zahlreichen weiteren Ländern angewendet, sowohl in direkter Form als auch online.

Während der COVID-19-Pandemie wurde die Technik der Online-Diagnose–Bestimmung–Behandlung entwickelt und angewendet, um den Anforderungen der Isolation und der Kontaktbeschränkung gerecht zu werden und gleichzeitig die Kontinuität des Diagnose–Bestimmung–Behandlungsprozesses sicherzustellen.

Gleichzeitig war der Erklärer selbst Zeuge dieser Zeit, als er im Februar 2022 unmittelbar eine sehr schwere Omicron-Infektion durchlebte. Auf der Grundlage der medizinischen Theorie (Y-Lý), der medizinischen Lehre (Y-Học), der medizinischen Technik (Y-Thuật) und der medizinischen Anwendung (Y-Hành) der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs wurde der gesamte Prozess des SELBST-Erkennens, SELBST-Regulierens und SELBST-Heilens aller POST-COVID-Symptome innerhalb von zwölf Monaten durchgeführt und abgeschlossen.

Aus diesen Erfahrungen der Kunde, der klinischen Praxis und der eigenen Selbsterfahrung stellt der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs die folgenden Feststellungen auf:

1. Alles, WAS sich im und am SOMA im Moment EREIGNET, bei allen Krankheiten sämtlicher Krankheitsgruppen, die von der symptomorientierten Medizin benannt werden, bei psychischen und psychiatrischen Erkrankungen, neurologischen Erkrankungen, Immunerkrankungen, chronischen Erkrankungen, Krebserkrankungen sowie bei allen weiteren Erscheinungen des SOMAs, wird auf der Grundlage derselben medizinisch-theoretischen Lehre der vier SÄULEN untersucht und von demselben gemeinsamen NENNER aus erschlossen, der gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý genannt wird, nach der Ordnung:

TÁC-Ý, NĂNG, THÂN.
(Gegenwärtig fortlaufend wirkender Wille, Psychisch-energetische Intensität, Soma)

2. Innerhalb dieser Ordnung ist die gegenwärtig fortlaufend wirkende TÁC-Ý immer der gemeinsame NENNER eines gegenwärtig wirkenden Bruches. Alles, WAS sich in NĂNG und im oder am SOMA im Moment EREIGNET, mit unzähligen unterschiedlichen Krankheitsbezeichnungen, Krankheitsgruppen und Diagnosen, bildet den ZÄHLER, der sich entsprechend diesem gemeinsamen NENNER ständig erneuert und gegenwärtig fortlaufend wirkend ist.

3. Deshalb liegt der Schwerpunkt der Diagnose–Bestimmung nach dem System der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs nicht auf der Krankheitsbezeichnung oder auf dem, WAS sich im oder am SOMA im Moment EREIGNET, sondern auf der Untersuchung und dem Zugang zur gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ý entsprechend der Ordnung der vier SÄULEN.

4. Die Behandlung von Verletzungen, Schädigungen und Krankheitsbildern des SOMA gehört weiterhin zur Zuständigkeit und Kompetenz der symptomorientierten Medizin. Das System der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs unterstützt und begleitet diesen Heilungsprozess durch die ERNEUERUNG der gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ý, um die vier SÄULEN für die Erneuerung von NĂNG-THÂN neu auszurichten und gleichzeitig dazu beizutragen, dass die Bedingungen, welche zu dem sogenannten „Rückfall“ führen, sich nicht weiter fortsetzen können.

5. Die PRÄVENTION von Krankheiten beginnt somit nicht bei der Krankheits-Bezeichnung, sondern bei der gegenwärtig fortlaufend wirkenden TÁC-Ý, um die Lebensweise, die Art des Erkennens und die Art des Reagierens auf alle gegenwärtig eintretenden Lebensumstände auszurichten.

6. Während mehr als dreizehn Jahren der Untersuchung, des Unterrichtens und klinischen Anwendung wurden Hunderte von Fällen aus zahlreichen unterschiedlichen Krankheitsgruppen fortlaufend auf derselben medizinisch-theoretischen Grundlage miteinander verglichen.


Daraus entstand das ATLAS_CASE-System der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs als wissenschaftliche und klinische Dokumentationsquelle, damit alle Leser, Wissenschaftler und Angehörigen der Medizin selbst untersuchen, selbst vergleichen und selbst die Einheitlichkeit des in dieser Grundsatzerklärung aufgestellten Gesetzes überprüfen können.

Aus den vorstehenden Feststellungen erklärt die TÁC-Ý-Kunde P.E.R.G.® nach NGOs heute, am 26. Juni 2026, offiziell:


Diese GRUNDSATZERKLÄRUNG
der TÁC-Ý-Kunde der P.E.R.G.® nach NGOs:
„PSYCHE–SOMA ist die Krankheit aller Krankheiten,
weil alles, WAS sich im und am SOMA im Moment  EREIGNET,
von der gegenwärtig fortlaufen wirkenden TÁC-Ý herbeigeführt wird.“

Diese GRUNDSATZERKLÄRUNG
der TÁC-Ý-Kunde P.E.R.G.® nach NGOs
wird durch die innere Einheitlichkeit der
medizinisch-theoretischen Grundlage der vier SÄULEN selbst begründet.

Wie der INPUT, so der entsprechende OUTPUT.
Wie die TÁC-Ý, so die GESUNDHEIT.

Diese GRUNDSATZERKLÄRUNG
der TÁC-Ý-Kunde P.E.R.G.® nach NGOs
wurde am Freitag, den 26.06.2026, abgeschlossen.


Ngoc-Diep, NGO

Diplom-Ingenieur (Maschinenbau) – Deutschland
Heilpraktiker für Psychotherapie – Deutschland
Dozent der TÁC-Ý-Lehre P.E.R.G.® nach NGOs
an den PARACELSUS Gesundheits-Akademien – Deutschland

Erfinder und Begründer der
P.E.R.G.® nach NGOs Psychosomatischen Energetischen
Reflexzonen-Therapie – geschützt durch das
Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA)
am 11.06.2012. Registrierungsnummer: Nr. 30 2012 025 325

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